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		<title>Made in Germany | Video Podcast | Deutsche Welle</title>
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		<description>"Made in Germany" ist das Wirtschaftsmagazin von DW-TV. 

Packende Wirtschaftsreportagen aus der Mitte Europas. Die Reporter melden sich von den Märkten der Welt, sie begleiten die Manager und Macher und sind immer nah dran an den Trends.</description>
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		<copyright>2010, DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</copyright>
		<pubDate>04.12.2006, 12:12</pubDate>
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			<title>Made in Germany | Video Podcast | Deutsche Welle</title>
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Packende Wirtschaftsreportagen aus der Mitte Europas. Die Reporter melden sich von den Märkten der Welt, sie begleiten die Manager und Macher und sind immer nah dran an den Trends.</itunes:subtitle>
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Packende Wirtschaftsreportagen aus der Mitte Europas. Die Reporter melden sich von den Märkten der Welt, sie begleiten die Manager und Macher und sind immer nah dran an den Trends.</itunes:summary>
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			<title>Portrait Annemarie Lindner - Kosmetikerin aus Verzweiflung</title>
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			<description>Annemarie Lindner, Gründerin und Eigentümerin von Börlind, einem der größten Unternehmen in der Naturkosmetik-Branche. &quot;Was ich nicht essen kann, trage ich auch nicht auf meiner Haut.&quot; Mit diesem Grundsatz startete sie bereits in den 50´er Jahren ihre Unternehmerkarriere. Heute macht ihre Marke rund 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr und zählt zu den Branchenführern. Und das Unternehmen wächst kräftig weiter, denn Naturkosmetik ist mehr denn je gefragt. Letztes Jahr erhielt die mittlerweile 88-Jährige den Natural Legacy Award, Naturkosmetik-&quot;Oscar&quot;, in New York verliehen. Bis heute ist sie im Unternehmen aktiv, täglich schaut sie dort in ihrer Funktion als Chefin des Aufsichtsrates nach dem Rechten. Das Tagesgeschäft hat sie vor wenigen Jahren ihrem Sohn überlassen, um mehr Zeit für ihr soziales Engagement zu haben. So unterstützt sie unter anderem Waisenkinder in Bangladesch. Von Milto Arsenopoulos</description>
			<pubDate>24.07.2007, 18:19</pubDate>
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			<title>Radikal anders - Rumäniens Textilindustrie denkt um</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5707.html</link>
			<description>Den treibt auch Maria Grapini voran. Sie leitet einen Textilbetrieb in Temeswar und ist Vorsitzende des Unternehmerinnen-Verbandes des Landes. Grapini hat in ihrem Betrieb junge einheimische Designerinnen eingestellt und präsentiert sich nun mit eigenen Kollektionen auf dem internationalen Markt. Zur Zeit versucht sie in Düsseldorf auf der CPD neue Käufer für ihre Marke zu begeistern. Karl Harenbrock hat die engagierte Unternehmerin begleitet.</description>
			<pubDate>24.07.2007, 18:18</pubDate>
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			<title>Studiogast - Jürgen Pfister, Chefvolkswirt Bayerische Landesbank</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5705.html</link>
			<description>DW-TV: Oder jetzt von Jürgen Pfister, Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank. Der Euro ist gerade vielen Deutschen immer noch nicht so lieb geworden, nicht so ans Herz gewachsen, wie die Mark. Woran liegt das ihrer Meinung nach? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Die meisten Bürger in Deutschland haben den Euro seit Jahren akzeptiert, aber es entsteht eben nicht jene emotionale Bindung, die wir bei der D-Mark verspürt haben, und dort war sie begründet, dadurch, dass das die D-Mark das Symbol war des Wirtschaftswunders, des Wiederaufstieg Deutschlands nach dem Krieg. Das werden wir beim Euro nicht erleben, also ist eine nüchterne Währung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die sich aber nach außen hin ganz gut schlägt, also an der äußeren Stärke kann es kaum liegen. Wir sehen hier den Wechselkurs zum Dollar seit Januar 2002, gerade im Juli jetzt gab es neue Höchststände beim Euro. Was steckt hinter dieser momentanen Stärke?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Zum einen präsentiert sich die europäische Wirtschaft zur Zeit recht stark, wir haben einen kräftigen Aufschwung seit dem Jahr 2006 und dieser wird sich auch fortsetzen 2007, 2008 und die europäische Zentralbank erhöht alle viertel Jahr etwa die Zinsen um ein Viertelprozentpunkt und macht daher den Euro von der Zinsseite attraktiver. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das kann ja aber nicht so weitergehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Nein, es wird nicht so weitergehen, aber wir werden immerhin doch die Zinsdifferenz zum Dollar, der bei 5 1/4 steht, und wir stehen bei 4,0 weiter verengen und damit die Attraktivität des Euros tendenziell stärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Nach außen ist also viel Bewegung da, nur nach innen hin empfinden viele Länder in der Eurozone den Euro doch sehr als Korsett! Stichwort: Maastricht-Kriterien, die Deckelung der Neuverschuldung! Wie funktioniert der Euro nach innen hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Also, er funktioniert ganz gut! Und dieses Korsett ist nicht so streng, denn wir haben über Jahre teilweise auch in Deutschland ein Verstoß gegen diese Kriterien gesehen. Ich glaube, dass das im besten Interesse der beteiligten Länder ist, wenn sie ihre Neuverschuldung zügeln, weil die künftige Generationen damit weniger belastet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Viele andere Staaten schieben aber die Einführung des Euro auf. Stichwort: Polen, Tschechien, auch Ungarn. Ist der Euroraum für diese Länder offenbar doch nicht so anziehend?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Ich glaube, die Länder haben gelernt, dass die Mitgliedschaft im Euro auch Nachteile mit sich bringt. Sie haben nämlich keinen Spielraum mehr in der nationalen Währungs- oder Geldpolitik und diesen brauchen diese Länder in ihrem schwierigen Anpassungs- und Übergangsprozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: In einem ähnlichen Stadium befindet sich gerade Italien. Stichwort: eben Korsett zu wenig Spielraum! Es wird ja offen darüber spekuliert, das Italien aus dem Euroraum austritt. Was sagen sie dazu? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Ich halte, dass für eine falsche Spekulation, denn der Euro ist in erster Linie ein politisches Instrument der Integration, und Italien als Gründungsmitglied der europäischen Union wird aus meiner Sicht niemals den Euroraum verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>24.07.2007, 18:07</pubDate>
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			<title>Musik - Managementtraining nach Noten</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5704.html</link>
			<description>Viele Unternehmen schicken ihre Führungskräfte zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. In einem Orchester wirken Kräfte, die Firmen nutzen möchten. Da geht es um Höchstleistung im Team, darum, die Stärken des einzelnen zum Gleichklang zu bringen. Perfektion wird hier angestrebt ohne dabei den Spaß aus den Augen zu verlieren. Mittlerweile ist der Begriff der Orchestrierung sogar in den Sprachgebrauch der Wirtschaft eingegangen. Das Besondere bei den Musikern aus dem Norden ist: Sie verstehen auch was von der Wirtschaft. Seit über 20 Jahren verdienen sie den Großteil ihres Budgets selbst. Sie sind Gesellschafter, haften nicht nur für die Töne auf der Bühne, sondern am Ende auch für die Zahlen in den Bilanzen. Das bedeutet für die Kunden, die Manager - ein Training auf Augenhöhe. Ute Schneider war einen Tag lang dabei, als Personalmanager von E.ON/Ruhrgas ihre Teamarbeit überprüfen konnten.</description>
			<pubDate>24.07.2007, 18:06</pubDate>
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			<title>Gemeinschaftswährung - Der Euro kommt nach Malta</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5706.html</link>
			<description>Sie haben nun entschieden, dass Malta im Jahr 2008 den Euro einführen wird. Weil die maltesische Wirtschaft sehr offen und exportabhängig ist, wird das Aus für die maltesische Lira und der Einzug des Euro im Land vieles verändern. Vor allem die beiden wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes werden die Einführung des Euros spüren: der Fremdenverkehr und der Handel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Reporterin Grit Hofmann will genauer wissen, was die Malteser von der Einführung des Euros halten, welche Auswirkungen sie haben wird. Die Sprachschule von Herrn De Gaetano ist längst europäisch: Hierher kommen junge Menschen aus Deutschland, Frankreich und Italien, um Englisch zu lernen. In Zukunft werden sie anreisen können, ohne vorher Geld zu tauschen. Wird das das Geschäft beflügeln? Und im Grand Harbour von Valletta? Wie groß sind die Erwartungen der Valletta Gateway Terminal, Maltas zweitgrößte Reederei?</description>
			<pubDate>24.07.2007, 14:10</pubDate>
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		<item>
			<title>Patente-Dealer - Aus Forschern werden Unternehmer</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5688.html</link>
			<description>Geschäftsführer Jörn Erselius ist seit 15 Jahren dabei. Er kann spannende Geschichten erzählen darüber, wie mächtige Unternehmen sich über patentierte Nutzungsrechte hinwegsetzen. Und von kostspieligen Gerichtsprozessen. Seit die Max-Planck-Innovation einen millionenschweren Prozess gewonnen hat, wird sie als Patentrechts-Inhaber auch von Global Playern ernst genommen. Heute kann die Max-Planck-Tochter eine stolze Bilanz vorweisen. Mehr als 2600 Erfindungen hat sie auf dem Weg in den Markt begleitet, 1550 Verwertungsverträge abgeschlossen und Einnahmen von mehr als 200 Millionen Euro verbucht. Auch die Firma MenloSystems wurde von der Max-Planck-Innovation bei ihrer Gründung betreut. Das kleine Unternehmen baut Präzisions-Laser-Meßgeräte, die auf einer nobelpreisgekrönten Technologie basieren. Cornelia Borrmann</description>
			<pubDate>18.07.2007, 17:20</pubDate>
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			<title>Lukas Meindl – Schuhmacher der Gipfelstürmer</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5687.html</link>
			<description>So früh wie dieses Jahr hat die Wandersaison schon lange nicht mehr begonnen. Das Sonnenwetter im Frühjahr trieb die Menschen in die Natur. Ideales Wetter für die Hersteller von Outdoor-Produkten, wie den bayerischen Wanderschuh-Fabrikanten Meindl. Die Kunden reißen Firmenchef Lukas Meindl seine Schuhe derzeit quasi aus den Händen. Die Auftragslage ist so gut, dass Meindl händeringend Leute sucht. Eine Wende, denn bis vor kurzem sah es gar nicht so gut aus. Der Winter war schwach, viele Produkte blieben in den Regalen der Händler liegen. Zudem muss sich das Unternehmen gegen billigere Konkurrenz aus Fernost behaupten. Ein schwieriges Umfeld, besonders für kleine Familienfirmen. Viele Konkurrenten von Meindl haben dem Konkurrenzdruck nicht mehr standgehalten und sind in die Arme großer Konzerne geflüchtet. Nicht so Meindl – seit mehr als 300 Jahren fertigt die Familie Schuhe im bayerischen Kirchanschönring – und will das auch weiterhin tun. Ralf Lehnert &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>18.07.2007, 17:19</pubDate>
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			<title>Aluminium – Hamburger Werk auferstanden aus Ruinen</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5686.html</link>
			<description>Das Hamburger Aluminiumwerk. Vor zwei Jahren wurde es dicht gemacht, fast alle Mitarbeiter entlassen. Die Werksleitung hatte sogar schon überlegt, wie sie die Industrieanlage demontieren kann. Heute glüht es wieder in den Öfen. Die Trimet AG, ein deutsches Familienunternehmen, hat das Werk gekauft und wieder in Betrieb genommen. Den Vorbesitzern, drei internationalen Aluminiumkonzernen, waren die Kosten für Löhne und Energie zu hoch. Eine Aluminiumproduktion in Deutschland, so ihre Begründung für das Aus der Hütte, lohnt sich nicht. Trimet will den Gegenbeweis liefern. Manuel Özcerkes </description>
			<pubDate>18.07.2007, 17:19</pubDate>
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			<title>Studiogast – Wolfgang Gerke, Bayerisches Finanzzentrum</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5685.html</link>
			<description>DW-TV: Herr Gerke, wir haben jetzt motivierte Mitarbeiter gesehen, wir haben Firmen gesehen, die davon profitieren, dass sie Kapital bekommen, dadurch dass sie die Mitarbeiter am Unternehmen breteiligen. Man fragt sich: warum macht dies nur jedes 50. Unternehmen in Deutschland? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Es ist sicherlich ein großer Charme bei solchen Mitarbeiter-Beteiligungsgesellschaften. Es soll ja motivieren, und es soll Eigenkapital zuführen, relativ billiges Eigenkapital. Von daher sollten die Unternehmer ganz wild darauf sein, aber wir haben in Deutschland immer noch so einen gewissen &quot;Pathos&quot;. Das heißt: Unternehmer, die im eigenen Unternehmen nicht gerne jemanden mitreden lassen. Das gilt auch für die eigenen Mitarbeiter. Insofern ist das bei uns nicht sehr populär. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Schauen wir uns mal die verschiedenen Modelle an, die es gibt. Davon hängt auch zum Teil das Risiko ab. Mit Abstand am häufigsten werden Belegschaftsaktien ausgegeben -mit 70 Prozent der stärkste Kuchenanteil hier, dann mit 12 Prozent die stille Beteiligung, die Mitarbeiter geben dort zwar Geld, haben aber keinerlei Einfluss. Unter sonstiges verbergen sich 5 -7 weitere Beteiligungsmodelle. Welche der zwei Belegungsaktien, stille Beteiligung ist für die Mitarbeiter das Riskantere aus Ihrer Sicht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Soviel ist sicher: all diese Beteiligungsformen verschaffen einem keine Stimmrechte. Es ist gar nicht so überraschend, dass die Belegschaftsaktien führend sind, denn da hat man Unternehmen vor sich, die ja schon viele Gesellschafter haben, die es also gewöhnt sind, dass auch andere mitbestimmen wollen, wo der Kurs hingeht, und die sich dann auf der Hauptversammlung vor den Aktionären rechtfertigen müssen. Und das macht man vielleicht vor den eigenen Mitarbeitern manchmal lieber als vor fremden Aktionären. Man muss aber eins sagen: all diese Modelle beinhalten ein sehr, sehr hohes Risiko für die Arbeitnehmerschaft. Die Arbeitnehmerschaft hat ja das Jobrisiko - und dem wird jetzt das Kapitalrisiko hinzugeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Sie meinen, wenn die Firma Pleite geht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Wenn die Firma Pleite geht, oder es muss gar nicht so schlimm kommen, wenn die Firma schlechte Geschäfte macht, der Kurs sinkt, und man verliert womöglich, weil rationalisiert wird, seinen Job, dann ist man auf zwei Seiten geschädigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Aber im guten Fall hat man natürlich auch mehr Geld in der Tasche, weil man am Gewinn mitbeteiligt ist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Das ist immer so! Es ist eine Verteilung mit Chancen und Risiken, aber das Risiko hier kann man durch Streuung vernichten, und wir alle wissen, dass die modernen Kapitalmarkttheorien wirklich jedem allmählich beigebracht haben, dass man nicht alle Eier in ein Nest legen soll! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das heißt, lieber am Aktienmarkt in mehrere Unternehmen investieren, die man dann natürlich nicht so gut kennt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Ja, aber lieber von Profis in einen gut gestreuten Fond hineingeführt werden, als vom eigenen Unternehmer wohlmöglich ins Verderben geführt werden. Wir haben in Amerika traurige Fälle gesehen, wo, beispielsweise der Chef von Enron seine eigenen Aktien verkauft hat und gleichzeitig seinen Mitarbeitern empfohlen hat, für die Altersvorsorge auch noch Enron-Aktien zu kaufen. Und wir wissen das: Enron war ein Riesenbetrug, die Mitarbeiter haben Ihren Job zum großen Teil verloren und das Kapital und die Altersvorsorge erst recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Gut, da war natürlich auch noch kriminelle Energie im Spiel! Sinn von solchen Teilhaberschaften ist ja aber auch, die Brücke zu schlagen zwischen Kapital und Arbeit, also Unternehmer und Arbeitnehmer näher zusammen zu bringen. Das tut doch einem Unternehmen auch gut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Das tut der Gesellschaft vor allen Dingen gut, das brauchen wir, aber wir müssen da bessere Wege finden. Wir brauchen in Deutschland ganz dringend eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung am Produktivvermögen, aber dann gut gestreut, bitte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Was heißt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Das heißt, nicht in ein Unternehmen hinein und schon gar nicht in das Unternehmen, wo ich beschäftigt bin. Es sei denn, ich habe so viel Platz, um Risiko zusätzlich einzugehen. Sondern das heißt in meinen Augen, dass man eben vorsichtig in Fonds erst einmal anfängt, und sich dann selber seinen Aktien-Portfolio zusammenstellt. Insbesondere müssen wir die Altersvorsorge, dazu nutzen, dass man höherverzinslich spart. Und das heißt: in Aktien sparen, gut gestreut und international. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>18.07.2007, 17:17</pubDate>
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		<item>
			<title>Beteiligungen – Arbeiter werden zu Teilhabern</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5684.html</link>
			<description>Bei SMA Technologie ist fast jeder zweite Mitarbeiter an der Firma beteiligt. Als das Solartechnik-Unternehmen vor zwei Jahren Aktien im Wert von rund 500.000 Euro an seine Mitarbeiter ausgab, waren die SMA-Papiere sofort vergriffen. Mit dem Geld konnte die Firma investieren, ohne teure Kredite von Banken, was auch den inzwischen 1.300 Beschäftigten zugute kam. Rund 3.600 Firmen in Deutschland bieten ihren Angestellten auf unterschiedlichste Weise eine Beteiligung an. Meistens wird das gut angenommen. Neun Milliarden Euro haben die Beschäftigten so in ihre Arbeitgeber investiert, Tendenz weiter steigend. Doch verglichen mit den europäischen Nachbarn und den USA sind deutsche Unternehmen noch zurückhaltend bei Mitarbeiterbeteiligungen. Katharina Bahn &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Druckhaus Dresden. 70 Beschäftigte stellen Zeitschriften, Plakate und Kunstbände her. Kerstin Gläßer arbeitet hier seit 16 Jahren. Sie ist auch Miteigentümerin am Unternehmen. Jedes Jahr beteiligt sie sich mit 400 Euro an der Druckerei, bekommt dafür rund 7 Prozent Zinsen. Ihre Einstellung zur Arbeit hat sich dadurch verändert: &quot;Man geht eben sorgsamer um, mit Papier usw. Wenn noch was zu retten ist, dann versucht man´s, weil es ist ja auch unser Geld ist, was da drinne steckt&quot;, sagt sie. Und ihre Kollegin Uta Winkler ergänzt: &quot;Bei mir ist das auch so. Ich bin seit 13 Jahren in dem Unternehmen und auch von Anfang an dabei. Für mich dient das als Vermögensaufbau.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut die Hälfte der Angestellten hat eigenes Geld in die Druckerei gesteckt. Von dem günstigen Kredit der Belegschaft profitiert auch der Unternehmer Karl Nolle: &quot;Wir haben ein sehr gutes Betriebsklima hier, wir haben einen sehr geringen Krankenstand, das hat auch was mit der Motivation zu tun, die die einzelnen Mitarbeiter haben und wenn sie selbst Geld im Unternehmen haben, ist das immer auch schon eine engere Verbindung.&quot; Viele Mitarbeiter fühlen sich nun direkt verantwortlich für den Erfolg der Firma und damit auch für ihre Arbeitsplätze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere hundert Kilometer weiter westlich, kurz vor Kassel. Sitz der Solartechnik-Firma SMA Technologie. Hier arbeiten 1300 Menschen. Sie stellen Wechselrichter her. Diese wandeln Solarenergie in Strom um. Bisher ist SMA Marktführer. 16 Prozent vom Gewinn bekommen die Angestellten jedes Jahr ausgezahlt. Das waren im vergangenen Jahr zwei zusätzliche Monatsgehälter für jeden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knut Hausner ist Organisationsleiter bei SMA. Er meint: Es hat schon positive Auswirkungen, da es auch gewisse Anreize für die Motivation bringt, sei es bei uns in der Abteilung was Wochenendeinsätze angeht, freiwillige Einsätze... Samstagsarbeit funktioniert bei uns auf freiwilliger Basis. Ich denke, das ist auch ein Grund, warum es bei uns so gut läuft.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit zwei Jahren können die Angestellten auch Aktien am Unternehmen kaufen. Und sich so direkt beteiligen. Doch Geld allein reicht nicht aus um die Motivation zu steigern, davon ist der Chef Günther Cramer überzeugt: &quot;Für den Mitarbeiter ist wichtig, dass er in einem Zusammenhang, wo er mit dem Herzen, mit dem Kopf und mit dem Portemonnaie beteiligt ist. Dass er in einem solchen Unternehmen lieber arbeitet, dass er viel mehr Spaß hat an der Arbeit. Das ist ganz wichtig. Für das Unternehmen ist wichtig, dass dadurch eine Kultur entsteht, die zum Beispiel im Entwicklungsbereich unglaublich innovationsfördernd ist, die sich im Bereich der Produktion wesentlich unterscheidet, dass die Mitarbeiter flexibel sind, dass sie nichts befürchten, sondern mit an der Veränderung arbeiten und keine Angst vor Veränderung haben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geburtstagspizza für die Kollegen. Das Betriebsklima stimmt, denn noch gibt es jedes Jahr Extra-Geld. Krisenzeiten hat es bei SMA noch nicht gegeben.</description>
			<pubDate>18.07.2007, 17:15</pubDate>
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		<item>
			<title>Senioren – die etwas anderen Reisekunden</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5670.html</link>
			<description>Zwar ist Deutschland gegenwärtig noch das beliebteste Reiseland für ältere Touristen, doch bis 2015 werden zwei Drittel der 70-80jährigen ihren Haupturlaub im Ausland verbringen, sagt die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen. Wie macht sie ihnen spezielle Angebote, ohne sie direkt als &quot;Senioren&quot; anzusprechen – was nicht nur jüngere Touristen, sondern paradoxerweise auch Senioren selbst abschreckt? Wir begleiten ältere Aktivurlauber an die Ostküste in das Ostseebad Prerow – abseits der Schulferien sind dort mindestens noch drei Viertel der Touristen sogenannte &quot;Best Ager&quot;. Von Marion Hütter </description>
			<pubDate>11.07.2007, 17:09</pubDate>
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		<item>
			<title>Migrantenkinder – Auszubildende mit besonderem Hintergrund</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5669.html</link>
			<description>Jeder Zweite hat keinen oder allenfalls einen Hauptschulabschluss. Schlechte Karten für Jugendliche von Migranten im Wettbewerb mit rund 15.000 Schulabgängern, die allein in Berlin noch einen Ausbildungsplatz suchen. Aber auch schlechte Chancen für Unternehmen, die eigentlich gerne mehr Migrantenkinder ausbilden möchten, aber nicht genügend qualifizierte finden. Ein Beispiel: Die Berliner Volksbank. Obwohl sie gezielt z.B. in türkischen Medien wirbt, haben dieses Jahr bisher nur vier von rund 100 Auszubildenden einen Migrationshintergrund. Dagegen ist bei der Forner Heizung-Gas-Wasser-Elektro GmbH jeder zweite ein Kind von Migranten. Von Robert Donauer</description>
			<pubDate>11.07.2007, 17:08</pubDate>
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			<title>Studiogespräch – Stefan Schneider, Deutsche Bank Research</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5668.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
DW-TV: Aus heutiger Sicht, wie lange würden Sie denn arbeiten wollen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Schneider: Also, ich möchte das ganz flexibel handhaben, je nach meinem Zustand, was meine Gesundheit, meine Fitness angeht. Je nach meinen Vermögensverhältnissen möchte ich auf jeden Fall länger als bis 67 arbeiten können. Ob ich das tatsächlich machen werde und in welchem Ausmaß, das werde ich dann entscheiden, wenn es soweit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Da können wir in 20 Jahren noch einmal sprechen. Es sieht ja so aus, als sei der Jugendwahn –zumindest in einigen Bereichen der Wirtschaft- vorbei, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Schneider: Ja, das kann man so sagen. Die Wirtschaft hat das demographische Problem, das auf uns zukommt, realisiert. Ein Beispiel: Heute sind 25 Prozent der Belegschaften in Deutschland über 50 Jahre alt. Das heißt, diese Personen werden in den nächsten 10, 15, 17 Jahren den Arbeitsprozess verlassen, wenn sich nichts ändert. Und von daher wird jetzt sehr viel Wert darauf gelegt, diese älteren Mitarbeiter und Kollegen möglichst lange in den Unternehmen zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Selbst mit Hilfe von engagierten Mitarbeitern, die aufgrund ihres Alters eigentlich schon die Füße hochlegen könnten: die Wirtschaft klagt derzeit massiv über Fachkräftemangel. Wie ernst ist die Lage?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Schneider: Das ist natürlich für ein exportintensives Land, das sehr im Hochtechnologiebereich engagiert ist, schon ein Problem, weil nur zusätzliche Innovation neue Produkte und neue Exporterfolge ermöglicht. Allerdings haben wir jetzt einen Aufschwung, der schon zwei Jahre lang intakt ist. Also, in einzelnen Bereich, Ingenieurbereiche bei Airbus beispielsweise, mag es wohl schon erhebliche Ausmaße haben. Ab er ganz generell haben wir doch noch immer über 3,5 Millionen Arbeitslose, und da sollte auch der eine oder andere Talentierte dabei sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Also Sie sagen, auf die Konjunktur hat das keine bremsende Wirkung, dass uns jetzt Ingenieure beispielsweise fehlen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Schneider: Tendenziell: ein bisschen ja. Was wir wahrscheinlich sehen werden ist, dass es sich irgendwann bei den Preisen bemerkbar macht. Dass mehr importiert werden muss, eventuell Arbeitnehmer aus dem Ausland eingestellt werden. Dadurch steigen die Lohnkosten und damit die Produktpreise. Das ist eigentlich für die Ökonomen das größere Problem, dass wenn es zu Verspannungen auf dem Arbeitsmarkt kommt, die Löhne und damit irgendwann auch die Preise stärker steigen könnten. Was aber im Moment auch nicht so ein richtiges Problem ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Stichwort Konjunktur: Es ist Zeit, dass wir wie jeden Monat an dieser Stelle auf die Entwicklung der Weltwirtschaft schauen. Hier kommt der DBIX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der DBIX wird jeden Monat von Deutsche Bank Research exklusiv für DW-TV berechnet. Grundlage sind die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan. Die deutschen Daten sammelt das renommierte Münchner Ifo-Institut. Es fragt jeden Monat die Stimmung bei Tausenden Unternehmern ab. In den USA werden 400 Einkaufsmanager nach ihren Erwartungen befragt. Und in Tokio sammelt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten. Hier der aktuelle DBIX. Mit etwas Phantasie kann man ein zweihöckriges Kamel erkennen, das nach rechts schaut. Herr Schneider, Sie sehen das bestimmt anders. Was sagt Ihnen der Index?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Schneider: Der Index sagt uns, dass sich die Weltkonjunktur, die sich –ausgehend von den USA- zu Jahresbeginn etwas verlangsamt hat, im Frühjahr und jetzt in den Sommer rein, wieder deutlich beschleunigt hat. Wir liegen praktisch nur 0,1 Punkte unter dem Allzeit-Hoch des DBIX. Von daher stehen die Konjunktur-Ampeln für die Weltkonjunktur auf grün. Und wir werden sicherlich das vierte Jahr in Folge mit überdurchschnittlichem Wachstum in der Welt sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Überdurchschnittliches Wachstum auch in Deutschland?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Schneider: Auch in Deutschland, ganz klar. Zwar nicht das vierte Jahr, sondern erst das zweite Jahr, aber die Wachstumsprognosen liegen im Moment so bei 2 ¾ Prozent. Das ist für Deutschland nach den 2,7 Prozent des vergangenen Jahres eine überraschend gute Zahl. Und das hatten wir eigentlich alle nicht auf dem Zettel. Alle dachten, dass es nach dem Sommermärchen 2006 im Jahr 2007 etwas langsamer angehen würde, aber die Konjunktur hat uns positiv überrascht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>11.07.2007, 17:08</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5668.html</guid>
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		<item>
			<title>Schmitz Cargo Bull – Expansion nach Osteuropa</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5667.html</link>
			<description>Nach einem missglückten Börsengang Ende der 90er Jahre ist man heute im Familienunternehmen glücklich darüber. Der Marktanteil des LKW-Auflieger-Produzenten liegt bei 26 Prozent in Europa. Eine Expansion auf die Märkte in Asien und den USA ist nicht geplant. In der Firmenzentrale in Horstmar bei Münster setzt man auf den europäischen Markt. Und der boomt, besonders wegen der steigenden Nachfrage in Osteuropa. Schmitz Cargo Bull hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro erwirtschaftet. Von Karl Harenbrock</description>
			<pubDate>11.07.2007, 17:07</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5667.html</guid>
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		<item>
			<title>Portrait Horst Rhein – Einsatz im Ruhestand</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5666.html</link>
			<description>Die deutsche Wirtschaft läuft prächtig, viele Firmen können sich vor Aufträgen kaum noch retten. Und bekommen inzwischen massive Probleme mit fehlenden Fachkräften. Vor allem Ingenieure und andere hoch qualifizierte Akademiker sind nur schwer zu finden. Ein Problem, das sich in Zukunft eher verschärfen wird: der demografische Wandel drückt, es kommen weniger Junge nach. Immer mehr Firmen setzen darum auf Know-how, das bis vor einiger Zeit noch brachlag: Sie holen ihre Ruheständler zurück. Oder lassen die erst gar nicht in die Rente gehen. Wie die Steag Encotec. Die Tochter des Stromerzeugers Steag baut und betreibt Kraftwerke. Die Firma hat früh erkannt, wie wichtig die erfahrenen Mitarbeiter für sie sind und versucht sie, auch nachdem sie das Rentenalter erreicht haben, an sich zu binden. Der Ingenieur Horst Rhein ist einer von ihnen. Von Ralf Lehnert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
______________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens früh um sieben. Andere in seinem Alter schlafen noch, Horst Rhein dagegen sitzt schon am Frühstückstisch. Dabei könnte es der 66jährige Ingenieur eigentlich locker angehen lassen. Seine Rente hat er sich längst verdient. Doch noch will er sich nicht nur um den Garten kümmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich bin nicht reif für den Ruhestand. Denken sie an die Freiberufler, die legen ja auch nicht mit 65 den Griffel hin. Das liegt einfach an der Motivation. Ich arbeite gerne und hab also auch immer mit Begeisterung Ingenieurarbeit gemacht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rhein betreut verschiedene Projekte bei Steag Encotec, die Firma baut und betreibt Kraftwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute hat er einen Termin im Kohle-Kraftwerk in Herne. Zusammen mit einem Kollegen schaut er sich an, wie die Kraftwerks-Turbine in Block 3 generalüberholt wird. Der so genannte Retro-Fit muss schnell gehen, jeder Tag, an dem die Maschine steht, kostet mehrere 10.000 Euro. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Rhein war in dem Unternehmen 18 Jahre lang Betriebsingenieur - das kommt ihm heute zu Gute: &quot;Ich bin quasi jetzt das Bindeglied zwischen der Planung und dem Betrieb und sehe mir heute hier den Baufortschritt an.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor er weiter muss, lässt sich Horst Rhein noch die Baustelle für einen neuen Kraftwerks-Block zeigen. Für Herne 5 soll das Gelände komplett umgestaltet werden - sein nächstes Projekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Rhein auf dem Weg in die Zentrale, der Chef will wissen, wie es in Herne läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geschäftsführer holt sich gerne Rat bei seinen älteren Mitarbeitern. Rund ein Dutzend Ruheständler sind momentan wie Horst Rhein weiter für die Firma im Einsatz. Es könnten ruhig noch einige mehr sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ralf Gilgen, Vorsitzender der Geschäftsführung von Steag Encotec erklärt: &quot;Erst mal sind wir im Moment aufgrund der Kapazitäts-Nachfrage froh um jeden, der noch mithilft. Wir haben eine deutlich höhere Nachfrage als wir Ingenieure im Moment haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserer Branche ist auch Erfahrung sehr wichtig, das ist auch ein Markenzeichen von uns, der Ingenieur mit Betriebserfahrung. Und insofern sind wir froh, dass unsere älteren Mitarbeiter uns da noch unterstützen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfahrung die Junge erst sammeln müssen. Mit zwei jüngeren Kollegen bespricht Horst Rhein, wie die Arbeit in Herne vorankommt. Der Austausch alt und jung funktioniert gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Remich, Projekt-Ingenieurin beschreibt wie sich die Kompetenzen ergänzen: &quot;Man muss schon akzeptieren, dass jeder seine eigenen Stärken hat. Also sprich: Herr Rhein kommt mit ganz vielen Informationen aus dem Kraftwerk, die wir nicht einschätzen können, damit müssen wir dann arbeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig stellen wir komplizierte Excel-Tabellen her, die wir dann wiederum Herrn Rhein nahe bringen müssen, Herr Rhein macht alles handschriftlich und wir machen alles immer am Computer.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel Zeit für Hobbys hat Rhein nicht. Im Moment bleibt ihm nur der Nachhauseweg, um Italienisch zu lernen. Eigentlich wollte er das im Ruhestand öfter in Italien machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Es gibt Sachzwänge, Arbeit hat jetzt Vorrang hier, ganz klar, aber ich bin was zum Beispiel das Engagement mit meinem Enkelsohn anbetrifft sehr engagiert, lasse da auch manchmal den Griffel fallen, ich muss jetzt weg, und das passiert auch.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opa-Dienst nennt er das. Den nimmt er ernst. Zweimal die Woche holt er Enkel Luis vom Kindergarten ab, geht mit ihm zum Tennis und Fußballspielen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Frau, Karin Rheins würde ihn gern öfter sehen, aber sie weiß, er hängt an seinem Job: &quot;Er soll das ruhig machen. So lange er meint. Vielleicht muss er irgendwann mal kürzer treten, aber das muss er entscheiden. Das kann ich nicht entscheiden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis es soweit ist, wird Enkel Luis wohl längst in der Schule sein. Denn Horst Rhein will auch in Zukunft weiter Einsatz zeigen, nicht nur auf dem Bolzplatz sondern in der Arbeitswelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>11.07.2007, 17:06</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5666.html</guid>
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		<item>
			<title>David gegen Goliath – polnische Marktfrauen gegen deutsche Drogeriekette</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5648.html</link>
			<description>Osteuropa ist ein lukrativer Absatzmarkt. Das hat auch die deutsche Drogeriekette Rossmann erkannt. In Polen gibt es zum Beispiel kaum noch eine größere Stadt ohne eine Rossmann- Filiale. Die Investition bringt Geld in die Stadt und schafft Arbeitsplätze. Doch: es gibt noch eine andere Seite der Medaille.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Markt in Posen stehen sich die Seifenhändlerinnen die Füße platt. Seit Stunden haben sie nichts mehr verkauft. Die Frauen bieten Waschmittel aus dem Westen an. Doch seit im Einkaufszentrum immer mehr Untenehmen aus dem Westen ihre Fiilialen eröffnen, bleiben die Kunden weg. Die deutsche Drogeriekette Rossmann z.B. bietet Waschmittel wesentlich billiger an. Dass auch die letzten Seifen- händlerinnen ihren Stand dicht machen, ist nur noch eine Frage der Zeit. sehen die Situation anders. Manuel Özcerkes über den Kampf David gegen Goliath in Posen.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>03.07.2007, 18:10</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5648.html</guid>
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		<item>
			<title>Portrait Hans-Peter Wild – Der Herr der Aromen</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5646.html</link>
			<description>Hans-Peter Wild versorgt die ganz Großen der Branche: Ob für Nestlé oder Unilever, Dr. Oetker oder Haribo – seine Firma liefert ihnen den Geschmack. Wild produziert Aromen und das überall auf der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unternehmer hat schon früh erkannt: Geschmäcker sind je nach Region verschieden. Statt die Kunden in den verschiedenen Ländern mit einem Einheitsprodukt zu beliefern, geht er auf diese lokalen Vorlieben ein. Eine Strategie, die er bei seiner bekanntesten Marke, der Capri-Sonne, erfolgreich erprobt hat. Verkauf: Mehr als 5,5 Milliarden Beutel pro Jahr. Wir treffen Hans-Peter Wild in seinem Berliner Werk und fliegen mit ihm in seinem Privatjet zurück nach Heidelberg.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>03.07.2007, 18:09</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5646.html</guid>
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		<item>
			<title>Respekt vor Tieren – Die Bauern von Hohenlohe machen mobil</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5647.html</link>
			<description>Mit einer alten Schweinerassen und 8 Landwirten hat es angefangen. Heute sind 1000 Höfe bei der Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall organisiert. Der gemeinsame Nenner: Artgerechte Tierhaltung. Auch der Großkonzern Unilever gehört zu den Kunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Bühler, Bauernsohn und Hoferbe aus Wolpertshausen, hat jahrelang als Entwicklungshelfer in Afrika gearbeitet und gelernt, wie man Projekte aufzieht. Zurück in Deutschland, fand er seine Region auf dem absteigenden Ast und beschloss: Auch hier leiste ich Entwicklungshilfe. Er züchtete das fast ausgestorbene Schwäbisch-Hällische Landschwein und begann mit der regionalen Vermarktung. Damit kam eine Lawine ins Rollen. Immer mehr Gourmets, Sterneköche und Landwirte schlossen sich an. Und auch der Großkonzern Unilever gehört heute zu den Kunden: Die Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall ist der exklusive Lieferant für die Marke &quot;Du darfst&quot; (außer Geflügel). Ziel der Erzeugergemeinschaft ist, die Tiere artgerecht aufwachsen zu lassen und die Verarbeitung und den Verkauf in der eigenen Hand zu behalten. So haben die Bauern vor einigen Jahren auch den Schlachthof Schwäbisch Hall übernommen und sind dabei, ihn um ein Fleischverarbeitungszentrum zu erweitern. Kerstin Schweizer berichtet.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>03.07.2007, 18:09</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5647.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast – Bernhard Jünemann zu Existenzgründern</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5645.html</link>
			<description>Bernhard Jünemann ist Finanzmarktexperte bei Börse Online. Wir unterhalten uns mit ihm über Finanzierungsmöglichkeiten von Existenzgründungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Zu Gast im Studio ist Bernhard Jünemann, Finanzmarktexperte bei Börse Online. Sie sind ja nun als Journalist ein Mann des Wortes, Herr Jünemann. Hat es Sie jemals gejuckt, selbst ein Unternehmen zu gründen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Naja, zumindest, sich an einem Unternehmen zu beteiligen. So war das im Jahr 2000, da habe ich echt mit mir gerungen. Das war ein Start-Up im Bereich Internet / Fernsehen. Ich habe mich dann entschieden, es aus verschiedenen Gründen nicht zu tun. Es war eine sehr gute Entscheidung, denn wir wissen, was danach passiert ist, dass der Markt richtig zusammengebrochen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Heute haben wir andere Zeiten, sieben Jahre weiter. Mal abgesehen von den Idealbedingungen, die wir im Medical Valley gesehen haben: ist es heute einfacher oder schwieriger, ein Unternehmen zu gründen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Also, wenn ich wieder etwas Persönliches sagen darf: mein Sohn studiert Medienmanagement und redet davon, dass er bald einen Business-Plan aufstellen möchte und sich einen Business-Agent sucht, um seine Idee zu verwirklichen. Und er hat auch schon einige Kommilitonen, die eine Firma haben, also demnach müsste es leichter sein. Das sagt im Grunde auch, was ich so höre: die Branche für Venture-Kapital sammelt sehr viel Geld ein und will das entsprechend auch loswerden, nur es müssen natürlich gute Ideen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wer steckt denn da wo Geld rein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Also das sind Firmen, die beispielsweise einen Fonds auflegen, da kommen also private Gelder zusammen. Etwas Ähnliches macht auch Private Equity, nur sind das dann keine Start-Ups, sondern meistens schon etablierte Firmen. Und die suchen sich dann gute Firmen aus -tausende von Business-Plänen werden da jedes Jahr gewälzt- und was denen vielversprechend erscheint, beispielsweise ein gutes Produkt, ein guter Markt, eine gute Technologie, ein Alleinstellungsmerkmal, das bekommt dann Geld und wird mit finanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Eine gute Idee ist möglicherweise ein Hightech-Unternehmen, vielleicht ja auch das Ihres Sohnes. Was ist mit dem Blumenladen an der Ecke?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Der hat möglicherweise ein bisschen mehr Schwierigkeiten; das ist nicht so hip, und da kommt natürlich kein Venture-Kapitalist rein. Aber es gibt natürlich Mittelstands- Finanzierungsprogramme, beispielsweise die KfW. Und man muss natürlich auch sagen, dass die Investitionskosten hier wahrscheinlich nicht so hoch sind und die Durststrecke auch nicht so lange, so dass der Laden, wenn er an der richtigen Stelle mit den richtigen Blumen ist, dann auch sehr viel schneller Erfolg haben dürfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  DW-TV: Obwohl es offenbar viel Kapital gibt, das es zu verteilen gilt, ist die Zahl der Unternehmensgründungen in den letzten Jahren trotzdem zurück gegangen. Wir sehen hier, im Jahr 2000 gab es noch mehr als 22.000 Hightech-Gründungen, dann ging es auf nur noch 17.700 im vergangenen Jahr runter. Woran liegt das denn?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Das Jahr 2000 war ein absolutes Boom-Jahr, da wurde den Leuten Geld nachgeschmissen für Ideen, bei denen man wirklich zweifeln konnte, ob die sich realisieren lassen. Das hat sich jetzt bereinigt. Man kann davon ausgehen, dass die Unternehmen, die jetzt finanziert werden, sehr viel vorsichtiger finanziert werden, sehr viel stärker abgeklopft werden. Aber was dann da durchkommt, das hat an sich auch größere Überlebenschancen.</description>
			<pubDate>03.07.2007, 18:08</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5645.html</guid>
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		<item>
			<title>Erlangen – Deutschlands Medical Valley</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5644.html</link>
			<description>&quot;Medical Valley&quot;, so nennen die Bewohner stolz ihre Region. Nirgendwo anders in Deutschland gibt es mehr Hersteller für Medizintechnik. Der Grund: in Erlangen funktioniert die Vernetzung von Forschung, Entwicklung und Handwerk – und das schon seit Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Ruf als &quot;Medical Valley&quot; untermauern zusätzlich eine Vielzahl von Universitätskliniken und wissenschaftlichen Instituten rund die Medizintechnik. Große und kleine Unternehmen konkurrieren und kooperieren bei der Entwicklung z.B. besserer Röntgengeräte. Das Geschäft mit der Gesundheit hat der Stadt einen beachtlichen Wohlstand beschert - gemessen pro Einwohner ist Erlangen die drittreichste Stadt des Landes. Das &quot;Medical Valley&quot; trägt entscheidend dazu bei, dass Deutschland zu den führenden Nationen weltweit bei der Medizintechnik zählt. &quot;Made in Germany&quot; ist dem Erfolgsgeheimnis des &quot;Medical Valleys&quot; nachgegangen.</description>
			<pubDate>03.07.2007, 18:07</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5644.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070703_1_erlangen.mp4" length="16930564" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>Die Stromspione – den Energiekonzernen auf der Spur</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5628.html</link>
			<description>Wie viel Strom die Kraftwerke produzieren – davon hängt wesentlich die Höhe des Strompreises an der Strombörse in Leipzig ab. Noch kontrollieren die vier großen deutschen Stromerzeuger diese Informationen. Doch eine kleine Firma aus Bayern ist der Stromproduktion auf der Spur und sorgt für schnelleren Durchblick am Strommarkt. &quot;Energiemanagement&quot; hat in der Nähe der Kraftwerke Messgeräte installiert, die deren Stromausstoß messen. Die Stromkonzerne allerdings wollen ihre Informationsmacht nicht aufgeben und haben die Firma verklagt - wegen Industriespionage. Bisher sind sie mit der Klage vor allen deutschen Gerichten gescheitert. Karl Harenbrock hat die &quot;Stromspione&quot; bei Ihrer Arbeit begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stromschnüffler auf dem Weg zum Einsatz. Eine Mülltonne schützt das Geheimnis der beiden Stromexperten Timo und Helmut Sendner. Mit einem simplen Messgerät ermitteln sie wie viel Strom gerade produziert wird: &quot;Wir wussten seit langem das es Bedarf am Markt gibt für solche Daten, weil niemand sie hat und jeder sie gerne hätte und alle Unternehmen sie hüten wie den heiligen Gral. Und da dachten wir – da wir sowieso für Transparenz sorgen wollen – fangen wir doch an, ein eigenes System zu entwickeln und haben dann Power Monitor gegründet.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angetrieben von einer Autobatterie prüft ein Gerät die elektromagnetische Strahlung unter einem Hochspannungsmast. Durch diese Daten lässt sich die Kraftwerkskapazität errechnen. Die Informationen werden über Funk an einen Computer übermittelt. So verschaffen sich die Stromschnüffler eine Überblick über die Kraftwerksleistungen in ganz Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon haben Kraftwerksbetreiber sie verklagt; der Vorwurf Industriespionage. Doch vor Gericht haben die Beiden bisher immer Recht bekommen. Power Monitor Sprecher Helmut Sendner erklärt warum: &quot;Wir sind hier auf freier Flur für jeden zugänglich, somit kann man von Spionage eigentlich nicht reden. Zum anderen messen wir mit einer Technik, die in jedem Elektrosupermarkt zu haben ist. Das ist nichts aufwendiges, das ist nichts kompliziertes. Also damit ist man von der Spionage weit entfernt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zweimannbetrieb gegen die Großen der Branche. Das Kraftwerk Emsland gehört dem Energiekonzern RWE. In dieser Woche steht hier alles still. Das spürt auch gleich die Strombörse in Leipzig. Denn der zentrale Faktor für den Handelspreis ist die Kraftwerksleistung. Gehen nur wenige Megawatt Leistung vom Netz reagiert der Markt sofort. Für Stromhändler ist es deshalb entscheidend zu wissen, wann welches Kraftwerk wie viel Strom liefert. Aber das wissen zuerst die Kraftwerksbetreiber, und die kaufen und verkaufen auch selber Strom. Diesen Informationsvorsprung könnten die Erzeuger nutzen, um die Preise zu manipulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem widerspricht RWE-Sprecherin Annett Urbaczka, Insiderhandel habe es nie gegeben: &quot;Ich kann die Informationen ganz klar dementieren, die behaupten, dass innerhalb des RWE Konzerns von Seiten der Erzeugungsseite an die Händlerseite Informationen weiter gegeben worden sind und zwar so, das die Händler des RWE Konzerns einen Vorteil gegenüber den übrigen Marktteilnehmern gehabt hätten.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dementi ist für Power Monitor-Geschäftsführer Timo Sendner kein Grund sein Geschäft in Frage zu stellen. Sein Misstrauen gegenüber den Kraftwerksbetreibern bleibt: &quot;Es ist zumindest nicht sehr wahrscheinlich das ein Unternehmen Daten die es selbst sehr viel Geld kosten könnte vor sich selbst geheim hält und insofern ist schon davon auszugehen natürlich, dass die eine Abteilung die andere Abteilung informiert Wissen oder garantieren das es so ist kann man natürlich nicht.&quot; Für 3.000 Euro im Monat verkaufen die beiden ihre Informationen an Stromhändler. Solange die Stromerzeuger auch als Stromhändler auftreten, liefern die Stromschnüffler Daten. Der Kampf David gegen Goliath geht in die nächste Runde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>27.06.2007, 14:45</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5628.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070626_1_stromspione.mp4" length="18657053" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>Studiogast – Felix Matthes, Energieexperte</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5627.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
DW-TV: Das Konzept ist so einleuchtend, Felix Matthes vom Ökoinstitut, dass man sich fragt, warum werden eigentlich immer noch Häuser mit Öl- und Gasheizungen gebaut! Haben Sie eine Antwort?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Ich glaube, es gibt zwei zentrale Gründe. Erstens: das sind neue Techniken, neue Systeme. Architekten und Handwerker müssen sich daran gewöhnen, dass so was verfügbar ist und wie man so was vernünftig baut. Und der zweite Grund ist, dass bei steigenden Energieträgern solche Investitionen wirtschaftlich sind, ist die eine Sache, aber man zum Anfang ein bisschen mehr Geld aufbringen und Finanzierung ist ein Problem und das wird dann ohne staatliche Flankierung ganz sicher nicht am Anfang ohne weiteres gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Glauben Sie denn, dass die Bereitschaft da ist, dass wirklich im großen Stil in Deutschland so umzusetzen, so zu bauen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Ich glaube, es gibt überhaupt gar keine Alternative dazu. Der Großteil unseres Energieverbrauchs entsteht in den Gebäuden und wenn wir Treibhausgase wirklich massiv reduzieren wollen, kommen wir nicht daran vorbei deutlich weniger Energie zu verbrauchen, und den verbleibenden Energiebedarf mit erneuerbaren Energien abzudecken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wie heizt denn Ihr Ökoinstitut?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Unser Ökoinstitut hat seine Zentrale in genau dieser Solarsiedlung und wir haben dort auch ein Bürogebäude, in dem mehr Energie erzeugt wird als verbraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ok, bei der Stromerzeugung in Deutschland insgesamt spielen trotz allem Öl, Gas und Kohle die dominierende Rolle. Erneuerbare Energien haben nur einen Anteil von knapp 11 Prozent. Da sehen wir es nach der Wasserkraft kommen die erneuerbaren Energien. Wie kann man den ganz schnell, ganz doll steigern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Wir haben ja in Deutschland ein Erfolgsmodell. Wir haben heute 11 Prozent aus diesen neuen erneuerbaren Energien, aber jedes Jahr kommt etwa ein Prozentpunkt dazu und das ist ein Erfolgsmodell, was international ja viel beachtet worden ist, dass man nämlich, wenn man Strom aus erneuerbaren Energie erzeugt, für jede Kilowattstunde einen garantierten Preis bekommt, und das hat dazu geführt, dass der Anteil sehr schnell gestiegen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Und wie lange lässt sich das denn beibehalten diese Subventionierung des sauberen Stroms?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Ich glaube, dass lässt sich so lange beibehalten bis wir technologische Durchbrüche haben, weil Sie müssen sich klarmachen, dass ein Großteil der Herstellung dieser Technologien heute eigentlich im Manufakturmaßstab erfolgt und wir brauchen die Industrialisierung dieser Produktion, dann werden auch erneuerbare Energien wettbewerbsfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Statt volle Teller also voller Tank! Felix Matthes, finden Sie es richtig Nahrungsmittel zu Biogas zu verarbeiten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Ich glaube, da muss zwei verschiedene Dinge sehen. Erstens geht’s da im Moment um eine Marktanpassungsphase, die Nachfrage, und das ist ja klar gesagt worden, kam sehr überraschend und die Produktion ist nicht entsprechend ausgeweitet worden. Das heißt, es wird dort Anpassung geben, gerade, wenn der Getreidepreis sehr sehr hoch ist, aber wir haben natürlich auch technologische Entwicklungen, die einen Teil der Dramatik aus der Diskussion rausnehmen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Da sprechen wir gleich noch rüber! Erst einmal die Frage, also so ganz unbegrenzt lässt sich die Anbaufläche aber ja nicht ausweiten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Ja, aber wir haben Weltmärkte, die auch in der Lage waren sehr sehr große Mengen an Getreide verfügbar zu machen und da muss man die Situation ein bisschen unterscheiden. Das ist in der europäischen Union nicht so ein großes Problem, weil dieses Getreide ohnehin nur im begrenzten Maße dem Weltmarkt zur Verfügung steht, das sieht in Amerika, wo das Schlagwort Tortillakrise ja schon die Runde macht, ein bisschen anders aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Sie haben eben auf die Technologien hingewiesen, die die Lage möglicherweise entspannen, welche sind das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Die Technologie, das man letztendlich nur, die auch für Lebensmittel nutzbaren Teile der Pflanzen, für die Energiegewinnung nutzt, ist eigentlich nur ein wichtiger Weg für die Einführungsphase. Wir haben Technologien in der technologischen Entwicklung die eine Arbeitsteilung erlauben werden. Das Korn für den Teller und den Strohhalm für die Energie! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>27.06.2007, 14:42</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5627.html</guid>
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		<item>
			<title>Insel der Seeligen – Sonnenhäuser zum Geldverdienen</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5626.html</link>
			<description>In Freiburg steht seit Kurzem die modernste Solarsiedlung der Welt. Der Clou: die sogenannten &quot;Plusenergiehäuser&quot; produzieren mit ihren Solarzellen auf dem Dach mehr Strom als sie verbrauchen. Der überschüssige Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Damit können Hausbesitzer pro Jahr bis zu 5.000 Euro verdienen. Da sind die 15 Prozent Mehrkosten für das Energiespar-Haus gegenüber einem herkömmlichen schnell wieder eingespielt. Die von Freiburger Architekten konzipierte Solarsiedlung zieht internationale Besuchergruppen in Scharen an. Joachim Eggers über das Sonnenglück in der Solarsiedlung.</description>
			<pubDate>27.06.2007, 14:37</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5626.html</guid>
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		<item>
			<title>Sprit statt Brot – die Getreidepreise explodieren</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5625.html</link>
			<description>Deutschlands größter Agrarhändler, die Münchener Baywa, schlägt Alarm: Global werde zu viel Getreide für die Produktion von Biokraftstoffen verwendet. Weizen und Mais werden daher an anderer Stelle knapp, was die Preise auf dem Weltmarkt geradezu explodieren lässt. Allein in den letzten 12 Monaten ist der Preis für Weizen, Mais und Futtergerste um bis zu 70 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sinken die weltweiten Getreidereserven auf neue Tiefstände. Zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehören die deutschen Landwirte. Doch dramatische Auswirkungen könnten die immens hohen Getreidepreise in weniger entwickelten Ländern haben. Eine Reportage von Wolfgang Bernert.</description>
			<pubDate>27.06.2007, 14:36</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5625.html</guid>
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		<item>
			<title>Schlaue Schweizer – Edelstrom aus Wasserkraft</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5624.html</link>
			<description>Mehr als 500 Wasserkraftwerke gibt es in der Schweiz – sie produzieren zwei Drittel des schweizerischen Stroms. Der Rest wird exportiert. Das lohnt sich für das kleine Land, das damit mehr als 600 Millionen Euro im Jahr verdient. Das Konzept: Tagsüber lassen die Wasserkraftwerksbetreiber das Wasser vom oberen See in den unteren fließen und produzieren damit Strom, der hohe Verkaufspreise erzielt, nachts wird das Wasser mit billigem Strom aus dem Ausland wieder nach oben gepumpt. Umweltschützer sehen das Business skeptisch. Sie sagen, die Wasserkraftwerke veredeln den Strom nur, denn der billige Nachtstrom kommt hauptsächlich aus Kohlekraftwerken. Hagen Tober berichtet. </description>
			<pubDate>27.06.2007, 14:34</pubDate>
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		<item>
			<title>Ingenieure – Nachwuchs verzweifelt gesucht</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5614.html</link>
			<description>Der Mangel an Fachkräften droht den Wirtschaftsaufschwung zu bremsen. Den Unternehmen gehen Umsätze in Milliardenhöhe verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher war das Thema eher ein Problem für Experten: Jetzt schlägt die Bundesagentur für Arbeit Alarm: Derzeit sind mindestens 13.000 Stellen unbesetzt. Insgesamt fehlen der deutschen Wirtschaft bis zu 48.000 Ingenieure. Den Unternehmen gehen dadurch jedes Jahr Umsätze von 3,5 Milliarden Euro verloren - so das Institut der deutschen Wirtschaft. Und: Das Problem wird immer drängender, je stärker die Wirtschaft wächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Automobilzulieferer Brose im fränkischen Coburg kennt das: Die Liste der offenen Stellen ist lang, 80 Ingenieure fehlen in der Entwicklungsabteilung des Unternehmens. Qualifizierten Nachwuchs zu finden wird aber immer schwieriger. Manche Unternehmen zahlen sogar hohe Prämien für die erfolgreiche Vermittlung eines neuen Ingenieurs. Die Konkurrenz zwischen den Firmen ist gross, sie gehen direkt an die Hochschulen um den Nachwuchs zu rekrutieren. Eine Reportage von Klaus Enderle.</description>
			<pubDate>19.06.2007, 16:01</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5614.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast - Michael Heise, Chefvolkswirt Allianz Dresdner Bank</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5613.html</link>
			<description>Unsere Moderatorin Katrin Prüfig unterhält sich mit Michael Heise über die Nachwuchssorgen der deutschen Unternehmen und die Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Michael Heise, es sind super Jobs zu vergeben und keiner will sie. Was läuft da falsch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: In manchen Bereichen der deutschen Wirtschaft hat es in den letzten Monaten in der Tat einen ganz kräftigen Auftragsanstieg gegeben, den man personalpolitisch gar nicht richtig abfedern oder vorbereiten konnte. Insofern gibt es in einigen Sektoren und Branchen der Wirtschaft tatsächlich einen Mangel an Fachkräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Liegt es denn dann an den Unternehmen? Sind die selber Schuld daran, dass sie die Stellen jetzt nicht besetzen können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Das kann man so sicherlich nicht sagen. Dieser kräftige Anstieg der deutschen Exportkonjunktur, des Maschinenbaus, der Elektrotechnik war in diesem Umfang nicht abzusehen. Insofern wäre es keine sinnvolle Strategie gewesen, zu viel Personal über die Jahre der Schwäche hinaus vorzuhalten, um es jetzt bereitzuhalten. Ich denke schon, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland ziemlich flexibel ist. Es gibt Millionen von Menschen, die Jahr für Jahr ihren Job wechseln und insofern wird auch kein akuter Engpass hier entstehen, der das Wachstum sehr stark behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Den offenen Ingenieursstellen stehen aber auch ganz ganz viele Arbeitslose Ingenieure gegenüber! Warum passen die nicht auf diese offene Stellen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Ja ich glaube, dass ist bei Ingenieuren so wie bei allen Berufsständen. Es gibt immer welche deren Qualifikationen nicht mehr ganz zu den Erfordernissen passt, die der Markt verlangt werden und in so fern muss man das glaub ich überall in Anrechnung stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die sind arbeitslos und bleiben arbeitslos!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Das glaube ich eben nicht, dass wird kein Dauerphänomen sein. Auch Ingenieure haben auch die Möglichkeit, sich dann weiter zu entwickeln und weiter an die aktuellen, modernen Techniken heranzukommen. Und wenn die Nachfrage sich so weiter entwickelt wie in den letzten Monaten, werden auch diese Ingenieure bald einen Job finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Fakt ist auf jeden Fall, dass der Mangel an Ingenieuren ist den vergangenen Jahren sehr viel größer geworden ist. 2004 gab es 7000 offiziell als offen gemeldete Ingenieursstellen bei der Bundesagentur für Arbeit. Zuletzt sind es schon 12.000. Die wirkliche Zahl der offenen Stellen ist wahrscheinlich noch dreimal so hoch. Aus Ihrer Sicht der aktuelle Ingenieursmangel ist es eine Gefahr für den Aufschwung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Akut ist es keine Gefahr! Wie ich meine haben wir eben einen sehr mobilen Arbeitsmarkt, wir haben die Möglichkeit auch mehr Ingenieure aus dem Ausland anzulocken. Viele haben ja auch insbesondere auch Architekten, wenn man das ein bisschen weiterfasst, in den letzten Jahren Deutschland verlassen. Wir können hier über einen Rückzug auch wieder Kapazitäten gewinnen und man muss auch sehen, dass sich an den Universitäten in Deutschland sehr viel tut. Dass das Studium der Naturwissenschaft, der Ingenieurswissenschaft wieder oben ansteht. Die Berufschancen sind hervorragend und die öffentliche Hand steckt eine ganze Menge Geld in diese Ausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Jede offene Ingenieursstelle verhindert sozusagen Innovation und jeder Ingenieur, der nicht im Job ist, verhindert auch, dass er weitere Stellen schafft durch seine Arbeit! Das Problem ist doch gerade akut schon da?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Das ist kein Problem, das wir lange akzeptieren und dulden können, denn Sie haben vollkommen recht: Wenn Ingenieure fehlen, dann fehlt es möglicherweise auch an Innovation in der Wirtschaft und dann entstehen andere Jobs nicht, die wir sonst hätten. In so fern muss alles getan werden, um diesen Mangel zu beseitigen, aber ich glaube es wird einiges getan in der Ausbildung, in der Hochschulbildung insbesondere ist sehr viel in Bewegung geraten in Deutschland und wir haben die Möglichkeit wie gesagt der Immigration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wirtschaftsverbände fordern gerade aktuell von der Bundesregierung, mehr Zuwanderung zuzulassen. Was hindert denn die Bundesregierung daran, das zu tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Ich glaube, es hindert uns eigentlich nichts, das zu tun. Viele andere Länder tun es und lassen Zuwanderung eben auch unter berufsspezifischen oder Qualifikationskriterien zu. Wir sollten es in Deutschland tun. Wir verdrängen damit keine anderen Arbeitskräfte vom Arbeitsmarkt. Wir stärken unser Wachstum und das Hauptproblem ist: Wir müssen attraktiv genug sein, damit diese Fachkräfte kommen.</description>
			<pubDate>19.06.2007, 15:59</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5613.html</guid>
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		<item>
			<title>Martin Richenhagen – König der Traktoren</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5612.html</link>
			<description>Er ist der einzige Deutsche an der Spitze eines amerikanischen Großkonzerns. Als Chef des US-Landmaschinen-Herstellers AGCO setzt Richenhagen auf Globalisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den amerikanischen Top-Unternehmen, den &quot;Fortune 500&quot;, gibt es nur ein einziges mit einem deutschen Vorstandschef: Seit drei Jahren führt Martin Richenhagen, 54, den Landmaschinen-Hersteller AGCO im US-Bundesstaat Georgia. Als junger Mann wollte der gebürtige Kölner etwas werden, wo er niemals Krawatten tragen muss. Nach kurzen Karrieren als Reitlehrer und Studienrat für Religion schloss Richenhagen dann aber doch Freundschaft mit dem Windsorknoten und wandte sich der Welt der Wirtschaft zu. Gut möglich also, dass sein ungewöhnlicher Werdegang Martin Richenhagen auf seinem Sprung über den großen Teich zugute kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kommt die rheinländisch-lebensfrohen Art des Deutschen, die zum amerikanischen Führungsstil passt. AGCO ist mit fünf Milliarden Dollar Umsatz und 16.000 Mitarbeitern der drittgrößte Player auf dem Weltmarkt für Landmaschinen und will sich – unter anderem mit Hilfe seiner deutschen Tochter FENDT – vor allem in Europa und Asien neu positionieren. Patrick Benning hat den Traktorenkönig auf seiner Globalisierungstour begleitet.&lt;br /&gt;
 </description>
			<pubDate>19.06.2007, 15:58</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5612.html</guid>
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		<item>
			<title>Lubmin – Hoffen auf das große Geschäft mit der Gaspipeline</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5611.html</link>
			<description>Die Ostseestadt profitiert von dem Großprojekt – lange bevor es fertig gestellt ist. Seitdem bekannt ist, dass die Gaspipeline aus Russland im Ostseehafen Lubmin endet, siedeln sich dort Industrieunternehmen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange hat die mecklenburg-vorpommerische Kleinstadt auf den Aufschwung gewartet. Jetzt ist er da. Ein Hoffnungsschimmer für die Region, in der nach wie vor jeder fünfte ohne Job ist. In wenigen Jahren soll die Pipeline am neuen Industriehafen in Lubmin ankommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem riesigen Gelände eines ehemaligen Kernkraftwerks entsteht gerade ein neuer Energie- und Produktionsstandort. Lubmin erlebt einen Investitionsboom: Mit 20 Investoren sind Verträge abgeschlossen worden, vier Milliarden Euro wurden schon investiert. Der Industriepark ist ausgebucht. Die Auftragsbücher sind voll. 800 neue Jobs sollen entstehen. Eine Standort-Reportage von Grit Hofmann.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>19.06.2007, 15:58</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5611.html</guid>
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		<item>
			<title>CO2-Schleuder Flugzeug – Lufthansa will mehr für Klimaschutz tun</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5610.html</link>
			<description>Allein durch Warteschleifen und Staus im Himmel verpulvern die Airlines Tausende von Tonnen Kerosin im Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgerechnet über den Wolken - da scheint das Thema Klimaschutz noch nicht angekommen zu sein. Die Fluglinien zahlen weder Steuern für Kerosin noch sind sie am Handel mit CO2-Zertifikaten beteiligt. Dabei gehören Flugzeuge zu den größten Umweltverschmutzern. Aber jetzt steigt der öffentliche Druck - die Airlines sollen künftig beim Emissionshandel mitmachen. Das bedeutet Milliarden an Kosten pro Jahr. Die Fluggesellschaften protestieren gegen die Pläne und sehen die europäische Branche benachteiligt. Sie setzen auf Innovation und treibstoffarme Flotten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lufthansa investiert deshalb gerade in die Flottenmodernisierung - das größte Umbauprogramm der Konzerngeschichte, so behauptet das Unternehmen. Gleichzeitig fordert die Lufthansa eine einheitliche EU-Flugsicherung um die Staus am Himmel zu verringern. Unser Reporter Michael Altenhenne hat sich einen Tag am größten deutschen Flughafen in Frankfurt umgeschaut.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>19.06.2007, 15:57</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5610.html</guid>
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		<item>
			<title>Vorzeigefabrik – Opel drückt aufs Tempo</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5596.html</link>
			<description>Das Opelwerk in Eisenach ist eines der effizientesten Autowerke in Europa. In nur 15 Stunden wird hier ein kompletter Corsa zusammengebaut. Vor einigen Jahren dauerte das noch 23 Stunden! Der Konkurrenzkampf im Automobilbau ist knallhart. Denn Kleinwagen dürfen nicht zu teuer sein. Um am Standort Deutschland auf Dauer überleben zu können, muss supereffizient produziert werden. Denn die Löhne sind wesentlich höher als beispielsweise an osteuropäischen Billigstandorten. Die Arbeiter im ostdeutschen Eisenach arbeiten schon drei Stunden pro Woche länger als ihre Westkollegen - und das für 80 % des Lohns. Die Mitarbeiter werden dabei verstärkt vom Management eingebunden. Viele Verbesserungsvorschläge kommen von der Belegschaft. Auch deshalb gilt das Werk in Eisenach als Vorzeigefabrik. Eine Reportage von Robert Donauer über ein Werk, in dem immer mehr Autos in immer kürzerer Zeit vom Band laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge eines neuen Opel Corsa. Bei Sven Brandau muss jeder Hangriff sitzen. Denn von seiner Schnelligkeit hängen alle anderen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Wie lange arbeiten Sie denn schon hier?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven Brandau, Mitarbeiter Rohbau: &quot;13 Jahre...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Und was hat sich verändert in der Zeit?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sven Brandau: &quot;Alles schneller geworden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 15 Stunden entsteht heute hier im Eisenacher Werk ein Opel Corsa. 23 waren es noch vor einigen Jahren. Und am Anfang der Produktion arbeiten mittlerweile fast nur noch Roboter. Doch auch die Mitarbeiter müssen funktionieren - fast wie die Roboter. Und die Effektivität muss steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Schwanke, Mitarbeiter Fertigmontage: &quot;Was sich geändert hat? Ja, wir bauen mehr Autos in kürzerer Zeit.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Was heißt das für Sie?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Jürgen Schwanke: &quot;Intelligenter arbeiten, heißt das für mich. Keinen Handgriff doppelt mache, dass ich die Wege minimiere. Dann klappt das am Ende dann auch schon.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stress durch Zeitdruck. Auch der Betriebsratsvorsitzende kann nicht verhindern, dass alle in immer weniger Zeit immer mehr leisten müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harald Lieske, Betriebsratsvorsitzender: &quot;Wir sehen hier im Moment verschiedene Teile: Schwarze Teile, graue Teile. Und der Mitarbeiter muss also, wenn er das Fahrzeug montiert sich umdrehen, seine Teile greifen, muss entscheiden, brauche ich das graue, brauche ich das schwarze. Und diese Entscheidung wird ihm künftig abgenommen. Er kriegt einen Kasten passend zum Cockpit, und da sind alle Teile drin. Er muss sich nicht mehr umdrehen, er muss nicht mehr denken, er hat nur hier einen Kasten und baut die Teile mit einem Handgriff ein.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann nur funktionieren, weil die Teile der Zulieferfirmen genau so ankommen, wie sie gebraucht werden: in der richtigen Reihenfolge und ohne Verpackung. Das spart viel Arbeit im Opel-Werk und macht Lager fast unnötig. In einer Spezialwerkstatt arbeiten Klaus Freiberg und seine Kollegen an weiteren Verbesserungen. Vor kurzem haben sie einen Coup gelandet. Sie haben eine Montagehilfe für einen schweren Fahrradträger entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Freiberg: Mitarbeiter Werkstatt: &quot;Ja, bis jetzt hätten zwei Mann den in die Höhe heben müssen und hätten dann von Hand montieren müssen. Und erst mal wäre ja ein weiterer Mann erforderlich, und außerdem geht es ja auch auf die Knochen, ist ja nicht ganz leicht mit 44 Kilo.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das neue, kompakte Montagegerät können jetzt auch in Eisenach Corsas mit Fahrradträger montiert werden. Früher gingen diese Aufträge an das konkurrierende Werk in Spanien. Die Arbeit ist anstrengend. - Doch wer eine Idee hat, wie sie leichter wird, kann sie einreichen. Dadurch muss vieles heute nicht mehr mühsam von Hand fixiert werden, sondern rückt automatisch in die richtige Position.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Ist die Arbeit für Sie denn jetzt leichter geworden mit dem Auspuff?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olaf Cyron, Mitarbeiter Endmontage: &quot;Mit dem Auspuff - ja auf jeden Fall. Wir müssen ja jetzt nicht mehr nachrichten. Das war ja furchtbar vorher!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.000 Verbesserungsvorschläge hatten die Mitarbeiter im vergangenen Jahr. Und die Manager des Werks wissen, dass sie die 1800 Arbeitsplätze auf Dauer nur sichern können, wenn alle mithelfen .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthias Mederacke, Manager: &quot;Wir bauen den Corsa jetzt in 15 Stunden und sind auch ziemlich stolz darauf. Wie wir den nächsten Corsa, die nächste Generation bauen werden, weiß ich nicht genau. Aber es ist mit Sicherheit eine Zeit, die drunterliegt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut 140.000 Corsas verließen im vergangenen Jahr das Opelwerk in Eisenach. - In diesem Jahr müssen es fast 40.000 mehr sein.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>13.06.2007, 16:04</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5596.html</guid>
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		<item>
			<title>Zweite Chance – Nach der Pleite schafft Lanfer den Neuanfang</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5595.html</link>
			<description>Fast hätte Alfred Lanfer resigniert. Seine Firma stand 2003 vor dem Ruin. Zu viele Schulden! Doch Lanfer schaffte es, das Ruder herum zu reißen. Dank neuer Investoren und dank seiner Mitarbeiter. Das Systemhaus baut Schaltanlagen und bietet IT-Dienstleistungen an, viele der Beschäftigten sind im Außendienst direkt bei den Kunden. Jetzt sind sie anders als früher direkt am Unternehmenserfolg beteiligt. Mitarbeiter als Mitunternehmer – das klappt. Inzwischen hat Lanfer wieder 52 Beschäftigte, fast so viele wie vor der Pleite. Kerstin Schweizer zeigt, dass ein Insolvenzantrag auch einen Neuanfang bedeuten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>13.06.2007, 16:03</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5595.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast - Klaus Deutsch, Deutsche Bank Research</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5594.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
DW-TV: Es gibt nur einen einzigen Preis in Deutschland für solche Wieder-Aufsteher. Fragen an Klaus Deutsch von Deutsche Bank Research. Scheitern gilt in Deutschland noch immer als Makel. Warum ist das so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Na ich will unterscheiden zwischen Unternehmen und zwischen Arbeitnehmer. Bei Unternehmen hat man gesehen, als sich die vielen Firmen -allein der New Economy- dann doch zum Teil wieder in Luft auflösten, dass diese Betriebe nicht mit einem Makel versehen wurden. Im Handwerk mag das anders aussehen und bei Arbeitnehmern entdeckt man auch ein Umdenken. Dort ist der Verlust eines Arbeitsplatzes nicht mehr die größte Tragödie und viele bewegen sich dann in ganz neue Tätigkeiten hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Trotzdem ist beispielsweise in den USA der Umgang mit Pleiten, gescheiterten Projekten, oder dem Arbeitsplatzverlust sehr viel entspannter - auch in dem Denken, man macht einen großen Fehler selten zweimal. Wie kann man diese entspanntere Haltung auch nach Deutschland bringen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Wichtig ist, dass die Manager von solchen Firmen es als eine Möglichkeit sehen, daraus zu lernen und sozusagen den Fehler nicht noch einmal machen, um dann ihre Geschäfte besser zu führen. Und man sieht es ja auch immer wieder bei großen Konzernen, dass bestimmte Projekte einfach zum Scheitern verurteilt sind, man dann rechtzeitig die Reißleine ziehen muss, um andere Wege einzuschlagen. Denken Sie an Firmen wie Toll Collect, die anfänglich große Schwierigkeiten hatten, und wo dann die Kurve heute zu einem Exportschlager geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Immer wenn Sie bei uns sind, dann schauen wir uns die Aussichten für die Weltwirtschaft an. Da müssen wie ja nicht über Scheitern oder Niedergang reden, sondern eher um Aufschwung. Hier kommt der DBIX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der DBIX wird jeden Monat von Deutsche Bank Research exklusiv für DW-TV berechnet. Grundlage sind die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan. Die deutschen Daten sammelt das renommierte Münchner Ifo-Institut. Es fragt jeden Monat die Stimmung bei Tausenden Unternehmern ab. In den USA werden 400 Einkaufsmanager nach ihren Erwartungen befragt. Und in Tokio sammelt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten. Hier der aktuelle DBIX. Nach dem Zickzack-Kurs in diesem Jahr ist der Index nun auf hohem Niveau stabil. Herr Deutsch, was sagt Ihnen der Verlauf diese Kurve?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Wir hatten in den letzten Monaten nach wie vor eine tolle Stimmung in Deutschland gehabt, und das hat sich nicht geändert. Nun sind auch die Amerikaner wieder etwas optimistischer geworden. Dort gibt es eine Krise in der Bauwirtschaft, sie haben zu viele Häuser gebaut in der Vergangenheit und müssen etwas kürzer treten. Aber die Exporte ziehen an und die Unternehmen ordern wieder mehr Güter, weil sie vermuten, dass die Verbraucher doch nicht so stark auf diese Entwicklung reagieren. Und insofern hellt sich das Bild in Amerika wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die Börsen sind in der vergangenen Woche aber trotzdem Achterbahn gefahren. Wie passt das zusammen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Zum Teil liegt das an der Zinsentwicklung. Dort sind die Notenbanken mittlerweile der Ansicht, dass die Konjunktur gut läuft und ziehen die Zinsen etwas hoch. Das ist natürlich schlecht für die Aktienmärkte, und so mischen sich die guten und die schlechten Nachrichten, die Märkte wissen nicht so recht wohin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>13.06.2007, 16:02</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5594.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070612_3_interview.mp4" length="13491613" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>Weltmarktführer - Rosenöl aus Bulgarien</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5593.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
Im bulgarischen Rosental, südlich des Balkangebirges, gedeiht die Damaszenerrose besonders gut. Hier werden 80 % der gesamten Weltproduktion an Rosenöl hergestellt. Es ist für die Kosmetikindustrie unentbehrlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rosenöl, hergestellt aus der Damaszenerrose enthält über 360 Aromastoffe. Beliefert werden Luxuskonzerne weltweit. Die Essenz ist unglaublich teuer. Ein Kilogramm Rosenöl kostet über 4000 Euro. Kein Wunder, denn die Herstellung ist extrem aufwändig. Für ein Kilogramm Rosenöl sind 3,5 Tonnen Rosenblüten erforderlich. Die Blütenblätter werden traditionell per Hand gepflückt. Eine Pflückerin schafft etwa 35 Kilogramm am Tag. Führende Parfümhersteller geben sich in&lt;br /&gt;
diesen Tagen in den Rosenöldestillen die Klinken in die Hand. Hagen Tober hat sich&lt;br /&gt;
im Tal der Rosen umgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>13.06.2007, 16:02</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5593.html</guid>
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		<item>
			<title>Sonne satt - Deutsche Solarenergie für Australien</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5592.html</link>
			<description>Australien gehört zu den größten Kohleexporteuren der Welt. Zudem erzeugt das Land auch 80 % der eigenen Energie mit Kohle. Dadurch hat Australien, in Bezug auf die Bevölkerungszahl, die höchsten CO2-Werte weltweit. Doch langsam wächst auch in Australien ökologisches Bewusstsein. Der australische Solarmarkt wächst überdurchschnittlich: der Anteil der ins Stromnetz eingespeisten Solarenergie stieg 2004 um 20 Prozent. Von dem Umdenken profitieren auch viele deutsche Unternehmen, zum Beispiel die Hamburger Conergy AG, die zu den europaweit führenden Solarunternehmen gehört. Der Umsatz im Australien liegt im zweistelligen Millionenbereich, hat unser Reporter Michael Hyngar erfahren.</description>
			<pubDate>13.06.2007, 16:01</pubDate>
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		<item>
			<title>Energie der Zukunft – warmes Wasser aus der Tiefe</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5577.html</link>
			<description>In Unterhaching bei München entsteht gerade das größte Geothermie-Projekt Deutschlands. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kleine bayerische Städtchen Unterhaching bei München ist unter Geologen schon jetzt weltweit bekannt. Denn dort entsteht gerade das größte Geothermie-Projekt in Deutschland: Ein Strom- und Heizkraftwerk ohne CO2-Ausstoß, das über 2000 Haushalte in der Region beliefern soll. Die Energie kommt aus dem Boden - in mehr als 3000 Metern Tiefe brodelt heißes Wasser, das von dem modernsten und effizientesten Erdwärmekraftwerk zutage gefördert wird. Allein in Bayern könnten so zukünftig bis zu 10 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden. Die Technologie kommt von Siemens und das Unternehmen hofft, dass sein geothermisches Kraftwerk ein Exportschlager wird. Die ersten Interessenten schauen sich schon vor Ort um. Marion Hütter war mit einem Siemensmanager unterwegs. </description>
			<pubDate>05.06.2007, 13:57</pubDate>
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		<item>
			<title>Faber-Castell – mit spitzem Stift im Schwellenland?</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5576.html</link>
			<description>Faber-Castell trotzt in Brasilien mit einer „Sozialcharta&quot; den negativen Auswirkungen der Globalisierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dumpinglöhne, Kinderarbeit, Markendiebstahl – solche negativen Folgen der Globalisierung sind auch Thema beim G-8 Gipfel in Heiligendamm. Doch wie sehen &quot;faire Handelsbeziehungen&quot; aus? Ein deutsches Traditionsunternehmen macht es vor: Faber-Castell produziert in Brasilien und das nicht mit spitzem Bleistift. Mit einer &quot;Sozialcharta&quot; versucht die mittelständische Firma, den negativen Auswirkungen der Globalisierung zu trotzen und gleichzeitig global zu wirtschaften. Faber-Castell in Brasilien heißt: Selbstverpflichtung zum Verbot von Kinderarbeit, Wahl von Betriebsräten, geregelte Arbeitszeit und viele Sozialleistungen. Die Nürnberger Blei- und Farbstifte- Dynastie Graf von Faber-Castell hat für ihre Unternehmensethik schon mehrere Preise gewonnen. Detlef Urban hat einen jungen Arbeiter bei Faber-Castell in Brasilien begleitet.</description>
			<pubDate>05.06.2007, 13:56</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5576.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast – Tilman Brück zur Globalisierung</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5575.html</link>
			<description>Tilman Brück forscht am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. Wir sprechen mit Tilman Brück über die Auswirkungen der Globalisierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Tilman Brück vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung ist heute bei uns zu Gast im Studio. Das Beispiel Bolivien zeigt doch eigentlich, dass die Menschen oft nur die Wahl haben zwischen Pest oder Cholera. Also entweder ist das Wasser verseucht, oder aber unbezahlbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tilman Brück: Das Problem ist nicht die Privatisierung der Wasserwerke an sich, sondern diese Maßnahme muss ergänzt werden durch unterstützende und soziale Maßnahmen, die den Leuten helfen, dass sie sich das Wasser leisten können. Auch in Deutschland gibt es ja das Brot in der Bäckerei nicht umsonst, sondern arme Leute in Deutschland kriegen staatliche Unterstützung, um sich dann das Brot kaufen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das heißt, staatliche Unterstützung für die armen Menschen, damit die Unternehmen den Profit aus den armen Ländern rausziehen können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tilman Brück: Etwas Profit muss sein, sonst gibt es keine Anreize für Unternehmer zu investieren. Wichtig ist, dass die Wasserwerke effizient organisiert werden, so dass kein Wasser vergeudet wird. Und das kann manchmal die Privatwirtschaft besser als der Staat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Kann es denn überhaupt einen fairen Welthandel geben, oder ist das nur ein versponnener Wunschtraum von Utopisten wie Jeffrey Sachs? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tilman Brück: &quot;Fair&quot; ist ein subjektiver Begriff, den kann man sehr schwer in der Praxis umsetzen. Aber sicherlich kann der Welthandel verbessert werden und für beide Seiten langfristig zum Gewinn gemacht werden. Ein Beispiel sind die Agrarsubventionen der reichen Länder: da schützen wir eine ganz kleine Minderheit unserer eigenen Bevölkerung und schneiden auch unseren Konsumenten von Agrarprodukten ein bisschen das Wasser ab. Die leiden auch darunter, dass wir so hohe Preise zahlen. Viele Leute würden vielleicht lieber auch Nahrungsmittel aus anderen Ländern importieren, statt die teuren deutschen Produkte zu kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wie realistisch sind dann die Ansätze von Jeffrey Sachs?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tilman Brück: Die sind eigentlich sehr realistisch. Er ist eher Realist, nur müsste man es mal tun. Die Regierungen im Norden haben zu wenig politischen Druck, um diese Reformen auch tatsächlich intern umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  DW-TV: Nehmen wir noch ein anderes Beispiel, bei dem die Unterschiede zwischen den Kontinenten sehr deutlich werden. Es geht um den Klimaausstoß, und da sehen wir eine Grafik und darauf die sehr unterschiedliche Entwicklung. Momentan natürlich die USA der größte Umweltverschmutzer, aber die Schwellenländer holen da sehr stark auf. China zum Beispiel: im vergangenen Jahr fast 4,5 Milliarden Tonnen CO2-Ausstoß. Jetzt gibt es ja die ersten Anbahnungen, dass man sagt, wir müssen etwas gegen den CO2-Ausstoß machen. China und die anderen Schwellenländer sagen: wir sehen das nicht unbedingt ein, wir sind nicht für den &quot;status quo&quot; verantwortlich. Außerdem müssen wir rasant wachsen, und das geht nun mal einher mit dem starken Ausstoß von CO2. Da gehen den Industriestaaten die Argumente schon schnell aus, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tilman Brück: Der Punkt ist, dass sich die Geschichte in diesem Fall nicht unbedingt wiederholen muss. So wie Deutschland und auch die USA gewachsen sind und zum Teil noch wachsen, so muss China nicht wachsen. Wir haben eine neue Weltwirtschaftsordnung mit der Globalisierung, mit dem technischen Wandel, mit dem Internet. Es gibt neue Technologien, die auch China einsetzen kann, um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Da muss ein Lernprozess in China einsetzen, dass langfristig wir alle gemeinsam handeln müssen, da darf es keine Ausnahmen geben. Das Wasser steht uns bis zum Hals, wir müssen gemeinsam handeln, damit wir nicht untergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  DW-TV: Wir haben eine neue Wirtschaftsordnung, haben Sie eben gesagt, wir haben aber die alte G8-Gruppe. Länder wie China und Indien sitzen da jedes mal eher am Katzentisch dabei, gehören aber nicht richtig dazu. Muss sich da nicht erst etwas ändern, bevor wir die Reformen konkret angehen können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tilman Brück: Ich glaube, da sind die Erwartungen an den G8-Gipfel zu hoch. Das ist ursprünglich ein informeller Gesprächskreis gewesen, und eigentlich sollte er das auch bleiben. Sowohl die Gegner der G8, als auch die Betreiber betonen eigentlich zu stark, was man davon erwarten kann. Letztendlich ist es gut, wenn die Leute miteinander reden, aber die Entscheidungen sollten schließlich im multilateralen Rahmen, z.B. von der UN, getroffen werden, und da sitzen alle Länder mit am Tisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview. Thomas Helfrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>05.06.2007, 13:54</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5575.html</guid>
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		<item>
			<title>Globalisierung – Wohlstand für alle?</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5574.html</link>
			<description>Der amerikanische Ökonom Jeffrey Sachs zu den Folgen von ungerechtem Welthandel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der amerikanische Ökonom Jeffrey D. Sachs ist da skeptisch. &quot;Den Worten müssen endlich Taten folgen&quot;, fordert der UN-Berater vehement. Die reichen Länder müssen mehr Hilfe bereitstellen, so Sachs. Nur so ließe sich die Armut in der Welt bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die Realität sieht anders aus - vor allem in Afrika. Ein Beispiel: Die Bauern in Mali kriegen immer weniger Geld für ihre Baumwolle. Seit zehn Jahren fallen die Preise auf dem Weltmarkt drastisch, weil die Industrienationen ihre Produzenten hoch subventionieren. Aber auch in den Indutrieländern selbst löst die Globalisierung Ängste aus. Denn Jobs für weniger Qualifizierte wandern ab - immer dahin, wo für menschliche Arbeit noch weniger gezahlt wird. Jeffrey D. Sachs kennt all diese Facetten und glaubt trotzdem, dass es auch besser geht. Zu den Folgen von ungerechtem Welthandel und wandernden Arbeitsplätzen hat der rennomierte Wirtschaftsprofessor Ute Walter Rede und Antwort gestanden. &lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>05.06.2007, 13:53</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5574.html</guid>
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		<item>
			<title>Klimawandel – deutsche Windkraftfirma in China</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5573.html</link>
			<description>Der Klimawandel heizt das Wachstum an. Eine deutsche Windkraftfirma macht gute Geschäfte in China. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Jahre herrschte beim norddeutschen Windanlagenhersteller Nordex Flaute. Doch nun winken wieder glänzende Geschäfte. Der Umsatz wächst um über 60 Prozent – dank der Auslandsnachfrage. Nordex expandiert stark auf dem chinesischen Markt. Denn China gehört zu den grössten Umweltsündern weltweit und ist gleichzeitig eine der wichtigsten Märkte für deutsche Umwelttechnik. Das Land will bis 2020 über 150 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investieren. Firmen wie Nordex profitieren davon. Das Unternehmen hat sich in China mittlerweile erfolgreich etabliert. Ob Permafrostboden, Taifungefahr oder Wüstenklima – Nordex baut in Asien für alle Klimazonen und Gegebenheiten die entsprechenden Anlagen. Die neue Flügelfertigung in der Nähe von Qingdao ist die erste in China, die ausschließlich in ausländischer Hand ist. Eine Reportage über die Schwierigkeiten und Erfolge des Windprofis in China von Sibylle Rothe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>05.06.2007, 13:52</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5573.html</guid>
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		<item>
			<title>Kerkhoff – Der Herr des Einkaufs</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5558.html</link>
			<description>Indien ist eines seiner neuesten Standbeine. Viele Unternehmen auf dem Subkontinent sind längst zu potenziellen Kunden geworden. Wenn Kerkhoff in Indien unterwegs ist, schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe: Neben der Suche nach neuen Kunden besucht er auch mögliche Zulieferer für seine deutschen Auftraggeber, denn auf dem indischen Markt ist vieles noch günstiger zu bekommen. Aber nicht nur der Preis, auch die Zuverlässigkeit und natürlich die Qualität sind wichtig bei seinen Recherchen. Michael Wetzel hat Gerd Kerkhoff auf Einkauftstour in Indien und bei einem Beratertreffen in Düsseldorf begleitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besuch in einer kleinen Näherei im indischen Mumbai. Wenn Unternehmensberater Gerd Kerkhoff auftaucht, kann das ihre Zukunft verändern. Kerkhoff sucht im Auftrag seiner Kunden nach dem perfekten Zulieferer. Das ist vielleicht diese Näherei. Der Kunde in Europa will vor allem Kosten sparen. Gerd Kerkhoff: &quot;Das ist wirklich abhängig von Produkt zu Produkt. Das kann anfangen bei 10 Prozent nach allen Kosten die entstehen, Transport und so weiter. Bis hin zu 50 Prozent. Der Kundfe muß das richtig spüren. Andernfalls würde er a) den Lieferanten nicht wechseln und b) die Produktion so weit entfernt ansiedeln.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein noch so kleiner Produzent in Indien könnte genau der Richtige sein. Den muss man aber erstmal finden. Kerkhoff ist darauf spezialisiert. Kerkhoff guckt nicht nur nach Preis und Qualität, sondern auch nach den Arbeitsbedingungen. Landesübliche Standards sind ausreichend. Kinderarbeit ist tabu. Heute bleibt es aber beim Informationsbesuch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Büro in Mumbai gibt es seit 3 Jahren, mit mehr als 20 Beratern. Alle paar Monate ist Kerkhoff hier, um nach dem Rechten zu schauen. Heute aber verkündet er eine neue Strategie. Bisher haben seine Mitarbeiter in Indien nur Lieferanten für europäische Kunden gesucht. In Zukunft sollen sie auch indische Firmen beim Einkauf beraten, so Kerhoffs neue Strategie: &quot;Das Billiglohnland Indien gerät selbst unter Kostendruck. Deshalb müssen wir das Produkt, das wir in Europa anbieten, jetzt auch indischen Unternehmen verkaufen. Die sind dafür sehr offen...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Kundengespräche wird Kerhoff selbst führen. Da darf die Kamera nicht mit. Die Kunden wollen Diskretion. Wir treffen ihn nach dem Gespräch. Nicht alles ist glatt gelaufen. Bis zum Auftrag, das wird noch dauern. Aber Kerkhoff ist hartnäckig. &quot;Ich meine das muss man ja auch mal sehen. So eine Unternehmensgruppe muss man in Deutschland oder in Europa sehr lange suchen. Die sich sowohl beschäftigen mit Consumer Goods. Also die produzieren Kekse, betreiben gleichzeitig ne Airline, betreiben 'nen Real Estate Geschäft, bauen Bürogebäude somit, hier in Indien, haben ein chemisches Unternehmen und das als ein Konglomerat einer Familie gehörend. Das wär ein sehr interessanter Kunde.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ein Verkehrsstau. Alltag in Indien. Genauso wie die Armut. Unternehmensberater Kerkhoff: &quot;Der erste, der zweite, der dritte Besuch in so einem Land sind schon sehr beeinträchtigend. Man lernt dann, damit umzugehen. Und ich glaube irgendwann wird man Inder! Man nimmt es nicht mehr wahr. Außer wenn so ne extreme Nähe entsteht. Ich habe selber ja zwei Töchter zum Teil dann auch in dem Alter, die hier betteln, das fällt dann schon immer wieder erneut schwer.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Zeit bleibt, zwischen den Terminen, dann macht Kerkhoff auch selbst, was er anderen gerne empfiehlt: Einkaufen. Zum Beispiel Brillen, die sind hier viel billiger als in Deutschland: &quot;Ich achte eigentlich nur darauf, dass sie mir gefällt, zunächst einmal. Ich hab hier mehrere gekauft. Sie werden es nicht glauben, selbst die, die ich trage ist hier in diesem Geschäft entstanden.&quot; Acht Brillen kaufen Kerkhoff und seine Begleiter. Dreißig Mal war Kerkhoff in den letzten Jahren sicher schon im Land. Aber immer noch entdeckt er Neues. Wie hier eine hinduistische Tradition. 'Kirtan' nennen die Inder diese religiöse Zeremonie. Kerkhoff ist beeindruckt. Und: Sprachlos. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Alltag in Deutschland ist weniger farbenfroh. 36 Stunden später in Düsseldorf. Wenn er reist, hält seine Frau Stefanie hier die Fäden in der Hand. Heute abend sind fast alle seine Berater versammelt. Eine seltene Gelegenheit, die er nutzt, um seine Erfolge in Indien zu verkaufen: &quot;Wir haben drei Termine aus den Top Ten Unternehmen, die wollen, dass wir uns in vier Wochen zusammen setzen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal wirkt Kerkhoff fast etwas ungehalten. Dann, wenn er das Gefühl hat auf Widerstände zu stoßen, bei seinen eigenen Leuten. Dabei, so sagt er, kann er Kritik eigentlich durchaus vertragen: &quot;Nur solange die Kritik als Kritik bleibt, also ohne zu sagen, wie man es besser machen kann, dann werde ich – man kann dann sagen – willkürlich entscheiden. Ok?&quot; Denn eins will er auf keinen Fall: Dem Markt hinterherrennen.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>30.05.2007, 16:51</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5558.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast – Thomas Straubhaar zu Globalisierung</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5557.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
DW-TV: Der Markt, das Wachstum und die Globalisierung, dazu jetzt Fragen an Professor Thomas Straubhaar, Präsident des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitutes. Was reizt eigentlich an Indien?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Ich denke, zunächst einmal sicher die Größe, dann aber auch die Qualifikation der dort Beschäftigten. Denken Sie beispielsweise an die Softwareentwicklung, da gibt es Hunderttausende von hochqualifizierten Spezialisten, die eben genau die Dinge liefern können, die wir in Europa nicht so schnell verfügbar haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Längst nicht mehr sind nur die niedrigen Löhne das Ausschlaggebende oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Und längst nicht mehr nur Spielzeuge oder Billigprodukte, sondern das sind hochqualifizierte Dienstleistungen, gerade im Bereich der Kommunikation, der Informationsverarbeitung, der Softwareentwicklung. Das sind Bereiche, in denen Indien aus verschiedenen Gründen sehr weit vorne steht im Weltmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Indien und genauso China haben sich ja in den vergangenen Jahren unglaublich dynamisch entwickelt. Wir sehen hier auf unserer Grafik den Vergleich der Wirtschaftsleistung mit Deutschland: Deutschland 2 Billionen Euro Gesamtwirtschaftsleistung, China knapp dahinter - soll Deutschland demnächst überholen, Indien 659 Milliarden Euro. Wichtige Frage der deutschen Globalisierungsgegner: wachsen diese Länder auf unsere deutschen Kosten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Nein, das wäre, glaube ich, der größte Irrtum, dass das ein Nullsummenspiel ist: dass nur die Einen das gewinnen können, was die anderen verlieren. Das ist das tolle an der Globalisierung und am Welthandel, dass beide insgesamt nach vorne kommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Kann das denn in diesem Tempo weitergehen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Das wird in diesem Tempo weitergehen, sicher nicht immer so stetig immer nur nach oben. Aber in mittlerer und längerer Frist wird es auf jeden Fall durch den Einschluss von China und Indien weiterhin zu stark wachsenden Welthandelsströmen kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Es gibt ja durchaus auch Probleme in diesen Ländern. Wo liegen die Grenzen des Wachstums?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Die Grenzen liegen auch in diesen Ländern dort wo sie in Europa vor 50 oder 100 Jahren gelegen haben, das sind soziale Fragen, das sind Umweltfragen, das sind Fragen der Verteilung dieses raschen Wachstums. Und ich denke, das wird diese Länder auch noch vor das eine oder andere Problem stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Bundeskanzlerin Merkel hat in ihrer Regierungserklärung zum G-8-Gipfel gesagt, man wolle und solle der Globalisierung ein menschliches Gesicht geben. Ist die Globalisierung in der jetzigen Form unmenschlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Nein, das würde ich so nicht sehen. Ich denke, die Globalisierung löst nicht alle Probleme dieser Welt, aber sie hilft auf jeden Fall, die meisten Probleme leichter lösbar zu machen. Was sicher noch wichtig sein wird, ist, dass man nicht mit Argumenten, die sozusagen eher aus einer westlichen, nordischen Sicht kommen, dann versucht, wieder neue Schutzbarrieren aufzurichten gegenüber Gütern aus dem Süden. Und ich denke, das ist das, was ich unter menschlichem Antlitz verstehen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das ist der Vorwurf Globalisierung als Einbahnstraße: nur die Reichen profitieren. Das ist ja in der Tat in vielen Ländern so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Das ist deshalb auch so, weil wir hier sozusagen mit der linken Hand mehr Globalisierung wollen und dann mit der rechten Hand, sobald der Süden was zu bieten hätte, was dem Norden Probleme verursacht, gleich wieder Grenzen hochfahren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Aber selbst in den Ländern, wo Globalisierungsprozesse in Gang sind, hat man den Eindruck, nur wenige werden reich, viele bleiben arm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Das ist richtig, aber das ist oft nicht das Thema der Globalisierung, sondern das ist die Frage: Wie wird Wachstum verteilt und wer kann davon profitieren? Und das hat etwas mit politischen Strukturen zu tun, die in vielen Ländern eben noch so sind, dass sich nur eine kleine Elite bereichert und die große Masse der Menschen nichts davon übrig behält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>30.05.2007, 16:49</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5557.html</guid>
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		<item>
			<title>Paraguay – Spitzenhölzer für den deutschen Markt</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5556.html</link>
			<description>Doch nach jahrezehntelangem Raubbau setzt langsam ein Umdenken ein. Und das lohnt sich auch wirtschaftlich - in Deutschland sind ökologische Hölzer sehr gefragt. Die Freiburger Firma &quot;Unique Wood&quot; stellt Parkettböden aus den hochwertigen Tropenhölzern her. Zu diesem Zweck wurde 2002 ein Joint Venture mit einem Forstbetrieb in Paraguay gegründet. Das Unternehmen engagiert sich für eine umweltverträgliche, nachhaltige Waldbewirtschaftung. Ein großer Teil der Wertschöpfung findet in Paraguay statt und hilft somit, in einem der ärmsten Länder der Region Arbeitsplätze zu schaffen. Eine Reportage von Matthias Kopp. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>30.05.2007, 16:48</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5556.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070529_3_paraguay.mp4" length="35006819" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>Hans Driftmann – Der Flockenkönig</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5555.html</link>
			<description>300 Mitarbeiter beschäftigt das Familienunternehmen und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro. Die Produktion aus dem schleswig-holsteinischen Elmshorn in Billiglohnländer zu verlegen, das kommt für den 59jährigen nicht in Frage. Trotzdem besteht er gegen Konkurrenten wie Kellogg´s, der Mittelständler will sogar Umsatz und Ertrag weiter steigern. MADE IN GERMANY hat den Kölln-Chef besucht, von dem seine Mitarbeiter sagen, er sei einer der wenigen sozial eingestellten Unternehmer. Ein Porträt von Mabel Gundlach. </description>
			<pubDate>30.05.2007, 16:47</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5555.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070529_4_driftmann.mp4" length="24388101" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>Sudan - Erdöl für China</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5543.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
China ist nach den USA der zweitgrößte Erdölkonsument der Welt. Schon 1984 begannen die Chinesen auf dem afrikanischen Kontinent und dabei hauptsächlich im Sudan mit der Exploration von Erdöl. Die Reserven des Sudan werden auf zwei Milliarden Fass geschätzt. Heute deckt China hier bereits einen Großteil seines Erdölbedarfs. Die CNPC, China National Petroleum Corporation, hat sich für mindestens 20 Jahre die Lizenz zum Fördern des sudanesischen Rohöls gesichert. Über eine knapp 1000 Kilometer lange Pipeline wird das Öl nach Port of Sudan gepumpt. Von hier aus geht es per Tanker nach China.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Erdöl über die lange Distanz in der sudanesischen Wüste zu transportieren, haben die Chinesen deutsche Technik gekauft. 6 Megapumpen, zum Stückpreis von knapp 10 Mio. Euro. MIG-Reporter Hagen Tober war in Khartum dabei, als die über 30 Tonnen schweren Aggregate von der Firma Bornemann angeliefert wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>23.05.2007, 14:00</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5543.html</guid>
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		<item>
			<title>Jochen Zeitz in Afrika - Die zweite Heimat des Puma-Mannes</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5542.html</link>
			<description>Seit fast zwanzig Jahren fährt er regelmäßig nach Afrika, hat dort - in Kenia - eine Farm. Und er engagiert sich für den Kontinent, zum Beispiel im Rahmen &quot;Gemeinsam für Afrika&quot;, ein Dachverband von 31 Hilfsorganisationen. Unser Reporter Bernd Stampfl hat den Puma-Chef nach Kenia und Uganda begleitet, wo sich Zeitz Hilfsprojekte anschaute. Er war in Flüchtlingslagern, Slums, verarmten Dörfern, Leprastationen. Puma führt rund eine halbe Million Euro im Jahr als Spende ab und Zeitz macht kein Hehl daraus, dass solche Besuche für ihn auch ein Marketinginstrument sind. Die Fußball-WM 2010 in Südafrika soll eine Puma-WM werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>23.05.2007, 13:59</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5542.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast - Bianca Buchmann, Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5541.html</link>
			<description>DW-TV: Frau Buchmann, sehen Sie das eigentlich auch so, dass die Weltbank Abhängigkeiten schafft und damit eigentlich nur alte Probleme durch neue ersetzt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bianca Buchmann: Also ich glaube, dass das ein bisschen zu einfach ist, wenn man es so schwarz-weiß sieht. Ich sehe einen großen Aufgabenbereich für die Weltbank im Sinne von Aufgaben, die die Privatwirtschaft, gerade was Strukturprobleme von verschiedenen Ländern angeht, als solche nicht lösen kann. Umgekehrt, der eigentliche Entwicklungsmotor eines jeden Landes ist die Privatwirtschaft. Und da die Balance zu finden ist nicht einfach und kann auch keine generelle Lösung darstellen, sondern das muss man schon länderspezifisch sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wie kann das dann aber genau aussehen? Es geht ja immer darum, dass eben die Selbständigkeit der Menschen und der Länder gestärkt wird, die Unabhängigkeit und das Ganze soll dann auch noch nachhaltig sein! Wie kann man das erreichen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bianca Buchmann: Das haben Sie genau auf den Punkt gebracht, das ist die schwierige Aufgabe. Zum einen gibt es ja heute diese Schlagworte, dass natürlich die Länder im Besitz ihrer eigenen Entwicklung und ihrer Projekte sein sollen. Und das ist ein Lernprozess gewesen, international und natürlich auch bei der Weltbank. Umgekehrt muss ich sagen, wir haben teilweise als Privatwirtschaft sogar schon kritisiert, dass in unserem Empfinden manches Mal zu früh Projekte komplett an die einzelnen Länder abgegeben werden, respektive, dass eigentlich nur noch Budgethilfe stattfindet, weil die staatlichen Strukturen, die Institutionen einfach noch nicht entsprechend gut strukturiert sind. Und da wiederum dieses Maß an Selbständigkeit und eben nicht Bevormundung, um aber gute Ergebnisse zu erzielen, nachhaltige Ergebnisse. Man kann es nur testen, im Einzelfall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Bundeskanzlerin Merkel hat vor allem zu mehr Investitionen aufgerufen in Afrika, und Investitionen gibt es auch schon. Das Interesse der deutschen Wirtschaft wächst, das zeigt der Blick auf die deutschen Investitionen auf dem Kontinent, die nehmen kontinuierlich zu: von gut 4 Milliarden Euro im Jahr 2002 auf fast 6 Milliarden Euro 2005. Aber kommen die denn auch tatsächlich da an, wo sie eigentlich am dringendsten gebraucht werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bianca Buchmann: Wie definieren Sie: 'am dringendsten gebraucht werden'? Wenn Sie so wollen, Kapital trifft seine eigenen Entscheidungen, und damit die Investitionen, wo sich Märkte und damit Möglichkeiten auftun. Am dringendsten gebraucht würde vielleicht Wasserversorgung dort, wo die Investition nicht unbedingt hinkommt. Aber letztendlich bedeutet es doch einen Entwicklungsschub für die Länder, denn man macht ja nichts Sinnloses. Es muss eine Nachfrage da sein, und letztendlich hat sich in Afrika auch die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Marktwirtschaft doch die bessere Lösung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Vielen Dank Frau Buchmann bisher, wir sprechen gleich weiter über eine andere Entwicklung in Afrika: Wachstum durch Bodenschätze zum Beispiel im Sudan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Studiogespräch Teil II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV:Die Chinesen sind da, wo die wichtigen Rohstoffe sind. Bianca Buchmann, nun befindet sich der Sudan in einem Bürgerkrieg. Darf man in so einem Land überhaupt Geschäfte machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bianca Buchmann: Es ist ein Teil des Sudans, der von diesem Problem betroffen ist. Erstaunlicherweise ist der Rest des Landes eigentlich mehr unter dem Aspekt -ich sag mal- 'business as usual' zu sehen. Natürlich darf man die Augen nicht davor verschließen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das Interesse Chinas an Afrika ist groß, der Handel zwischen China und Afrika wächst auch. 1990 hatte er noch ein Volumen von knapp 1 Milliarde Euro, im Jahr 2000 waren es 6 und im vergangenen Jahr schon 37 Milliarden Euro. Die Prognose für 2010: mehr als 70 Milliarden Euro. Geradezu ein Boom, aber ist der nicht auch teuer erkauft, denn China gibt ja großzügig Kredite, um sich diese Rohstoffe zu sichern. Setzt man nicht da eine neue Schuldenspirale in Gang?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bianca Buchmann: Das hängt vom Blickwinkel ab, den man hat. Wir außerhalb Afrikas sehen diese Gefahr, die Afrikaner selbst sehen eher nur die rosigen Seiten des chinesischen Engagements. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die westlichen Investoren halten sich ja im Gegensatz zu den Chinesen zugute, dass sie bei ihren Investments darauf achten, dass Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Bei den Chinesen ist das ein bisschen anders. Macht man sich aber nicht zum Komplizen, wenn man jetzt, wie hier gesehen, für ein chinesisches Projekt deutsche Pumpen zuliefert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bianca Buchmann: Also auf jeden Fall kann man sagen: die deutschen Pumpen haben einen internationalen Standard und sind damit etwas positives. Es geht darum, die Chinesen einzubinden und eigentlich darauf Druck auszuüben, dass auch die Chinesen sich den internationalen Gepflogenheiten anschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die sind ja im Grunde in eine Lücke gesprungen, denn westliche Investoren haben sich ja gerade aus Ländern wie dem Sudan, die schwierig sind, zurück gehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bianca Buchmann: Sie mussten sich teilweise zurückhalten aufgrund der Sanktionslage, und ich denke, sonst hätten auch die Chinesen gerade im Sudan nicht so ein einfaches Spiel gehabt. Kanadier, die involviert waren, mussten auf Druck der Öffentlichkeit wieder aussteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Christiane Gronau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>23.05.2007, 13:59</pubDate>
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		<item>
			<title>Im Porträt - Weltbankmanager Hartwig Schäfer</title>
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			<description>So auch in Malawi, wo unser Reporter Karl Harenbrock den Weltbank-Manager begleitet. Die Weltbank wird finanziert von den reichsten Industrienationen der Welt und vergibt Kredite an afrikanische Länder, die überschuldet sind oder keine Kredite bekommen auf dem internationalen Finanzmarkt. Der Deutsche Hartwig Schäfer betreut zahlreiche Weltbank-Projekte in Afrika, ist auch zuständig für die Beurteilung zur Vergabe neuer Kredite. Hartwig Schäfer ist einer der wenigen deutschen Weltbank Manager, die in der Schlüsselposition der ansonsten von den USA dominierten Bank arbeiten. Die Weltbank ist im Moment unter Zugzwang, weil die westlichen Geberländer die leeren Kassen wieder auffüllen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie singen für einen seltenen Gast: für Weltbankmanager Hartwig Schäfer. Mit finanzieller Unterstützung seiner Bank haben sich die Frauen zusammengeschlossen zu einem Businessclub. In Seminaren lernen sie Geschäfte zu machen, organisieren gemeinsam Kleinkredite. Die Frauen verdienen jeden Tag umgerechnet etwa 70 Eurocent. Dokumentiert in einem Kassenbuch. Schäfer kennt Afrika gut genug, um zu wissen, das diese Kleinstunternehmerinnen das Rückrad der afrikanischen Wirtschaft sind: &quot;Wenn man über den typischen afrikanischen Geschäftsmann redet, dann ist das eine Frau, die ein Kleinunternehmen führt. Viele Geschäfte werden in Afrika von Frauen gemacht. Bauersfrauen, die Produkte verkaufen. Frauen die handeln. Ihre Geschäftstüchtigkeit ist entscheident für die Entwicklung der Wirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausflug in die Dörfer, eine Ausnahme, meist arbeitet der 49jährige Deutsche in seinem Büro in Washington. Er entscheidet mit darüber, wohin die 7 Milliarden Dollar fließen, die die Weltbank jährlich für Afrika ausgibt. Auch hier in Malawi finanziert die Weltbank einen Teil des Staatshaushaltes. Den Vorwurf dass die Gelder nicht sinnvoll eingesetzt werden, weißt Schäfer zurück: &quot;Es gibt drei Kriterien. Erstens: die Leistung. Länder die ihre Wirtschaft gut managen, Länder die ihre Bevölkerung mit einbeziehen bekommen mehr Geld. Zweitens; Die Größe: Ländern mit einen großen bevölkerung bekommen mehr Geld. Und Drittens: die Armut, je ärmer das Land ist, desto mehr Geld gibt es.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Termin im Finanzministerium. Bei der Bekämpfung der Korruption hat Malawi enorme Fortschritte gemacht, meint Hartwig Schäfer. Seit den letzten Wahlen sitzen in den Schlüsselpositionen neue Leute. Zum Beispiel Goodall Gondwe, Finanzminister von Malawi. Gondwe sagt: &quot;Wir haben hier ein demokratisches System. Das Parlament beobachtet unsere Arbeit jederzeit wie unter einem Mikroskop. Und das zählt, das sichert Transparenz in unserem System.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wurde mit Hilfe der Bewohner eine Schule gebaut. Der Ausbau des Bildungssystems steht bei der Weltbank ganz oben an. Geld für Bildung; eine langfristige Investition. Die wird sich hier erst auszahlen, wenn diese Erstklässler groß sind. Es fehlen Lehrkräfte. Während drinnen der Unterricht läuft müssen andere draußen warten bis der nächste Lehrer frei wird. Hartwig Schäfer: &quot;Gerade der Erziehungssektor hat extrem gelitten unter HIV/ AIDS. Ich kenne Schulen, wenn ich die nach einem Jahr wieder besucht habe war der Schulleiter gestorben. Gerade diese Berufsgruppe ist hart getroffen von der Seuche. Deshalb müssen wir mehr Lehrer ausbilden, um diesen Verlust auszugleichen. Das ist die wirkliche Tragödie von HIV AIDS in Malawi.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spontaner Stop an der Straße. Hartwig Schäfer hat eine Großfamilie entdeckt, die Erdnüsse pflückt. Viele Kinder müssen auf den Feldern mitarbeiten. Das sieht Schäfer gar nicht gerne, sie sollten lieber in die Schule gehen. Doch das ist Alltag in Malawi. Rund 3 Hektar bewirtschaften die meisten Kleinbauern. Nicht viel, um zu überleben. Eine Frau erzählt: &quot;Früher war es schlimmer, jetzt geht es bergauf, die Leute im Dorf haben mehr Geld, sie können sich etwas leisten. Ungefähr seit drei Jahren geht es besser.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kleinbauern in Malawi haben sich zu Genossenschaften zusammengeschlossen. Mit ihren kleinen Felder wären sie sonst kaum konkurrenzfähig. Hier hat die Weltbank den Bau von Lagerhäusern gefördert. Dieses Jahr war die Ernte gut. Deshalb schreibt das Land sogar ein Wirtschaftswachstum von rund 5 Prozent. Doch gleich hinter dem Lagerhaus entdecken Hartwig Schäfer und sein Kollege das nächste Problem; Eine stillgelegte Eisenbahnlinie. Wegen fehlender Schienenverbindungen und kaputten Straßen ist der Export von landwirtschftlichen Gütern extrem teuer. &quot;Teile der Bank sind damit beschäftigt die Straßen- und Eisenbahninfrastuktur zu renovieren damit der private Sektor in Schwung kommt und wettbewerbsfähig wird. Dann können Güter auch billiger importiert werden. Davon profitiert die Bevölkerung&quot;, erklärt Schäfer. Aber viel zu wenig. Kritiker werfen der Weltbank vor, immer die gleichen Wege zu gehen. Und Länder wie Malawi abhängig zu machen von den Krediten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>23.05.2007, 13:58</pubDate>
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		<item>
			<title>Rudy Tauscher – Ein Bayer in Manhattan</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5520.html</link>
			<description>Er ist in den besten Hotels der Welt zuhause – denn in New York managt er Hotels für anspruchsvolle Gäste. Dabei ist sich der Bayer immer treu geblieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bayer, der in Manhattan asiatischen Hotel-Luxus verkauft. Das klingt nach &quot;globaler&quot; Karriere. Tatsächlich aber hat Rudolf (genannt &quot;Rudy&quot;) Tauscher nicht so sehr als Weltenbummler von sich reden gemacht, denn als Schöpfer von Spitzenhotellerie in New York - dem vielleicht schwierigsten Hotelmarkt der Welt. So managte Tauscher jahrelang das &quot;Trump International&quot; im weltberühmten Trump-Tower, bevor er sich 2003 um Aufbau und Eröffnung des Mandarin Oriental in New York kümmerte, einer direkt am Central Park gelegenen Luxusherberge, die Tauscher – in den Augen mancher Kritiker – zum besten Hotel der Stadt gemacht hat. Rudy Tauscher lernte sein &quot;Handwerk&quot; von der Pike auf im elterlichen Gastbetrieb in seiner bayrischen Heimat. Seine New Yorker Hotelgäste bescheinigen ihm heute, viel von seiner süddeutschen Bodenständigkeit bewahrt und seinem heutigen Managerjob &quot;beigemischt&quot; zu haben. MiG-Reporter Patrick Benning trifft den Top-Hotelier in Manhattan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>15.05.2007, 20:22</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5520.html</guid>
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		<item>
			<title>Medizintourismus – Araber zum CheckUp nach Hamburg</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5519.html</link>
			<description>Nach den Terroranschlägen von 2001 ist für Araber die Einreise in die USA schwieriger geworden. Deshalb reisen immer mehr von ihnen nach Deutschland um sich medizinisch behandeln zu lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob zur Krebstherapie oder für eine Organtransplantation - sechshundert Patienten aus arabischen Ländern kommen jährlich nach Hamburg, in das renommierte Universitätsklinikum Eppendorf. Seit den Terroranschlägen 2001 ist für arabische &quot;Gesundheitstouristen&quot; die Reise in die USA sehr viel schwieriger. Und so entscheiden sich immer mehr für Hightech-Medizin aus Deutschland. Hier haben einige Kliniken den Markt für sich entdeckt: Die Hamburger Uniklinik hat extra eine eigene internationale Station eingerichtet: Mit arabisch sprechendem Arzt und Pflegepersonal sowie einem Gebetsraum. Von ihren Patienten – die sind Selbstzahler - lassen sie sich das gut bezahlen: Fünf Millionen Euro Umsatz machen die Hamburger mit ihren orientalischen Gästen. Eine eigens gegründete Consulting Gruppe plant gerade zwei Krankenhaus-Projekte in Kuwait berichtet Karl Harenbrock. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>15.05.2007, 20:21</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5519.html</guid>
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		<item>
			<title>Cerberus – Ein Höllenhund kauft Chrysler</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5518.html</link>
			<description>DaimlerChrysler trennen sich. Nach neun Jahren gehen die beiden Autokonzere wieder eigene Wege. Chrysler wird von der US-Investmentfirma Cerberus übernommen. Der amerikanische Finanzinvestor ist auch in Deutschland kein unbekannter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich eine Investmentfirma nach dem mythologischen Höllenhund &quot;Cerberus&quot; benennt, braucht sie den deutschen Heuschreckenvergleich nicht mehr zu scheuen. Einfallen, abgrasen, weiterfliegen – das klingt harmlos im Vergleich zum Beißzwang der dreiköpfigen Bestie aus der griechischen Mythologie. Bisher hat Cerberus nie gezögert, härter durchzugreifen, um übernommene Unternehmen rasch auf Vordermann zu bringen. Jetzt will der amerikanische Finanzinvestor Chrysler übernehmen, und die Mitarbeiter in Detroit befürchten weitere Entlassungen. Grund genug für MIG-Reporter Michael Wetzel, einmal nachzufragen, wie Cerberus in Deutschland auftritt, wo das Unternehmen vor einigen Jahren eine Dependance unterhält. So hat der Höllenhund hierzulande Immobilien gekauft, z.B. die GSW in Berlin, und den badischen Autozulieferer Peguform. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>15.05.2007, 20:20</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast – Michael Heise zum Wirtschaftsaufschwung</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5517.html</link>
			<description>Unser Studiogast Michael Heise ist Chefvolkswirt bei der AllianzDresdner in München. Wir sprechen mit ihm über den Aufschwung in Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Fragen zu Finanzinvestoren wie Cerberus jetzt an Herr Professor Michael Heise, den Chefvolkswirt der AllianzDresdner. Wir haben den Fall Peguform gesehen, dass sieht ja fast so aus als seien Finanzinvestoren manchmal die besseren Unternehmer! Stimmt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Ich glaube, dass kann so generell nicht sagen, aber Finanzinvestoren sind bereit in schwierige Unternehmen, die in einer schwierigen Lage sind, einzusteigen und mit durchaus harten Sanierungsmaßnahmen diese Unternehmen wieder fit zu machen und das tun sie vielleicht manchmal mit mehr Konsequenz und Härte und dies ist häufig mit einem neuen Management verbunden, so dass der Erfolg da relativ groß ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das was sie Konsequenz und Härte nennen, hat in Deutschland dazu geführt, das man diesen Investoren nicht traut und das ist so ein diffuses Bild die Heuschreckendebatte spielt da rein, weil viele auch das Gefühl haben die beuten die Firmen nur aus. Stimmt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Ich glaube nicht, dass man das so generell sehen kann. Die Firmen die übernommen werden, kriegen zwar in der Regel tatsächlich eine hohe Kreditlast aufgebürdet, aber das ist keine Ausschlachtstrategie, sondern das ist ebenfalls ein Weg über den eine stärkere Disziplin und stärkerer Management erfolgt sozusagen erzwungen wird. Wenn sie einfach Unternehmen mit Schulden überhäufen, dann ist das keine sinnvolle Strategie für den Investor, weil das den Wert seines Unternehmens dadurch dramatisch sinkt und er gar nicht mehr im Stande wäre es am Markt zu verkaufen. Insofern glaube ich, muss man einiges relativieren an der Sichtweise wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  DW-TV: Also, Sie sagen, das schlechte Image ist total unberechtigt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Ich glaube, dass die Private-Equity-Unternehmen eine durchaus wichtige volkswirtschaftliche Funktion haben. Sie übernehmen sehr sehr riskante Unternehmen die Aussicht auf hohe Renditen bringen, aber gewaltige Risiken und die Vielfach keine anderen Käufer in dieser Branche mehr finden. Insofern stellen Sie ja auch Kapital bereit das dringend gebraucht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Aber was kann denn Cerberus jetzt bei Chrysler ausrichten, was ein Autokonzern wie Daimler nicht geschafft hat?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Das ist eine schwierige Frage natürlich, denn DaimlerChrysler hat zweifellos viel in Technologie und auch in die Modellreihen investiert. Ich denke das Cerberus auch hier eine gute Ausgangsposition hat, weil der Kaufpreis verhältnismäßig niedrig ist viel viel niedriger als ursprünglichen Kaufpreis den DaimlerBenz gezahlt hat, und sie werden auch hier einen harten Kurs fahren, einen harten Kostensparkurs und möglicherweise mit den Gewerkschaften, die eine große Rolle spielen sehr hart verhandelt, härter als es möglicherweise Daimler getan hätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ja, da ist Musik drin in der deutschen Wirtschaft und das hilft noch an einer ganz anderen Stelle. Die EU hatte sich ja im Jahre 2000 vorgenommen zur wettbewerbsfähigsten und dynamischten Region der Erde zu werden. 7 Jahre ist das jetzt her, wie weit sind jetzt die Staaten gekommen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Ja, die ersten 5Jahre dieser Lissabonstrategie waren eine große Enttäuschung, weil die europäische Wirtschaft kaum Wachstum aufwies, aber seit dem Jahre 2005 und vor allem im letzten Jahr ist die Performance recht gut. Ist die Leistungsfähigkeit der europäischen Wirtschaft wesentlich gestiegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Sie sind beteiligt an einem Ranking der Staaten wie gut sie sich also entwickeln mit Blick auf das Ziel. Wie wird das überhaupt gemessen? Welche Kriterien legen Sie an? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Ja, man kann da wenig interpretieren, was die Staatschef damals in Lissabon gesagt haben, aber im wesentlichen sind es drei Punkte: nämlich das Wachstum der Volkswirtschaften wo wir in etwa 3 Prozent anstreben, dann die Produktivitätsentwicklung die mindestens so sein sollte wie in den Vereinigten Staaten und zum Dritten nach unserer Einschätzung natürlich ein Beschäftigungsziel, dass wir die Arbeitslosigkeit runterfahren und die Beschäftigung verbessern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  DW-TV: Gucken wir uns doch mal im einzelnen an, wie sich die Länder schlagen!In dem aktuellen Ranking auf Platz 1 Schweden vor Belgien, Deutschland hält sich im Mittelfeld auf Platz 6 und dann folgen Frankreich und Italien. Was ist jetzt noch zu tun bis 2010? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Heise: Ja, Deutschland zeigt ganz gut was zu tun ist. Deutschland hat sehr stark verbessert in diesem Ranking von einem der allerletzten Plätze sind wir jetzt auf den Durchschnitt und in diesem Jahr wahrscheinlich auch über dem Durchschnitt. Das Stichwort sind Reformen, Reformen in den Unternehmen mit den Belegschaften, aber eben auch Reformen der Politik insbesondere am Arbeitsmarkt die positive Wirkungen in Deutschland gehabt haben. Ich glaube, dass sollte auch ein Modell für andere Länder sein auch hier fortzusetzen mit den entsprechenden Anstrengungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>15.05.2007, 20:18</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5517.html</guid>
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		<item>
			<title>Spedition Dachser – Der Aufschwung fährt mit</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5516.html</link>
			<description>Die bayerische Spedition profitiert vom Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Die Geschäfte laufen so gut wie lange nicht mehr. Und auch neue Mitarbeiter sollen jetzt eingestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Unsere Geschäfte gehen gut, weil die Geschäfte unserer Kunden prima laufen&quot;, so Bernhard Simon, Chef von Dachser. Die Speditionsfirma mit Hauptsitz im allgäuischen Kempten profitiert vom Aufschwung, 2006 setzte Dachser 3,1 Milliarden Euro um. Weltweit arbeiten rund 15.000 Mitarbeiter für das Traditionsunternehmen. Und wegen der guten Konjunktur sollen es noch mehr werden: 1.000 neue Mitarbeiter will Dachser einstellen, davon 400 allein in Deutschland. Profitieren vom Wachstum soll auch der Standort Hamburg, wo auf 50.000 qm alles verladen und von dort zum Kunden transportiert wird, was &quot;schön auf eine Palette passt&quot;. MIG-Reporterin Mabel Gundlach fährt mit zu einem der Dachser-Kunden, nicht ohne sich vorher im Logistikzentrum umgesehen zu haben. Unser Thema in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>15.05.2007, 20:17</pubDate>
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		<item>
			<title>Edel und teuer – das venezianische Schuhparadies</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5497.html</link>
			<description>Viele Fabriken mussten schließen, nachdem der wichtigste Abnehmer Deutschland die Schuhe in Massen anderswo billiger einkauft. Doch an der Riviera del Brenta, in der Nähe von Venedig, hat sich eine Insel der Erfolgreichen halten können. Hier hat das Schuhhandwerk eine lange Tradition. Rund 300 kleine und mittlere Schuhbetriebe haben sich auf Exklusivität und Qualität konzentriert. Ihre 13.000 Beschäftigten produzieren für die teuren Modehäuser wie Dior und Yves Saint Laurent, bei denen der Preis Nebensache ist. Der Vorteil, sie beherrschen ihr Handwerk kunstvoll und liefern beste Qualität in kurzer Zeit. Katharina Bahn hat sich bei den italienischen Schuhmachern umgesehen und erfahren, dass ihr Umsatz im vergangenen Jahr noch mal um 25 Prozent gestiegen ist.</description>
			<pubDate>08.05.2007, 20:22</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5497.html</guid>
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		<item>
			<title>Deutschlands neue Gründer – Augusta Behnstedt</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5496.html</link>
			<description>Die Berlinerin Augusta Behnstedt hatte eine simple, aber durchschlagende Idee. Was lässt sich aus riesigen Film- und Werbeplakaten an Häusern und Denkmälern machen? Ganz einfach: individuelle Taschen. Sie nutzt das robuste Material, um daraus ein besonderes modisches Accessoire zu machen. Keine Tasche gleicht der anderen. Die 40-jährige verkauft diese inzwischen aus Berlin in die ganze Welt, z. B. nach Brasilien und Japan. Zu ihren Kunden gehört unter anderem das Porschemuseum. Augusta Behnstedt hat Design in Berlin studiert, bevor sie sich mit ihrem eigenen Label selbständig machte. In ihrem Berliner Loft hoch über der Spree entstehen täglich neue Ideen für neue Modelle. Miltiades Arsenopoulos hat ihr dabei über die Schulter geguckt.</description>
			<pubDate>08.05.2007, 20:19</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast – Klaus Deutsch, Deutsche Bank Research</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5495.html</link>
			<description>DW-TV: Die ausgehandelte Lohnerhöhung um mehr als 4 Prozent schlägt ganz schön zu Buche. Klaus Deutsch, glauben Sie, dass die Unternehmen diesen, vergleichsweise hohen Abschluss tatsächlich verkraften können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Die Metallbranche hat eine sehr gut Entwicklung genommen, und es liegt durchaus im Rahmen dessen, was die Firmen verkraften können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Also der Aufschwung in Deutschland oder die Wirtschaftskraft des Landes wird dadurch nicht gebremst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Nein, die Arbeitnehmer haben in den letzten Jahren sehr wenig an Lohnerhöhungen gesehen, und dieses Jahr läuft es entsprechend der Konjunktur wesentlich besser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Glauben Sie denn, die werden das Geld dann auch tatsächlich ausgeben, also dem Konsum einen Schub geben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Ja, dafür spricht einiges. Aber wichtiger als die aktuelle Lohnerhöhung ist wahrscheinlich die Tatsache, dass man die Beschäftigungsperspektiven auf dem Arbeitsmarkt wieder positiver sieht, und dazu haben die rückgehenden Zahlen bei der Arbeitslosigkeit sicherlich auch einen Beitrag geleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wir wollen uns anschauen, wie die Wirtschaftsstimmung ist, nicht nur hier in Deutschland, sondern auch weltweit, und das sagt uns, wie immer, der DBIX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der DBIX wird jeden Monat von Deutsche Bank Research exklusiv für DW-TV berechnet. Grundlage sind die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Daten sammelt das renommierte Münchner Ifo-Institut. Es fragt jeden Monat die Stimmung bei Tausenden Unternehmern ab. In den USA werden 400 Einkaufsmanager nach ihren Erwartungen befragt. Und in Tokio sammelt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückgang im vergangenen Jahr ist der DBIX in diesem Jahr erstmal Zickzack gefahren, jetzt im April aber auf den höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen. Was hat ihn dahin gebracht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Ja, zum einen erneut die Deutschen. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist ausgezeichnet, und die Auftragsbücher sind voll. Sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland und in Amerika war der letzte Wert sehr gut. Dort haben die Industrie und die Exportwirtschaft immerhin eine gute Entwicklung genommen, während der Häusermarkt und die Verbraucher immer noch in Schwierigkeiten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das ist ja die entscheidende Frage: Wie entwickelt sich die Wirtschaft in den USA weiter? Was meinen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Wir haben natürlich eine Abkühlung in diesem Jahr, aber bis jetzt haben wir noch nicht, sozusagen, das ganze Leid gesehen, das wahrscheinlich noch vor den amerikanischen Firmen, insbesondere der Bauwirtschaft liegt. Und man muss schauen, ob die Industrie und die Dienstleistung, die Exporte das alles wettmachen können. Aber die Jury ist noch offen für diesen Vorgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wird sich das irgendwann bei uns auch bemerkbar machen, die Entwicklung in den USA, und wenn, wann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Möglicherweise zum Jahresende, wenn es in Amerika eine deutliche Abschwächung gibt, dann ist das auch schlecht für unsere Exporteure. Es kann sich auswirken auf den Wechselkurs des Euro, der noch stärker wird und unser Exportgeschäft erschwert - viele Möglichkeiten, wie uns die Amerikaner in die Suppe spucken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Christiane Gronau&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>08.05.2007, 20:12</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5495.html</guid>
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		<item>
			<title>Metall – die Stimmung nach dem Tarifabschluss</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5494.html</link>
			<description>Die Arbeitnehmer bekommen ab Juni 4,1 Prozent mehr Lohn. Einer der höchsten Abschlüsse der vergangenen zehn Jahre. Die Gewerkschaft hatte allerdings ursprünglich 6,5 Prozent mehr Lohn verlangt. Mit der Begründung, schließlich hätten auch ihre zurückhaltenden Forderungen der letzten Jahren den Unternehmen zu guten Zahlen verholfen. Ob die Metall-Arbeitnehmer dennoch zufrieden sind, hat Wolfgang Bernert erfahren. Er hat das Unternehmen Leitz in Oberkochen bei Stuttgart besucht und dort mit dem Geschäftsführer und einigen der 3.500 Mitarbeiter des Herstellers von Präzisionswerkzeugen und Werkzeugsystemen gesprochen.</description>
			<pubDate>08.05.2007, 20:06</pubDate>
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		<item>
			<title>Boomtown Bremerhaven – Dubai hinterm Deich</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5493.html</link>
			<description>Aber nicht nur die Automobilwirtschaft und die Fischindustrie sondern eine ganze Reihe mittelständischer Firmen, die High-Tech Produkte herstellen. Zum Beispiel das Drahtseilwerk Bremerhaven. Das Werk produzierte früher Schleppseile für die deutsche Schifffahrt. Inzwischen hat das Unternehmen Kunden in aller Welt. 60 Prozent der Bremerhavener Drahtseile gehen in den Export. Verkaufsschlager sind Überseekabel. Oder die Firma Ludolph, die früher Schiffskompasse produzierte und heute Flugzeugcockpits mit Technik ausstattet. Beide Unternehmen sind Spiegelbild des Booms in Bremerhaven, der sich übrigens direkt im historischen Hafen zeigt: Dort baut ein Bremer Unternehmer gerade ein hypermodernes Luxushotel, das so aussieht wie die Mini-Ausgabe des Burj al Arab in Dubai. Bettina Thoma hat erfahren, dass die Bremerhavener vor dieser Baustelle nicht ohne Stolz vom &quot;Dubai hinterm Deich&quot; sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
_______________________________________________________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist sein bisher wichtigster Bau und das neue Wahrzeichen der Stadt: Das Hotel Sail City. Alfred Lüneburg ist verantwortlich für das Projekt. Ein Bauherr mit Höhenangst. Heute aber will er unbedingt bis ganz nach oben. Der Rohbau ist fertig. &quot;Das ist jetzt das zweite Mal, dass ich hier hochfahre, aber ich werd's schon überstehen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18 Stockwerke und gut 100 Meter bis fast nach ganz oben. In wenigen Monaten soll das Luxushotel direkt an der Weser fertig sein. &quot;So, jetzt haben wir Blick Richtung Süden. Man kommt sich hier oben vor, als stünde man mitten in der Weser. Das ist die Situation hier. Und man sieht hier Richtung Süden noch einen weiteren Bereich unseres Entwicklungsgebietes,&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gewagter Schritt des Bauherrn, die Stadt voranzubringen, die schon mal ganz am Boden war. &quot;Direkt in der Nachbarschaft wird die Albrecht Vermögensverwaltung aus Buxtehude ein neues mediteran ausgerichtetes Einkaufszentrum errichten,&quot; erklärt Alfred Lüneburg von der Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hotel, Einkaufszentrum und andere Touristenattraktionen verschlingen 600 Millionen Euro - die Hälfte davon öffentliche Gelder. Das Großprojekt soll das Image der Stadt aufpolieren, und zwei Millionen Touristen im Jahr anlocken. Doch was denken die, die schon immer hier waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Viele meiner Kollegen sagen: was soll das hier?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Tja, was soll man dazu sagen?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Architektonisch architektonisch finde ich es nicht schlecht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Auf jeden Fall ist mehr los, und wenn mehr los ist, rollt auch mehr Geld.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch er hat seine Baustelle: Walter Bünte. Eine 700 Quadratmeter große Produktionshalle entsteht. Die alte reicht schon lange nicht mehr. Seit 150 Jahren baut die Firma Ludolph Kompasse für Schiffe. Bünte hat in Bremerhaven schon schwierige Zeiten erlebt. Inzwischen ist seine Firma auf Kurs. &quot;Dies ist jetzt ein Schiffskompass, unser größter M55 und der wird weltweit auf allen größeren Schiffen eingesetzt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kompasse sind nur noch Randgeschäft. Wirklich Geld verdient die Firma mit High-Tech fürs Cockpit - im Flugzeug. Nur weil er sich auf neue, hochmoderne Produkte eingestellt hat, ist seine Firma heute überlebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bremerhaven: Hier boomt der Containerhafen. Motor der ganzen Region. Ohne ihn wäre die Stadt wirtschaftlich bedeutungslos. Der Hafen profitiert vom stark gewachsenen Welthandel. Davon profitiert auch dieses Unternehmen: Das Drahtseilwerk. Für Geschäftsführer Joachim Pahl ist die Nähe zum Hafen ideal. Seine Seile werden weltweit exportiert, sind auf allen großen Containerschiffen als Festmacher zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Noch nach dem Krieg, da nahm die Fischerei einen überwiegenden Teil der Produktion ab. Das ist jetzt sehr klein geworden, was die deutsche Fischerei noch abnehmen kann, weil sie als Hochseefischerei kaum noch existiert. Der Schlüssel war also, immer rechtzeitig Entwicklungen zu erkennen und zu reagieren.&quot; Der Spleiss - das Ende des Seils - wird noch mit der Hand gefertigt. Jedes Seil muss genau überprüft werden bevor es eingesetzt werden darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich glaube nur zwei mit jeweils hundertzehn Meter. Das ist für eine kleine Fähre und für ein kleines Containerschiff&quot; erklärt Joachim Pahl die aktuelle Produktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Hotel. Die Betonarbeiten für die Captain's Lounge mit Panoramablick sind so gut wie abgeschlossen. Alfred Lüneburg traut sich jetzt bis ganz nach oben. 1000 neue Arbeitsplätze sollen hier mal entstehen. Darauf ist er stolz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bauleiter Manfred Lehmann von Zechbau beschreibt die Arbeiten: &quot;Der Kranführer sitzt jetzt in 105 Meter Höhe und in vierzehn Tagen bis drei Wochen drücken wir den noch mal 40 Meter hoch, dann sitzt der in 145 Meter Höhe.&quot; Das Hotel ist das höchste Gebäude weit und breit - ein Symbol des Aufbruchs und zugleich eine Chance für die Stadt, ihr schlechtes Image endgültig abzuschütteln.</description>
			<pubDate>08.05.2007, 20:04</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5493.html</guid>
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		<item>
			<title>Windkraft – kein Geiz in Schottland</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5468.html</link>
			<description>Im Norden Europas bläst der Wind kräftig - ganz besonders über den britischen Inseln. So hat Schottland mehr Windreserven als Dänemark und Deutschland zusammen. Und dieses Potential wird noch längst nicht ausreichend genutzt. Das soll sich nun ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum Jahr 2020 wollen die Schotten 40 Prozent ihres Energiebedarfs aus regenerativen Energiequellen decken. In dem kleinen Ort Whitelee entsteht gerade mit deutscher Hilfe ein riesiger Windpark. 140 Turbinen sollen bald die naheliegende Stadt Glasgow mit über 500.000 Einwohnern mit Strom versorgen. Nach dem Willen von Scottish Power wird Whitelee Europas größter Windpark auf dem Festland. Das Unternehmen gehört zu den größten Entwicklern von Windenergie in Schottland und steckt 450 Millionen Euro in den Ausbau. Bis sich die Windräder drehen, gibt es viele Hürden zu überwinden: Genehmigungen dauern oft Jahre, Einwohner und Regionalpolitiker müssen überzeugt werden. Erfahrung mit Großprojekten hat Scottish Power bereits beim Bau des Windparks Blacklaw gesammelt. Der bisher größten Anlage in Schottland.&lt;br /&gt;
Wir waren vor Ort und haben mit den Ingenieuren und Managern gesprochen.</description>
			<pubDate>02.05.2007, 14:58</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5468.html</guid>
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		<item>
			<title>Biotech – Hoffnung für Sachsen-Anhalt</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5467.html</link>
			<description>Der kleine Ort Gatersleben liegt in Sachsen-Anhalt, einem Bundesland, aus dem Menschen eigentlich eher fortziehen als sich ansiedeln. Doch seit wenigen Jahren hat hier eine erfolgreiche Branche Fuß gefasst. Die Bio-Technologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Green Gate Gatersleben, das bedeutet riesige Flächen an Gewächshäusern, Laboren und Feldern. Und es bedeutet ein erfolgreiches Wissens-, Forschungs- und Unternehmenscluster. Siebzehn Firmen und wissenschaftliche Institute mit 160 Forschern und Mitarbeitern bilden in Gatersleben einen Ort gegenseitigen Austauschs... und einen kleinen Leuchtturm in einer strukturschwachen Region.&lt;br /&gt;
Grit Hofmann besucht das größte und erfolgreichste Unternehmen in Gatersleben: SUNGENE GmbH. Es wurde 1998 gegründet und ist heute eines der größten Biotech-Unternehmen in Deutschland.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>02.05.2007, 14:57</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5467.html</guid>
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		<item>
			<title>Gewerkschaftskrise – Reformen bei der IG BAU</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5466.html</link>
			<description>Die IG BAU (Bauen-Agrar-Umwelt) kämpft um ihre Existenz. Die viertgrößte Gewerkschaft im DGB hat in den vergangenen Jahren massiv Mitglieder verloren. Nur noch 368 000 zählte sie Ende 2006 – halb so viele wie zehn Jahre zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Aderlass, der an die Substanz geht, auch finanziell. Sogar Mitarbeiter musste die Gewerkschaft schon entlassen, um Kosten zu sparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Wir müssen wieder näher ran an unsere Mitglieder, das ehrenamtliche Engagement stärken und eine &quot;Mitmachgewerkschaft&quot; werden», verlangt der Vorsitzende Klaus Wiesehügel. Darum reformiert die IG-BAU ihre Strukturen, will ihre Gewerkschaftsarbeit in Zukunft viel mehr als bisher in die Betriebe tragen und dort verstärkt neue Mitglieder werben.&lt;br /&gt;
Eine Aufgabe für die Gewerkschaftssekretäre wie Hivci Kalayci aus Berlin. Für den bedeutet das: rein in die Gummistiefel und rauf auf die Baustellen. Denn hier sitzen die neuen potentiellen Mitglieder. Und die wollen erst einmal überzeugt werden, warum jetzt entgegen dem Trend gerade sie jetzt in die IG BAU eintreten sollen.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>02.05.2007, 14:56</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5466.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast – Bernhard Jünemann zur Siemens-Krise</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5465.html</link>
			<description>Bernhard Jünemann ist Finanzmarktexperte und stellvertretender Chefredakteur bei Börse Online. Wir sprachen mit ihm über die Krise bei Siemens und VDO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Bernhard Jünemann ist unser Gast, stellvertretender Chefredakteur von Börse-Online. Warum will Siemens die Tochter VDO verkaufen, wo dort doch eigentlich alles prima läuft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Ja, aber noch nicht gut genug auf die Zukunft bezogen. Es sind gewaltige Investitionen in diesem Bereich, in der Automobilzulieferung nötig. Und Siemens hat sich entschieden, diese Investitionssummen nicht selbst aufzubringen, sondern über die Börse aufzunehmen. Eigentlich ein ganz kluger Schachzug, dass muss man jetzt durchsetzen, oder man nimmt einen strategischen Investor mit hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Eine Entscheidung in Sachen VDO die auch Klaus Kleinfeld noch mitgetroffen hat, der jetzt scheidende Siemenschef. Was muss ein neuer Chef anpacken bei Siemens, jetzt in dieser Situation?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Eigentlich nicht soviel Neues, denn Herr Kleinfeld hat eigentlich das, was Herr von Pierer vorher liegengelassen hat, wirklich aufgenommen und umgesetzt. Er hat die Handysparte verkauft unter unglücklichen Umständen mit der späteren Insolvenz. Man hat ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia im Bereich der Telekommunikation gemacht und hat eben auch die anderen Bereiche, da wo es sehr gut läuft, mit besseren Renditezielen versehen, beispielsweise im Bereich Automation and Drives und im Bereich Medical Solutions. Er hat also eigentlich alles richtig gemacht und deswegen auch diese hervorragenden Zahlen abgeliefert. Der Neue muss nur das weiter fortführen, aber wir haben jetzt natürlich erst einmal ein gewisses Führungsvakuum. Herr Kleinfeld bleibt noch. Er wird jetzt natürlich nicht mehr so entscheidungsfreudig sein. Und der Neue muss sich erst einmal ein bisschen einarbeiten. Also, bis Ende des Jahres wird Siemens eine kleine Führungsschwäche haben. Wir haben auch von Börse-Online die Aktie erst einmal auf Halten zurückgestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  DW-TV: Wir wechseln das Thema: Bio-Technologie in Deutschland. Gucken wir einmal, wie viele Biotechnologie-Unternehmen sich in Deutschland insgesamt so tummeln, die &quot;Grüne&quot; und die &quot;Weiße Biotechnologie&quot;, nämlich die, die sich mit medizinischen Präparaten befassen: 1996 waren es 290 Unternehmen, 2003 stieg die Zahl auf 530 und 2006 – im vergangenen Jahr – nur noch 480. Was ist da passiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Das ist kein Trend, das sind Schwankungen. Es ist natürlich eine risikoreiche Geschichte. Da scheidet der eine oder der andere wieder aus. Und es gab auch eine gewisse Konsolidierung. Da haben sich manche Pharmafirmen bei den Biotechnologie-Unternehmen im medizinischen Bereich eingekauft und deswegen ging es auch wieder ein bisschen zurück. Insgesamt ist das aber weiterhin ein Wachstumsmarkt. Und die Deutschen stehen inzwischen in der &quot;Weißen Biotechnologie&quot; auch gar nicht so schlecht dar, sondern sogar sehr gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Es heißt, das wird ein Jahr der Entscheidungen jetzt 2007, was heißt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: In der Tat, es wird das erste biotechnologisch hergestellte Medikament geben von der Firma GPC Biotech, Satraplatin ist das, ein Krebsmedikament gegen Prostatakrebs, das dann in Amerika zugelassen wird. Der Zulassungsantrag wurde gestellt und die Aufsichtsbehörde FDH hat auch eine schnelle Bearbeitung zugesagt. Und das wäre dann sozusagen der Durchbruch. Das ist ein Medikament mit ungefähr fünfhundert Millionen Euro Umsatzvolumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Was passiert, wenn es floppt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Jetzt wahrscheinlich nicht mehr, aber in anderen Fällen ist es natürlich so, es wird immer klinisch getestet über die Jahre hinweg. So eine Entwicklung dauert acht bis zehn Jahre. Und wenn es dann floppt, muss man wieder von vorne anfangen, wenn die klinischen Tests versagen. Und das ist natürlich für diejenigen bitter, die vielleicht Aktien einer Biotechnologiefirma gekauft haben, da gibt es meistens einen ganz kräftigen Kursverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>02.05.2007, 14:54</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5465.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070501_2_interview.mp4" length="15906047" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>SIEMENS – Umbau bei VDO</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5464.html</link>
			<description>Siemens VDO ist einer der führenden Automobilzulieferer für Elektronik. Nun will sich Siemens von VDO trennen und vor dem möglichen Börsengang soll die Firmentochter für die potenziellen Partner attraktiver werden. Und das ist möglicherweise unschön für die Belegschaft. Die IG Metall befürchtet, dass Produktionsstandorte, die Hälfte liegt in Hessen, geschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer dieser Standorte ist Wetzlar, 1.000 Mitarbeiter arbeiten hier. Letzte Meldungen waren ein Schock: Demnach soll Wetzlar zum Entwicklungsstandort umgebaut werden, die Produktion fiele damit weg.&lt;br /&gt;
Wir treffen zwei Mitarbeiter der Siemens VDO, beide seit Jahrzehnten in der Firma. Und besuchen ein Treffen von Betriebsräten der hessischen Standorte, die nun beraten, wie sie mit der Situation umgehen wollen.</description>
			<pubDate>02.05.2007, 14:52</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5464.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070501_1_siemens.mp4" length="15297948" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>My Favourite – Was Machern der Wirtschaft lieb und teuer ist!</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5438.html</link>
			<description>Man kennt sie von Pressekonferenzen und Verbandsterminen - die Konzern- und Wirtschaftsbosse. Was niemand weiß, sie haben ein Geheimnis: etwas, das ihnen lieb und teuer ist, ein Favourite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente aus der Wirtschaft verraten uns ihr Favourite: z.B. Klaus Jacobs, Spross der gleichnamigen Kaffee-Dynastie: Sein Favourite ist ein antikes Stehpult. Wolfgang Grupp, Textilunternehmer: Sein Favourite ist ein symbolischer Ort, der die örtliche Mitte zwischen seiner Villa und seinem Unternehmen markiert und so auch die Nähe zu seine Mitarbeitern symbolisieren soll. Roland Berger, Unternehmensberater: Sein Favourite ist ein Carbon-Aktenkoffer, der ihn seit Jahren auf Geschäftsreisen begleitet. In dieser Sendung stellt uns Bastian Fassin sein Favourite vor. Fassin führt das Unternehmen Katjes in dritter Generation. Sein Vater zog sich mit 65 Jahren zurück. Bastian Fassins Favourite ist eine Münze, die für Erfolg und Familientradition steht. Ute Schneider hat den Katjes-Erben im westfälischen Emmerich getroffen, dem Firmensitz des Süßwarenherstellers.</description>
			<pubDate>25.04.2007, 14:37</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5438.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070424_5_favorit.mp4" length="17572345" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>Satellitengeschäft</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5437.html</link>
			<description>Satellitenaufnahmen leisten in immer mehr Bereichen wertvolle Dienste. Von der wachsenden Nachfrage profitiert auch das Friedrichshafener Unternehmen Infoterra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 wurde es gegründet, um Produkte aus Satellitendaten zu vermarkten. Umsatz 2005: knapp 3 Millionen Euro – Tendenz steigend. Bisher muss das deutsche Unternehmen die Satellitendaten kaufen, aus denen es seine Produkte herstellt. Das wird sich bald ändern. Im Mai soll der erste deutsche Erdbeobachtungs-Satellit starten, den öffentliche Hand und Privatwirtschaft gemeinsam finanzieren und betreiben – TerraSar-X. Gebaut hat ihn EADS Space in Friedrichshafen. Das Unternehmen trägt mehr als ein Viertel der Kosten. Als Gegenleistung darf seine Tochterfirma Infoterra die Daten kommerziell vertreiben, muss sie dann nicht mehr bei anderen Anbietern kaufen. In seinem ersten Arbeitsjahr soll der neue Satellit den Umsatz von Infoterra vervierfachen.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>25.04.2007, 14:36</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5437.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast – Prof. Thomas Straubhaar zu Arbeitsmigration</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5436.html</link>
			<description>Professor Thomas Straubhaar leitet das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut. Wir sprachen mit ihm zum Thema Arbeitsmigration von Ost nach West.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Und jetzt gleich im Gespräch mit Thomas Straubhaar, Präsident des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts. Sie haben sich speziell mit dem Thema Wanderung von Arbeitskräften beschäftigt, vielleicht auch weil Sie als Schweizer in Deutschland arbeiten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Selbsterfahrung ist auf jeden Fall eine ganz wichtige Erfahrung und zeigt eben die Welt von einer ganz anderen Perspektive, auch die Welt des Wanderns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Sie hatten sicher schon einen guten Job und haben jetzt in Deutschland noch einen Besseren. Viele verlassen aber ihr Land, um überhaupt Arbeit zu finden. Nimmt das zu?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Ich denke, man muss unterscheiden. Innerhalb Europas ist das nicht die Regel. Innerhalb Europas gehen die Menschen in der Tat vor allem dann, wenn sie bereits einen sicheren Job im Gastland haben. Wenn sie aber von weiter her kommen, dann gibt es in der Tat diejenigen, die aus Risikofreudigkeit einfach mal hinkommen und versuchen dann erst an Ort und Stelle einen Job zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die Bereitschaft das Land zu verlassen und in ein Anderes zu gehen, ist unterschiedlich groß in Europa. Wir haben uns das einmal angeschaut: am größten ist sie bei polnischen Arbeitskräften. Mehr als die Hälfte würde hier auch woanders arbeiten. Bei den Deutschen ist es ein Drittel, in Tschechien noch weniger! Das Schlusslicht bilden die Österreicher, nur jeder Fünfte würde ins EU-Ausland gehen. Wie kommt es zu diesen Unterschieden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Ich denke, zwischen Absicht und Tat ist in der Regel eine ganz große Lücke. Wenn Sie mich fragen, ob ich noch bereit wäre, in ein anderes Land zu gehen, würde ich auf jeden Fall auch ja sagen. Aber ob ich es dann wirklich tue, da habe ich meine Bedenken. Und so sind auch die Unterschiede von Land zu Land zu erklären. Wenn sie in einem vergleichsweise weniger entwickelten Land leben, oder weniger weiterentwickelten Land leben, dann sagen sie auf jeden Fall, gehe ich weg. Aber bis sie das dann wirklich machen, ist es selbst noch eine lange Distanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Viele Polen haben ihr Land verlassen. Das wird jetzt, wie wir gesehen haben, zu einem wahren Arbeitskräftemangel in Polen. Muss man so etwas vielleicht auch ein bisschen kanalisieren, oder soll man das dem freien Spiel der Kräfte überlassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Ich würde das auf jedem Fall dem freien Spiel der Kräfte überlassen. Und Polen ist längstens ein Transitmigrationsland geworden. Einige Polen gehen eben nach Westeuropa und dafür gibt es eine Einwanderung nach Polen. Polen ist selber ein ganz großes Einwanderungsland geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Noch findet diese Wanderung ja vor allem von Osten nach Westen statt, kann sich das vielleicht auch irgendwann einmal umkehren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Das wird sich auf jeden Fall umkehren. Wobei das wird dann eine ganz andere Immigration sein. Das wird dann eine Heimkehr von vielen Osteuropäerinnen und Osteuropäern sein und eine Altersmigration, das es vielleicht den ein oder anderen Westeuropäer im Alter nach Osteuropa verschlägt, weil es dort billiger ist, zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Insgesamt wird es ja oft als dynamisch angesehen, wenn Menschen mobil sind, flexibel, die etwas tun, um Arbeit zu bekommen. Hat das Ganze aber auch Schattenseiten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Ja, wobei insgesamt überwiegen auf jeden Fall die Sonnenseiten wie sie richtig gesagt haben. Das sind meistens eben jene, die besser qualifiziert sind, die jünger sind, risikofreudig, also genau die Attribute erfüllen, die wir in einer modernen Arbeitswelt erfüllen. Für die Zurückgebliebenen ist es oft traurig. Manchmal kann es dann Effekte geben, dass ein Dorf nur noch ältere Menschen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Christiane Gronau&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>25.04.2007, 14:35</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5436.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070424_3_interview.mp4" length="13697111" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>Bauboom in Osteuropa</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5435.html</link>
			<description>In Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt: &lt;br /&gt;
Seit dem EU-Beitritt vor zwei Jahren steht den Polen ganz Europa als Arbeitsmarkt offen. Inzwischen haben schon rund zwei Millionen ihr Heimatland Richtung Westen verlassen und auf dem polnischen Arbeitsmarkt klafft eine riesige Lücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fehlt nicht nur an ausgebildeten Spezialisten wie Ärzten und Informatikern, auch in der Baubranche geht langsam gar nichts mehr: Jede zweite polnische Firma sucht Hände ringend ausgebildete Fachkräfte, zum Beispiel Schweißer und Monteure. Denn in Boomtowns wie Warschau und Krakau blüht das Geschäft mit Immobilien, viele davon finanziert von deutschen, österreichischen oder amerikanischen Investoren. Die Preise für Wohnungen haben sich in den vergangenen zwei Jahren fast verdoppelt. Überall wird neu gebaut - wenn sich denn Bauleute finden, die die inzwischen relativ hoch bezahlten Jobs machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur noch zwei Monate – dann muss auf der Baustelle alles fertig sein. Geplant haben die Bau-Unternehmer Wohnungen auf historischem Grund. Bei ausländischen Investoren steht das alte jüdische Viertel von Krakau derzeit hoch im Kurs sagt uns Architekt Michal Obarzanowski: &quot;Die Quadratmeter-Preise haben sich verdoppelt – sogar verdreifacht. Der ganze Bezirk ist begehrt – deshalb gehen die Preise nach oben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 5.000 Euro soll der Quadratmeter Wohneigentum hier kosten. Kaufwillige Iren und Amerikaner stehen bereits Schlange. Doch mit der Schlüsselübergabe könnte es knapp werden. Die Verträge einzuhalten, wird immer schwieriger für den Bauunternehmer. Bauleiter Przemyslaw Walega erklärt: &quot;Unsere besten Leute sind weg – Sie sind ins Ausland gegangen, um Geld zu verdienen. Nun müssen wir uns anders helfen. Wir machen das einfach, indem wir ganz junge Leute einstellen. Aber schon nach kurzer Zeit wollen auch die wieder weg – denn natürlich können wir ihnen hier nicht das Geld zahlen, was sie in Westeuropa bekommen würden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für Großbaustellen gibt es nicht genügend Bauarbeiter. Rund zwei Millionen Polen haben seit dem EU-Beitritt einen Job im Ausland gefunden. Jetzt fehlen sie hierzulande. Bei Alina Paluchowska in der Arbeitsagentur von Krakau stapeln sich die Anfragen: &quot;Wir haben in unserer Region 7.000 offene Stellen für qualifizierte Baukräfte. Zwar haben wir auch genau so viele ARBEITSLOSE Bauleute registriert – doch: wir haben hier einfach nicht genug gut ausgebildete Facharbeiter für den Bau.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei lohnt sich Arbeiten in Polen sogar wieder. Rund 800 Euro im Monat verdienen diese Bauarbeiter – deutlich mehr als der Durchschnitt. Brigadier Janusz Tylek: &quot;Früher bin ich auch nach Deutschland gefahren. In der Nähe von Siegen – dort habe ich gearbeitet. Aber jetzt hat sich die Lage in Polen verändert. Jetzt verdiene ich hier mehr, als früher in Deutschland – fast zwei Mal so viel – das lohnt sich.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baustellen findet man in Krakau überall – auch am Hauptmarkt. Ein paar Straßen weiter entsteht die neue Oper – ein Hundert-Millionen-Euro-Projekt. Der Löwenanteil kommt von der EU. Zwar ist hier das Geld da. Was jedoch neben qualifizierten Bauarbeitern fehlt – ist Material sagt uns Bauleiter Jacek Bozek: &quot;Wir stellen fest, dass der ganze Wirtschaftszweig überhaupt nicht auf diesen Bauboom vorbereitet ist. Es ist sehr schwer, an Baustoffe zu kommen. Man reserviert, dann wartet man zwei Monate – besonders bei Isolierstoffen ist es ganz schwierig.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Kulturzentrum von Krakau soll in den nächsten zwei Jahren großzügig erweitert werden. Sofern sich denn genug Bauarbeiter finden. Mit dem Start kann es dem Bauherrn gar nicht schnell genug gehen. Das Haus gilt schon in alter Form als eines der Schmuckstücke am Hauptmarkt. Jacek Purchla, Direktor Kulturzentrum Krakau: &quot;Vor 15 Jahren galt dieser Platz als schmutzig und vernachlässigt. Sie können ja sehen, was sich alles getan hat. Es ist sozusagen EIN WUNDER – dass wir es so schnell geschafft haben, das Gesicht von Krakau zu verändern.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter den schönen Fassaden aber – geht der Wettlauf um die besten Grundstücke und qualifizierte Bauarbeiter weiter. Am Hauptbahnhof sind die Filetstücke an österreichische Investoren vergeben. Gesamtbauzeit: 15 Monate. Im Juni sollen die ersten Gäste einziehen. Projektentwickler Jaroslaw Malik verrät, wie das gehen soll: &quot;Wir haben auf jeden Fall alle diese Baumaterialien gesichert. Wir haben alle Firmen hier vor Ort. 150 bis 160 Bauarbeiter haben wir hier auf der Baustelle. Und ich bin sicher, dass der 29. Mai geschafft wird. Dass wir hier eine schöne Eröffnungszeremonie erleben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit alles klappt, wurden eigens einige Facharbeiter aus Österreich mit nach Krakau gebracht.&lt;br /&gt;
 </description>
			<pubDate>25.04.2007, 14:34</pubDate>
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		<item>
			<title>America’s Cup</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5434.html</link>
			<description>Der Americas Cup gilt als die wichtigste Segeltrophäe weltweit und wird erstmals seit mehr als 150 Jahren wieder in Europa ausgetragen, nämlich im spanischen Valencia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was früher eher eine Eliteveranstaltung für wenige spleenige Millionäre war, wird mehr und mehr zum populären Sportereignis und zieht deshalb jede Menge zahlungskräftige Sponsoren an: Louis Vuitton, BMW, Prada, Allianz, die Fluggesellschaft Emirates und United Internet sind nur einige der Unternehmen, die zig Millionen in ihre Segel-Teams und in die PR Maschinerie vor Ort stecken. Bis zu 150 Millionen Euro beträgt das Budget für Bootsplatz, Personal und Marketing allein eines der zehn Teams - so wird aus dem prestigeträchtigen Segelrennen ein Wettlauf der Sponsoren um mediale Aufmerksamkeit und Marketing-Erfolge. Derzeit laufen die Vorentscheide, im Sommer findet das Finale statt.&lt;br /&gt;
 </description>
			<pubDate>25.04.2007, 14:31</pubDate>
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		<item>
			<title>Deutsche Handwerksbetriebe im Dschungel des europäischen Binnenmarktes</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5410.html</link>
			<description>Irland z.B. sei &quot;eine Katastrophe&quot; gewesen. Für eine Steuernummer, nur eine von vielen Voraussetzungen für den Auftrag, musste er eigens nach Belfast reisen - persönlich. Kentzler ist froh, dass er eine Sekretärin hat, die perfekt Englisch spricht. Angesichts solcher Hürden kapitulieren viele deutsche Handwerksbetriebe, vor allem die kleinen Betrieb. Der Aufwand übersteigt den Ertrag. 5 Prozent aller Handwerksbetriebe sind bislang im Ausland aktiv. Das muss mehr werden, sagt Heikos Vater, Otto Kentzler. Als Verbandspräsident (ZDH) versucht er, den Handwerkern auf politischer Ebene den Weg ins Ausland frei zu machen. Ein solcher Schritt sei überlebenswichtig. In Deutschland wächst die Billig-Konkurrenz aus Osteuropa. Im Ausland dagegen werde deutsche Handwerksarbeit sehr geschätzt, trotz hoher Preise. Ralf Jäckel stellt den Dortmunder Familienbetrieb der Kentzlers vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist Montag morgen. Der Klempner aus Deutschland ist bereits unterwegs. Genau um 8 Uhr ist Michael Schwan vor Ort, einer Villa in Richmond suedwestlich von London. Seine englischen Kunden schaetzen die deutsche Tugend Puenktlichkeit sehr, erzaehlt Schwan, denn viele englische Kollegen haetten damit so ihre Probleme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Schwan, Klempner: &quot;Wir installieren hier gerade ein komplettes Badezimmer, mit deutschen Armaturen, die hat sich der Kunde wohl uebers Internet gekauft, und fuer die englischen Kollegen ist es wohl sehr schwierig, diese Sachen zu montieren.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abenteuerlustig war Schwan schon immer, als die Auftraege in Deutschland vor ein paar Jahren immer duenner wurden, wanderte er kurzerhand mit seiner Familie aus. Dass er ein &quot;German Plumber - ein Klempner aus Deutschland&quot; ist, sei die beste Werbung. Deutsches Handwerk sei fuer viele Englaender noch immer ein Guetesiegel. Kurz vor Mittag, der naechste Kunde wartet bereits. Jim hat fuer sein neues Bad Armaturen aus Deutschland gekauft. Michael, meint er, sei genau der richtige Mann fuer die Installation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jim Newell, Kunde: &quot;Mir gefaellt Michaels Einstellung zur Arbeit. Er weiss, was er macht und er kommuniziert mit seinen Kunden. Ich habe volles Vertrauen zu ihm und kann ihn nur weiterempfehlen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So zufriedene Kunden im Ausland wünscht sich Dachdecker Heiko Kentzler auch. Noch arbeitet er vorwiegend in Deutschland. Allein dieser Auftrag in Dortmund bringt ihm 600.000 Euro ein. Eine ganze Menge - in einer Branche, in der sich die Betriebe ständig beim Preis unterbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiko Kentzler, Geschäftsführer: &quot;Ein Unternehmen wie wir es sind mit knapp 50 Mann, muss sich schon lange recken und strecken, um da an Aufträge zu kommen. Damit wir die Familien beschäftigen können, die wir bei uns im Unternehmen angestellt sind.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb orientiert sich Kentzler nach Österreich und England. Seine Dächer stehen nun sogar in Irland. Dazu kommt der Aufwand, damit seine Leute überhaupt in Irland arbeiten dürfen. Heiko Kentzler denkt mit Schrecken daran zurück. Zig Formulare mussten ausgefüllt, etliche Steuernummern beantragt werden. Und alles auf englisch. Zum Glück beherrscht die Sekretärin die Sprache. Den meisten Aufwand aber verursachte diese Steuerkarte. Kentzler musste für sie eigens ins Finanzamt nach Irland reisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiko Kentzler, Geschäftsführer: &quot;Das muss ich alle zwei Jahre machen. Und das muss ich höchstpersönlich machen. Und deshalb muss ich immer wieder nach Irland fahren, um die Karte abzuholen. Das dauert drei Minuten um die Karte zu bekommen, aber ich muss jeweils dahin fahren.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Senior treibt das Engagement im Ausland voran. Denn diese Aufträge lohnen sich. Nicht nur im Familienbetrieb, auch in der gesamten Branche. Als Verbandspräsident macht er Politik für die deutschen Handwerksbetriebe. Weniger Bürokratie in Europa. Dafür setzt er sich ein. Damit sich künftig noch mehr deutsche Handwerker ins Ausland trauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Kentzler, Verbandspräsident ZDH: &quot;Das ist kein Patentrezept, um den Goldesel anzustecken. Das mit Sicherheit nicht. Aber es lohnt sich, darüber nachzudenken, weil man auf Märkte kommt, die nicht so besetzt sind, wie das unsere im Moment sind.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klempner Michael Schwan bereut seinen Schritt nicht, nach England gegangen zu sein. Bis August ist er ausgebucht, kann sich vor Aufträgen kaum retten. Umgerechnet 75 Euro pro Stunde verdient er, damit koenne er so gut wie in Deutschland leben. Auszuwandern koenne er anderen nur empfehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael Schwan, Klempner: &quot;Die Leute, die hierherkommen, duerfen keine Angst haben, English zu sprechen, auch wenn es nur Schulenglisch ist. Und man sollte sich alle Zeugnisse und Qualifikationen aus Deutschland uebersetzen lassen. Dann hat man eigentlich schon die Eintrittskarte.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Deutschland zurueck will Michael Schwan nicht, seine Zukunft sieht er in England. Im naechsten Jahr will er sich hier sogar ein Haus kaufen, nur das Badezimmer, meint er, werde er sicherlich aus Deutschland importieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>18.04.2007, 13:06</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5410.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast: Gerhard Bosch, Arbeitsmarktexperte zum Thema Handwerk</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5409.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
DW-TV: Neue Chancen für deutsche Handwerker - dazu Fragen an Herrn Professor Gerhard Bosch, Direktor am Institut für Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen. Für den einzelnen Handwerker ist das sicherlich schön und gut, wenn man anderswo neue Aufträge findet, aber wo liegen die Risiken für den Deutschen Markt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Bosch: Zunächst einmal ist das ein Kompliment für die deutsche Ausbildung, dass die ausländischen Betriebe die Facharbeiter aus Deutschland wegen der guten Ausbildung wollen, wegen der guten Qualität, die sie liefern. Für die deutschen Betriebe ist das ein Problem, dass die besten Fachkräfte in andere Länder abwandern. Sie können dann ihre Stellen nicht mehr besetzen, gerade wenn die Wirtschaft wie jetzt anzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Der Zentralverband des deutschen Handwerks meldet regelmäßig die offenen Stellen. Und da zeigt sich möglicherweise das Problem: 2005 waren es 48.000 offene Stellen im Handwerk, ein Jahr später 84.000 offene Stellen. Wo sind die fehlenden Leute, die können ja nicht alle in England sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Bosch: Nein, natürlich nicht. Ein Teil der qualifizierten Leute aus dem Handwerk ist arbeitslos geworden, ist woanders hingegangen. Die sind jetzt in einem Großbetrieb und wollen nicht wieder in einem Kleinbetrieb hineingehen. Dann hat das Handwerk möglicherweise zu wenig ausgebildet in den Zeiten der Krise und jetzt fehlen ihnen die Arbeitskräfte. Und schließlich glaube ich, dass man auch einige Vorurteile ändern muss. Wir haben eine ganz Menge arbeitslose, ältere Beschäftigte. Und man kann auch auf die älteren qualifizierten Arbeiter zurückgreifen, man muss nicht nur Junge nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das heißt, Sie sehen die Probleme vor allen Dingen bei den Unternehmen. Die Unternehmen haben vieles falsch gemacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Bosch: Sie haben auf jeden Fall auch Fehler gemacht. Was die Ausbildung angeht, haben sie nicht langfristig genug gedacht. Sie haben natürlich die Situation vielleicht auch nicht vorausgesehen. Sie waren unter ökonomischen Druck, aber jetzt müssen sie handeln. Und ich denke, sie müssen in Ausbildungen investieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Auf dem gesamten Arbeitsmarkt sieht es ja auch derzeit etwas seltsam aus, viele Unternehmen suchen händeringend Fachleute. Auf der anderen Seite haben wir immer noch fast vier Millionen Arbeitslose. Was ist da das Problem?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Bosch: Das ist das gleiche Problem wie im Handwerk. Es wurde zuwenig ausgebildet, in der Industrie und im Dienstleistungsbereich noch stärker als im Handwerk. Das Handwerk ist vergleichsweise ausbildungsstark. Der zweite Grund ist, dass die Unternehmen auch falsche Erwartungen haben. Sie erwarten, dass sie von heute auf morgen jemanden finden, der sofort vollproduktiv ist und das geht nicht. Für qualifizierte Tätigkeiten braucht man Einarbeitung und auch Weiterbildung. Ein bisschen muss man schon investieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Da sagen die Unternehmer dann, die jungen Leute sind einfach nicht gut genug, die können ja nicht einmal Lesen und Rechnen und Schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Bosch: Wir haben Tausende, Zehntausende von Jugendlichen mit guten Schulzeugnissen, die verzweifelt eine Lehrstelle suchen. Also, das ist ein bisschen zu pauschal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Rächt es sich im Moment auch, Stichwort Fachkräftemangel, dass manche Firmen ihre älteren Mitarbeiter zu früh in den Vorruhestand geschickt haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Bosch: Ja auf jeden Fall. Die älteren Jahrgänge in Deutschland sind qualifizierte Jahrgänge mit einer sehr guten Ausbildung, mit sehr viel betrieblicher Erfahrung. Oft hat man die Besten, ganze Meisterjahrgänge in Betrieben in Rente geschickt. Und die würde man gerne heute wieder haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>18.04.2007, 13:04</pubDate>
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		<item>
			<title>Indien: Rupien – gedruckt mit deutscher Technik</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5408.html</link>
			<description>Giesecke und Devrient ist eines der führenden Unternehmen im Bereich Banknotendruck und -kontrolle, außerdem produzieren die Deutschen Chipkarten für Mobiltelefone und elektronischen Zahlungsverkehr. Um geschätzte 20 Millionen Menschen wächst Indiens Mittelschicht pro Jahr, entsprechend boomt der Verkauf von Handys. In beiden Geschäftsfeldern, sowohl bei der Banknotenbearbeitung als auch bei Chipkarten, ist Indien momentan ein Boom-Markt. Eine Reportage aus Indien von Michael Altenhenne.</description>
			<pubDate>18.04.2007, 13:02</pubDate>
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		<item>
			<title>My Favourite: Roland Berger</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5407.html</link>
			<description>In dieser Sendung stellt uns Roland Berger sein Favourite vor. Manche behaupten, er habe den Beratergedanken in Europa überhaupt erst erfunden. Roland Berger - Unternehmensberater aus Deutschland. Sein Favourite ist ein Aktenkoffer, den er seit Jahren auf allen Geschäftsreisen dabei hat. Ute Schneider bekam ungewohnte Einblicke in das Innenleben des Koffers und damit auch des Trägers. </description>
			<pubDate>18.04.2007, 13:01</pubDate>
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		<item>
			<title>Ferdinand Piech - Rastlos im Ruhestand</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5406.html</link>
			<description>Seit Porsche Großaktionär bei VW ist, laufen bei Ferdinand Piech die Fäden beider Konzerne zusammen. Es gab ein paar Wochen im Leben des 70jährigen, da schaute auch er in den Abgrund seiner Karriere: mit dem Skandal um Korruption und Lustreisen des VW Betriebsrats. Doch sein Image wurde davon nicht beeinträchtigt. Sein Wirken als technischer und wirtschaftlicher Sanierer war stets erfolgreich und nachhaltig. So hat er Volkswagen mit einer modernen Modelloffensive aus den roten Zahlen herausgeführt und zu einem profitablen Weltkonzern geformt – aus Marken wie VW, Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und Scania. Das Modell 5000 x 5000 steht für die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Unter seiner Verantwortung wurde das 3-Liter-Auto zur Serienreife gebracht, aber auch der mit 1001 PS stärkste Sportwagen der Welt. Ein filmisches Profil von Dagmar Zindel.</description>
			<pubDate>18.04.2007, 13:00</pubDate>
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		<item>
			<title>My Favourite – Was Machern der Wirtschaft lieb und teuer ist!</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5383.html</link>
			<description>Man kennt sie von Pressekonferenzen und Verbandsterminen - die Konzern- und Wirtschaftsbosse. Was niemand weiß, sie haben ein Geheimnis: etwas, das ihnen lieb und teuer ist, ein Favourite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prominente aus der Wirtschaft verraten uns ihr Favourite: z.B. Roland Berger, Unternehmensberater; Klaus Jacobs, Spross der gleichnamigen Kaffee-Dynastie; oder Bastian Fassin, Katjes-Erbe. &lt;br /&gt;
In dieser Sendung stellt uns Wolfgang Grupp, der Textilunternehmer, sein Favourite vor. Grupp ist Chef von Trigema, produziert T-Shirts nur in Deutschland. Sein Favourite ist kein Gegenstand, sondern ein Ort – ein symbolischer Ort. Der markiert die örtliche Mitte zwischen seinem Unternehmen und seinem Zuhause. Der Ort steht für die enge Verflechtung mit dem Unternehmen. Wolfgang Grupp wohnt direkt neben dem Unternehmen, in einer Villa im schwäbischen Burladingen. Mit diesem Favourite möchte er sein Unternehmensmotto ausdrücken – die persönliche Nähe zu seiner Betriebsfamilie demonstrieren und Standorttreue zeigen. Ute Schneider über den besonderen Ort eines besonderen Unternehmers. &lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>11.04.2007, 14:05</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5383.html</guid>
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		<item>
			<title>Bursa – ein türkischer Automobilzulieferer</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5382.html</link>
			<description>Die Türkei präsentiert sich dieses Jahr als Gast auf der Hannovermesse - mit neuem Selbstbewusstsein. Die türkische Wirtschaft wächst rasant, im Schnitt um 7,2 % pro Jahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem die Automobilindustrie boomt. Sie ist der zweitstärkste türkische Industriezweig mit einem Jahresumsatz von über 5 Milliarden Dollar. Ein Drittel der Aussteller in Hannover sind Automobilzulieferer. Bursa, eine Stadt südlich von Istanbul, ist DER türkische Automobilstandort. Mercedes, MAN, Ford, Renault - viele große europäische Hersteller haben ihre Produktion hierher verlagert. Das bedeutet auch ein gutes Geschäft für die einheimischen Zulieferer rundherum. Und viele türkische Firmen sehen sich nicht mehr nur als &quot;Werkbank&quot; Europas. Sie haben gut ausgebildete, junge Mitarbeiter, produzieren mit modernster Technologie und entwickeln ihre eigenen Produkte. Diese Technologie-Entwicklung ist u.a. auch ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit mit deutschen Auftraggebern. Die Zulieferer wachsen mit. Claudia Laszczak ist vor Ort und will wissen, wie fit die türkischen Firmen wirklich sind.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>11.04.2007, 14:04</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast – Klaus Deutsch, Deutsche Bank Research</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5381.html</link>
			<description>Klaus Deutsch ist Volkswirt bei Deutsche Bank Research in Frankfurt/Main. Wir sprachen mit ihm über den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland und den aktuellen DBIX. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Große Hoffnung für den Standort Frankfurt/Oder durch den Bau einer neuen Fabrik des Solarherstellers Conergy: Investitionen in dieser Größenordnung sind aber in Ostdeutschland immer noch eher die Ausnahme. Wie erklären Sie sich das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Mit dem Beginn der Deutschen Einheit gab es einige große Industriebranchen, in denen ausländische Investoren wirklich große Investitionen getätigt haben, weil man auf Bestehendem aufbauen kann. Es müssen sich die Dinge neu entwickeln, das ist eher eine Frage des Mittelstandes und der kleineren Unternehmen und bedeutet nicht große Ansiedlungen auf der grünen Wiese. Die gibt es vereinzelt, aber es ist eher selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Auch dem Mittelstand wird ja geholfen, es sind nach ihren eigenen Recherchen bisher mehr als 300 Milliarden Euro an öffentlichen Zuschüssen für private Investitionen geflossen. Wie sinnvoll sind diese Zuschüsse? Wir sehen doch immer wieder, dass Projekte den Bach runter gehen. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Im Großen und Ganzen war es sehr notwendig, insbesondere im ersten Jahrzehnt, denn es gab so viele Standortnachteile in Ostdeutschland, dass es ohne öffentliche Hilfe nicht gegangen wäre. Aber mittlerweile ist man in einer Situation, wo die Investoren auch stärker marktwirtschaftliche Kriterien anlegen und wo es nicht mehr so sehr auf die öffentliche Unterstützung ankommt, sondern auf die Frage, ob es andere Unternehmen in der Branche gibt, ob die Arbeitskräfte vorhanden sind und die Rahmenbedingungen stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das heißt, man könnte die öffentlichen Zuschüsse jetzt auch weglassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Vielleicht nicht weglassen, aber schrittweise reduzieren und vielleicht sollte man auch alles in Form einer Landeshilfe statt in einer Mischfinanzierung von Bund und Ländern betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Immer wenn Sie da sind, gucken wir ja auch, was weltweit so los ist. Hier kommt der DBIX. Der Index wird jeden Monat neu für uns berechnet - von Deutsche Bank Research. Er bündelt die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan. Die deutschen Daten sammelt das renommierte Münchner Ifo-Institut. Es fragt jeden Monat die Stimmung bei Tausenden Unternehmern ab. In den USA werden 400 Einkaufsmanager nach ihren Erwartungen befragt. Und in Tokio sammelt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten. Der aktuelle DBIX ist stark auf Zick-Zack-Kurs und vor allem ein bisschen schwächer. Herr Deutsch wo drückt der Schuh?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Na die Amerikaner sind diesmal schuld. Die amerikanische Wirtschaftsentwicklung läuft nicht mehr so rund und wird etwas schwächer und auch in Japan stehen die Zeichen nicht auf Sturm, nur die Deutschen fahren mit sehr gutem Tempo voran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Und erst mal noch zu den USA: Dort hat es viel mit dem Häusermarkt zu tun, ist da ein Ende des Abschwungs in Sicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Nein, noch nicht und wir wissen auch nicht genau, wie die privaten Verbraucher in Amerika darauf reagieren, dass ihre Immobilienwerte einfach weniger werden und derzeit sehen wir auch, dass sozusagen auf der Industrieseite sich die Zeichen verdunkeln, also es ist nicht so richtig gut bestellt um die amerikanische Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wie kann es sein, dass sich die deutsche Wirtschaft davon im Moment so abkoppeln kann?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Das liegt vor allen Dingen an der Exportwirtschaft. Wir verkaufen sehr viele Investitionsgüter in den Nahen Osten, nach Asien, nach Osteuropa und sind ein bisschen getrennt von der weltweiten Entwicklung derzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 </description>
			<pubDate>11.04.2007, 14:03</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5381.html</guid>
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		<item>
			<title>Conergy - Energie für den Osten</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5380.html</link>
			<description>Es sieht so aus, als ob das Märchen doch noch wahr wird: Das Märchen von Frankfurt/Oder als Hightech-Standort, das Märchen von den vielen neuen Arbeitsplätzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Solarhersteller Conergy will nun Arbeitsplätze schaffen und die modernste Solarmodulfertigung der Welt aufbauen. Dazu hat Conergy die leer stehende Fabrikhalle gekauft, die ursprünglich einmal eine Chipfabrik werden sollte. Die war eines der Großprojekte, die dem Osten neue Arbeit bringen sollten. Doch die Finanzierung scheiterte und statt 1500 neuen Arbeitsplätzen und hohen Steuereinnahmen blieb Frankfurt auf der Investitionsruine sitzen. In die investiert jetzt die Conergy AG 250 Millionen Euro. Zur Zeit wird unter Hochdruck die Halle ausgebaut - im Sommer soll die Produktion starten. Dafür stellt die Firma bereits fleißig Leute ein. Zum Teil Leute, die schon zuvor für den Chipfabrikbetreiber gearbeitet haben. Ralf Lehnert war dabei, als die ersten Maschinen angeliefert wurden.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>11.04.2007, 14:00</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5380.html</guid>
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		<item>
			<title>Parmesan – Italien kämpft um seinen beliebten Hartkäse</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5379.html</link>
			<description>Bella Italia - da denken die meisten wohl an gute italienische Speisen. Sie sind beliebt in der westlichen Welt. Doch was ist noch echt italienisch an der italienischen Küche?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem die Zutaten kommen immer seltener aus Italien. Es wimmelt von Plagiaten. Vor allem der Parmesan-Käse ist bedroht. In den USA wird kaum noch original italienischer Parmesan gegessen. Über 90 Prozent sogenannter Parmesan kommt aus anderen Ländern, allerdings mit italienischer Aufmachung. Auch in Deutschland ist viel Parmesan im Handel, der nicht aus Italien und vor allem nicht aus der Parma-Region stammt. Die Italiener kämpfen seit Jahren um ihren Parmesan, wollen ihn offiziell schützen lassen. Parmesan darf dann nur heißen, was auch wirklich aus der Region kommt und nach den speziellen Rezepten hergestellt ist. Besonders die Deutschen wehren sich, argumentieren Parmesan sei eine Gattungsbezeichnung wie Gouda, Emmentaler oder Brie und könnte daher überall hergestellt werden. Ein Fall für den EU-Gerichtshof. Der wird demnächst dazu entscheiden. Eine Reportage aus Parma von Katharina Bahn.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>11.04.2007, 14:00</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5379.html</guid>
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		<item>
			<title>Mumbai: Mittelstand goes to India!</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5333.html</link>
			<description>Indien ist der &quot;shooting star&quot; Asiens und bietet gerade für mittelständische Unternehmen gute Möglichkeiten. Zum einen lockt ein riesiger Binnenmarkt mit einer wachsenden kaufkräftigen Mittelschicht. Zum anderen ist Indien längst ein hochinteressanter Partner für Outsourcing-Aktivitäten. Made in Germany begleitet eine Gruppe Chemie-Unternehmer beim Erkunden des Marktes und besucht mit ihnen eine Firma in Mumbai. Besonders interessant: Der Gruppenleiter: Als Inder hat er vor 25 Jahren eine Biotech-Firma in Hamburg gegründet. Er kennt also beide Welten sehr gut. Eine Reportage von Michael Wetzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäsche waschen. Hier wird es zur Kunst. Mitten in Mumbai. Hunderte Männer stehen den ganzen Tag in einer Seifenlauge und waschen. Mit einfachsten Mitteln und viel Körpereinsatz. Hier kommen Ausländer eher selten hin. Die hier sind sozusagen vom Fach. Deutsche Mittelständler aus der Chemiebranche. Sie suchen Geschäftskontakte in Indien. Ein bisschen Seife, mehr Chemie kommt hier zwar nicht zum Einsatz. Aber - das müssen auch die Deutschen anerkennen - das Ergebnis, das kann sich sehen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ingo Breuer ist von der Helmut Breuer GmbH, einer Firma, die Kunststoff verarbeitet. Er ist beeindruckt: &quot;Man sieht auch wie improvisierfähig die Leute hier sind. Wenn man sieht, dass sie mit einfachsten Mitteln eben diese Ergebnisse kriegen. Das heißt also sie müssen sehr gut improvisieren können und haben 'ne gewisse Findigkeit.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma von Peter Geiger stellt in Deutschland Präzisionsgeräte her. Geiger meint: &quot;Ich wär froh, wenn meine Mitarbeiter in der Firma auch sehen könnten wie hart hier gearbeitet wird. Nicht dass ich mir wünschte, dass jeder so arbeiten muss. Aber einfach um 'nen Eindruck zu bekommen, wie hart das Leben hier in Indien sein kann.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in Indien will Peter Geiger seine Produkte verkaufen, Maschinen zur Verarbeitung von Chemikalien. Denn trotz der Armut ist überall der Aufbruch zu spüren. Die Menschen scheinen ungeheuer motiviert und einfallsreich. Sicher ein Grund für den rasanten Aufschwung von Indiens Wirtschaft. Der lockt immer mehr Ausländer an. Auch aus Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Offizieller und feierlicher Auftakt der deutschen Delegationsreise. Insgesamt sind mehr als 80 mittelständische Unternehmer nach Indien gekommen. Nicht nur aus der Chemiebranche, aus fast allen Bereichen. Erster Schritt: Kontakte machen. Für viele ist es der erste Aufenthalt in Indien. Und wenn die Besprechungsräume knapp werden, dann reicht auch das Hotelzimmer für Hintergrundgespräche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragi Raghavan ist Herausgeber einer Fachzeitschrift, eine Kapazität in der indischen Chemiebranche. Die ist im Umbruch, erklärt er. Seit ein paar Jahren muss sie sich der internationalen Konkurrenz stellen. Und die Global Player, die sind längst im Land. Aber was ist mit den vielen kleinen indischen Chemieunternehmen, fragt Peter Geiger. Sind die auch schon soweit, Produkte aus Deutschland zu kaufen? Und können sie sich das leisten? &quot;Absolut!&quot; sagt Ragi Raghavan. Fast alle Firmen, die jetzt investieren, wollen das Beste haben, das es zu kaufen gibt. Materialien, Chemikalien, Laborinstrumente. Sie wollen das Beste, was es auf dem Markt gibt. Sie müssen ja auch das Beste liefern, schließlich wollen das die Kunden so!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gegensätze in Indien, sind für die Deutschen manchmal schwer zu begreifen. Trotzdem wollen die Mittelständler am Boom Indiens teilhaben. Peter Geiger:,&quot;Der ideale Partner wäre der, der sagt: Ok, das ist ein tolles Produkt, was Du hast. Wir bieten Dir 'n Service, wir sind bereit, auch Geld zu investieren und Zeit, um nen Markt zu entwickeln.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das ist Indien. Ein High-Tech-Labor. Die deutsche Firma Altana forscht hier seit ein paar Wochen. Indiens Chemiker gelten als gut ausgebildet. Und das Einstiegsgehalt liegt bei gerade mal 15 Prozent des vergleichbaren deutschen Lohns. Auch das ein Grund, hier zu investieren. Die Laborgeräte und die Sicherheitstechnik kommen aus Deutschland. High-Tech neben Armut. Das müssen die Gäste aus Deutschland erstmal verarbeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter Geiger will sich dazu Zeit nehmen. Auch wenn die ersten Eindrücke durchaus positiv sind: &quot;Zumindest was deutsche Firmen betrifft sehr professionell&quot;, meint er. Sehr profesioneller Auftritt. Sehr gute Leute da. Für indische Verhältnisse sicher außergewöhnlich. Sicher nicht Standard.&quot; Dann geht es los, Richtung Flughafen. Fast eine Woche werden die deutschen Mittelständler durchs Land reisen. Auf der Suche nach dem 'idealen Partner'. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>28.03.2007, 13:39</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5333.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast: Thomas Straubhaar, Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5332.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
DW-TV: Thomas Straubhaar, warum ist es für uns Europäer auch für uns Deutschen offenbar leichter, den Draht nach Indien zu finden als beispielweise nach China?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Weil Indien eben uns Europäern näher liegt, nicht nur geografisch, sondern auch von der Geschichte her. Die englische Sprache ist weit verbreitet in Indien. Sie können sich in Indien mit Englisch wunderbar verständigen. Zweitens ist es eine Demokratie, das heißt auch von da aus gesehen uns Europäern von der Kultur her recht nahe. Und drittens die Rechtsstaatlichkeit ist ganz wichtig, dass eben das indische Recht letztlich sich an den europäischen Grundsätzen orientiert. So dass wir dort mit unserem Wissen dann auch Geschäfte machen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Und auch verlässliche Partner haben! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Und verlässliche Partner haben. Die Eigentumsrechte sind respektiert. Wenn ein Vertrag einmal geschlossen, wird er auch eingehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Der Handel Deutschlands mit Indien Ist sehr viel schneller gewachsen als erwartet, im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von mehr als 10. Milliarden Euro gehandelt und bis zum Jahr 2010 soll es sich noch mal verdoppeln auf 20. Milliarden Euro. Bei allem Optimismus - ist das ein Markt, in dem tatsächlich auch kleinere und mittlere Unternehmen Fuß fassen können? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Absolut, wobei eben 'klein' und 'mittel' ja bedeutet, dass man sich einen Partner suchen muss. Das können Partner sogar auch aus Deutschland sein. Dass man gemeinsam versucht, den indischen Markt zu bearbeiten, es können aber auch sehr gut Partner in Indien sein, mit dem zusammen man dann versucht, Geschäfte zu machen. Wobei vielleicht eine Warnung doch auch anzubringen ist: es ist eben ein anderer Markt, ist eben Ausland für deutsche Mittelständler. Also, man muss sich schon dem entsprechend besser vorbereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Welche Risiken sehen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Risiken bestehen erstens darin, dass bei solchen Wachstumsraten wie Sie es eben geschildert haben, auch eine Überhitzung stattfinden kann. Dass man dann vielleicht auch in Dinge investiert, die unter Konkurrenzbedingungen von anderen auch bearbeitet werden, so dass plötzlich ein Überangebot an gewissen Dingen verfügbar ist. Und das zweite Risiko, dass auch dort in Indien die Kosten steigen werden, so dass die Gewinne nicht unendlich einfach zu erreichen sein werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ein erheblicher Teil der indischen Bevölkerung, nämlich ein 1/4, ist ja noch von jeglichem Wohlstand abgekoppelt. Sehen Sie auch da Risiken, also sozialen Sprengstoff?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Absolut, also ich denke, das ist, wie wir es früher auch in anderen Ländern gehabt haben, diese Zweiteilung letztlich der Gesellschaft, in welche, die mithalten können im weitesten Sinne mit Globalisierung, und andere, die eben vergleichsweise noch stark zurückgeworfen oder zurückgeblieben sind, und das wird Spannungen geben, wobei in Indien sicher weniger stark als beispielsweise in China, dort ist die Spannung noch viel größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Mit welchen Folgen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Die sozialen Folgen werden natürlich sein, dass sie nicht auf ewige Zeiten diese Unterschiede belassen können, dass dann auch diejenigen, die glauben, dass Sie weniger haben mehr beanspruchen werden, und dass kann dann eben soziale, gesellschaftliche und damit auch politische Spannungen auslösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>28.03.2007, 13:37</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5332.html</guid>
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		<item>
			<title>Nadja Kopytina – Unternehmerin und Selfmade-Millionärin aus Russland</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5331.html</link>
			<description>Einige, besonders zähe und durchsetzungsfähige Frauen haben es in Russland bereits auf den Chefsessel von bedeutenden Unternehmen geschafft. Eine von ihnen ist Nadja Kopytina. Die 36-Jährige ist die Eigentümerin der Lebensmittelfirma Ledovo. Nadja Kopytina verkauft Meeresfrüchte und Champignons. Durch viel Arbeit und Geschick hat sie es innerhalb von 10 Jahren aus der ärmlichen sibirischen Provinz bis in die Moskauer Oberschicht geschafft. Kopytina hat sich weder von der Finanzkrise 1998 noch von der überbordenden Beamtenwillkür in Russland unterkriegen lassen. Christoph Wanner über die Selfmade-Millionärin.</description>
			<pubDate>28.03.2007, 13:35</pubDate>
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		<item>
			<title>Michael Frentzel: Das Stehvermögen des TUI-Chefs</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5330.html</link>
			<description>Dabei hat er sich als Konzernlenker einige Patzer erlaubt. Angefangen beim Verkauf der Stahlsparte, als TUI noch Preussag hiess. Gleich nach dem Verkauf begann der weltweite Stahlboom, mit riesen Gewinnen für die Stahlproduzenten, Preussag hingegen ging leer aus. Seine Antwort auf die Krise: Er baute den Tourismus-Konzern TUI auf. Zunächst mit grossem Erfolg. Doch dann kam der Terroranschlag am 11. September in New York. Die Buchungszahlen schrumpften zusammen. Und wieder die Flucht nach vorne: Nun versuchte Frenzel im weltweiten Frachtgeschäft Geld zu verdienen: mit dem Kauf des Schiffahrtsunternehmen Hapag-Lloyd. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch schnell wurde der TUI-Chef auf den Boden der Tatsachen geholt. Denn Frenzel hatte zu spät zugegriffen und zu viel Geld gezahlt. Viel Geld verdient TUI nicht mit Hapag-Lloyd. Die Zeit der grossen Gewinne in dieser Branche sind vorbei. Inzwischen ist seine eigene Bilanz so rot wie das Logo des TUI-Konzerns. Derzeit verbrennt er täglich 2,3 Millionen Euro. Das soll sich mit dem Kauf des britischen Reiseveranstalters First Choice jetzt ändern. Frenzels letzte Chance, fragt sich der MIG-Reporter Manuel Özcerkes. &lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>28.03.2007, 13:35</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5330.html</guid>
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		<item>
			<title>My Favourite: Klaus Jacobs</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5329.html</link>
			<description>Sechs Prominente verraten uns ihr Favourite. Zum Beispiel Brigitte von Boch, Hotelbesitzerin und Ehefrau des Porzellanunternehmers Wendelin von Boch (Villeroy &amp; Boch). Ihr Favourite ist eine Suppenschüssel, ein Erbstück, das noch heute die Familie jeden Samstag an einen Tisch bringt. Wolfgang Grupp von Trigema, Textilunternehmer, Roland Berger, Unternehmensberater oder Bastian Fassin, Katjes-Erbe: sie alle haben eines gemeinsam - ein Favourite und einen Auftritt bei Made in Germany. In dieser Sendung stellt uns Klaus Jacobs sein Favourite vor. Klaus Jakobs - Spross der gleichnamigen Kaffee-Dynastie, und mit Barry Callebaut und Adecco Chef von Schokoladen- und Personalvermittlungskonzernen. Sein liebstes Stück - ein Stehpult, an dem der Multimillionär so manche wichtige Unternehmensentscheidung getroffen hat. Manuela Kasper-Claridge und Ute Schneider.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>28.03.2007, 13:34</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5329.html</guid>
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		<item>
			<title>Wasserkraftwerk Rheinfelden In Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5146.html</link>
			<description>Für rund 400 Millionen Euro wird ein neues Stauwehr erstellt, später kommt im Maschinenhaus eine Turbinenanlage der neusten Generation hinzu. Auch an den Umweltschutz wird gedacht: Für (Wander-) Fische wird ein eigener Kanal gebaut, der es ihnen ermöglicht, die Staustufen zu erklimmen. Außerdem wird für Laich- und Ruheplätze um das Kraftwerk herum gesorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Boot ist für Bauleiter Helmut Reif das schnellste Verkehrsmittel auf der Baustelle. Damit nimmt er uns mit zur Besichtigung. Das alte Stauwehr muß dringend erneuert werden. Denn der Beton der Pfeiler ist bereits brüchig und jeden Tag muss er ungeheuren Wassermassen widerstehen. Doch der Neubau kommt gut voran, die Bauleute liegen im Zeiplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Reif, Bauleiter: &quot;Wir haben jetzt hier noch 3,4 Jahre. Mitte 2010 sollen die Maschinen, das Maschinenhaus, in Betrieb gehen. Wenn hier keine größeren Ereignisse eintreten, dann sind wir guten Mutes - wir müssen den Terminrahmen halten.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür soll auch High-Tech sorgen. Ein Computer-gesteuerter Bagger frißt sich tief in das Rheinbett hinein. 10 Meter muss die Flußsohle tiefer gelegt werden. Helmut Reif kontrolliert die Aushubarbeiten jeden Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Reif: &quot;Herr Meier, jetzt haben wir doch schon ein schönes Stück weggeschafft! Und Sie fahren das dann in 2 Stufen ab?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeiter: &quot;Wir haben hier 5 Meter und ab da wieder 5 Meter abgetragen&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Reiff: &quot;Das heißt, im vorderen Bereich sind wir schon auf Endtiefe gegangen und jetzt machen Sie da weiter?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeiter: &quot;Ja, immer 2 Schichten tragen wir dann ab.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2003 ist der Hochrhein hier eine riesige Baustelle. Abschnittsweise wird der Fluß gestaut und trockengelegt. Nach den Arbeiten wieder geflutet. Einen kilometer Flußabwärts in der Maschinenhalle des alten Kraftwerks. Die Generatoren im Maschinenhaus Rheinfelden sehen aus wie Museumsstücke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit mehr als 100 Jahren werden sie schon vom Rheinwasser angetrieben, erklärt uns, Martin Steiger, Chef der Betreibergesellschaft Energiedienst. Bald wandern sie auf den Schrottplatz. Die neuen Maschinen sind 4-mal so stark und liefern Strom für 200.000 Haushalte. Seine Firma investiert 400 Millionen Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Steiger, Vorstand Energiedienst: &quot;Ein Wasserkraftwerk hat aufgrund seiner langen Lebensdauer und seiner hohen Kapitalintensivität immer eine 2.Hälfte wo es rentabel sein wird. Wir investieren jetzt hier nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch für unsere Nachfahren.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: &quot;Das heißt aber, sie sind auf hohe Energiepreise angewiesen, dass Sie die Kosten wieder reinbekommen?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Steiger, Vorstand Energiedienst: &quot;Das ist eine Prämisse von der wir ausgehen, dass die Energiepreise steigen werden, ja.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Stauanlage ist schon fertig. Meterdicker Stahlbeton - tief im Rheinbett verankert. Noch ein paar abschließende Tests und das Wehr kann in Betrieb gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: &quot;Herr Reif, was passiert denn mit der alten Anlage wenn Sie mal fertig sind?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmut Reif, Bauleiter: &quot;In dem Moment wo wir den Anschluß hier rübergenommen haben, zwischen den Wehrfeldern 5 und 6 beginnen wir mit dem Abriß des alten Stauwehrs. Das wird Anfang April geschehen. Dann werden als erstes die Stahlkonstruktionen von Autokränen auf Schwimmpotons heruntergehoben. Und danach wird der alte Beton abgebrochen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom alten Kraftwerk wie es über hundert Jahre lang das Landschaftsbild bei Rheinfelden prägte, wird dann nichts mehr übrig sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>21.03.2007, 16:38</pubDate>
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		<item>
			<title>Durstige Erdbeeren</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5145.html</link>
			<description>Zum Beispiel in der Region Huelva in Südspanien, Europas größtem Erdbeeranbaugebiet. Rund 200.000 Tonnen Beeren werden hier jährlich produziert, das meiste davon wird nach Deutschland exportiert. Aber was sich die Deutschen schmecken lassen, ist nach Ansicht von Umweltschützern &quot;doppelt illegal&quot;: die gewaltige Expansion der Erdbeerfelder erfolgt oft ohne Genehmigung, viel krimineller noch ist deren Bewässerung! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschätzte 10.000 illegal gebohrte Brunnen sorgen für die Bewässerung der Plantagen, der Grundwasserspiegel sinkt Jahr um Jahr, die Bauern bohren tiefer. Michael Altenhenne begleitet Guido Schmidt, Wasserexperte beim WWF in Spanien. Er zielt auf eine Zusammenarbeit mit europäischen Supermarktketten, die ihren Druck auf die Erdbeerbauern um eine Komponente erweitern sollen: Sie sollen darauf bestehen, dass alle eingekauften Erdbeeren auf legalem Land mit legal bezogenem Wasser gereift sind. Nur über dieses Umweltsiegel ließe sich der Raubbau am Wasser in Südspanien eindämmen.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>21.03.2007, 16:37</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5145.html</guid>
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		<item>
			<title>Porträt Niels Stolberg</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5144.html</link>
			<description>Er hat sich auf Schwerguttransporte spezialisiert. Kein leichter Markt, weil die Containerschiffe die Schwergutschiffe nahezu aus dem Markt verdrängt haben. Bei voluminösen Gütern für Großbaustellen und z.B. Erdölförderanlagen müssen herkömmliche Containerschiffe allerdings passen. Und genau für diese Aufgaben hat Stolberg seine Flotte zusammengestellt: Schwergutfrachter, die er nach eigenen Plänen bauen lässt. Gerade lässt er in Bremen direkt an der Weser eine neue Zentrale für sein Unternehmen errichten, das zu Land und auf den Schiffen 1300 Menschen beschäftigt und in diesem Jahr 265 Millionen Euro Umsatz erreichen wird.</description>
			<pubDate>21.03.2007, 16:36</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast: Wolfgang Gerke, Präsident Bayerisches Finanz Zentrum</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5143.html</link>
			<description>DW-TV: Das Geschäft profitiert natürlich ganz besonders vom boomenden Welthandel. Fragen dazu und zu den aktuellen Gefahren für die Weltwirtschaft jetzt an Professor Wolfgang Gerke vom Bayerischen Finanz Zentrum. Herzlich Willkommen! Schaun wir uns mal die riesige Wachstumsstory des Welthandels an. Seit 1997 hat sich das Volumen verdoppelt auf mehr als 11.000 Mrd. U$, 11. Billionen U$. Sieht toll aus, wo aber lauern die Risiken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Ja, dass ist auch toll. Wir wissen ja selber von manchen Waren nicht mehr, wo kommen die her. Da steht ein deutsches Schild drauf und produziert in China oder Südkorea oder sonst wo und da sind Risiken drin. Die Risiken lauern zuteil in den Finanzmärkten wenn hier so riesige Gelder dann auch in ganz kurzen Zeiten hin und her transferiert werden können in den Weltmärkten und die Leute das mit gleicher Software und mit gleichen Ideen noch machen, dann kann das wunderbare Kursblasen produzieren, aber auch ganz schlimme Kurszusammenbrüche und gerade die großen institutionellen Investoren sind sehr schnell, heute in Vietnam, morgen in China und übermorgen in Europa und dann krachs manchmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Sind es auch die Headfonds die hier ganz schnell, ganz viel bewegen. Inzwischen gibt es ja 9.000 davon und sie haben ein Volumen von mehr 1 Billion Euro?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Sicherlich ist das eine neuere Entwicklung. Die Headfonds sind insofern besonders gefährlich weil sie häufig sehr hohe Kredite aufgenommen haben und dann natürlich auch anfälliger sind und wenn die nun plötzlich auch das gleiche Signal empfinden und ihr Herdenverhalten in die Märkte hineingehen, dann wird es gefährlich, dass muss nicht sein. Ich glaube das wir uns drauf einstellen müssen das in Zukunft die Märkte volatiler also schwankungsreicher sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Pessimisten sagen, dass die US-Verbraucher bisher die Staubsauger der Weltwirtschaft waren, weil sie so viel nachgefragt haben. Wie lange noch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Ja ich würde nicht nur sagen dass das Pessimisten sagen auch Optimisten können das sagen, denn das war schon immer so amerikanische Haushalte sind traditionell sehr hoch verschuldet verglichen mit europäischen Haushalten und in der Vergangenheit ist das gut gegangen, denn die Häuschen sind dann mehr Wert geworden und dann hat man den Kredit zurückzahlen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Aber es kippt gerade!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Es kippt im Moment. Man hat es gesehen und gerade 100 Prozent Finanzierung im Haussektor ist gefährlich, wenn die Zinsen steigen und ich glaube solange Amerika wächst geht das gut, aber wenn dann mal das Wachstum nicht so voran geht wie vielleicht jetzt im Moment und dann noch den Irakkrieg hinten dran hat, also auch der Staatshaushalt nicht gut aussieht, dann ist das für die gesamte Weltwirtschaft gefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>21.03.2007, 16:34</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5143.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070320_4_studiogastgerke.mp4" length="13824047" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>My Favourite: Hans-Olaf Henkel</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5142.html</link>
			<description>Zum Beispiel Klaus Jacobs, Spross der gleichnamigen Kaffee-Dynastie. Sein liebstes Stück - ein Stehpult, an dem der Multimillionär so manche wichtige Unternehmensentscheidung getroffen hat. Wolfgang Grupp von Trigema, Textilunternehmer, Roland Berger, Unternehmensberater, Brigitte von Boch, Hotelbesitzerin, und Bastian Fassin, Katjes-Chef: sie alle haben eines gemeinsam - ein Favourite und einen Auftritt bei Made in Germany. Den Anfang macht Hans-Olaf Henkel, ehemaliger BDI-Präsident. Sein Favourite - eine Cordjacke, Geschenk des Stiefvaters. Wenn er sie trägt, dann immer mit dem Lebensgefühl, ein Existenzialist zu sein.</description>
			<pubDate>21.03.2007, 16:32</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5142.html</guid>
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		<item>
			<title>Second Life – das zweite Ich im Internet</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5074.html</link>
			<description>Man kann als Nutzer Autos, Kleidung, Dienstleistungen dort zum Kauf anbieten. An manchen Tagen geben die Bewohner in der virtuellen Welt umgerechnet über 1 Millionen US-Dollar aus. Große Firmen wie Adidas, Sony, BMG oder Amazon haben die Chancen dieser Plattform aus dem Internet erkannt. Sie eröffnen dort virtuelle Kaufhäuser. Firmen nutzten die Plattform, um zu testen, ob ihre Produkte bei den größtenteils jungen Nutzern ankommen oder auch als Werbeplattform, wie der deutsche Energieversorger EnBW. Gleichzeitig bieten Firmen wie Corecon Einführungsseminare und Beratungen für Neulinge im &quot;Zweiten Leben&quot; an und stellt ihre virtuellen Räumlichkeiten für andere Unternehmen zur Verfügung. Thorsten Wagner ist bei einer dieser Beratungen dabei, fragt bei EnBW nach und surft mit uns durchs Second Life.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Person in zwei Welten. In einer virtuellen Welt und real. Christina Dicke ist seit vergangenem Sommer in &quot;Second Life&quot; unterwegs, so wie mittlerweile vier Millionen andere weltweit. Die Berlinerin ist 32 Jahre alt und macht gerade ihren Doktor in Psychologie. Bis zu einer Stunde verbringt sie täglich in der Virtualität, zahlen muss sie dafür nichts: &quot;Mein Account ist momentan kostenlos. Man kann sich auch einen Account nehmen, der dann was kostet. Dann kann man zum Beispiel Land kaufen. Aber im Moment kommt das für mich nicht in Frage und deswegen reicht mir der kostenlose Account.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundstücke kaufen oder auch ganze Inseln – das ist für mindestens 6 Euro im Monat möglich. Über die Kreditkarte kann man reales Geld in virtuelles Geld tauschen – den Lindendollar. Je nach Kurs erhält man für einen Euro circa 300 Lindendollar. Mercedes-Benz kaufte, wie viele andere Firmen, eine ganze Insel. Der Autohersteller präsentiert dort neue Modelle. Autos können die Nutzer aber auch selber bauen. &quot;Scripten&quot; nennen die Second Life-Nutzer die Herstellung von künstlichen Objekten. Ob Roboter oder Gesellschaftsspiel - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, erklärt uns Christina Dicke: &quot;Ich habe gerade mit einem Freund gesprochen, der sagt, im Moment verdient er ungefähr 10 Euro die Stunde mit Scripten, das heißt, die stellen auf Anfrage Kleidungsstücke her oder Möbel. Und er hat mir gesagt, er strebt an, mit seinen Freunden mal 4000 Euro im Monat zu verdienen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Unternehmen probieren ebenfalls, ihre Angebote in der virtuellen Welt zu vermarkten. Die Berliner Firma Corecon bietet Seminare an, und die Teilnehmer sind virtuell zugeschaltet. Der Seminarleiter Sebastian Küpers hält einen Vortrag für Nutzer, die in &quot;Second Life&quot; bauen wollen. Aber auch Unternehmer überzeugen sich auf diese Weise von den Argumenten, in die künstliche Welt einzutreten. &quot;Es gibt zwei Gründe. Ein Grund ist, dass Firmen sich in dem virtuellen Raum unwahrscheinlich interessant selbst inszenieren und darstellen können. Und der zweite Grund ist, dass sie mit Second Life ein Medium gefunden haben, in dem sich ihre Kunden freiwillig aufhalten und somit empfänglich für ihre Botschaften sind.&quot; sagt Sebastian Küpers, Berater und virtueller Architekt bei Pixelpark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründe, die auch Deutschlands drittgrößtes Energieversorgungsunternehmen EnBW aus Baden-Württemberg überzeugt haben. Der Marketingchef Markus Schröder hat den Auftritt in die virtuelle Welt vorangetrieben und hat sich das auch was kosten lassen: &quot;Zu den genauen Kosten können wir natürlich aus Wettbewerbsgründen keine Auskünfte geben. Aber nur so viel: gemessen an der Reaktion und an der ganzen Interaktivität und an dem Lernen, was wir hatten, war es eine sehr sinnvolle Investition.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EnBW hat in &quot;Second Life&quot; eine virtuelle Werbekampagne durchgeführt. Das Unternehmen hat damit mehr als 15.000 Nutzer erreicht sagt uns Markus Schröder, Bereichsvorstand Marketing von EnBW: &quot;Also hier beispielsweise auf der linken Seite konnte man sich ein kostenloses Trikot-Set herunterladen – mit Trikot und Hose. Und auf der rechten Seite konnte man sich den entsprechenden Rucksack herunterholen, mit dem man dann als Promoter in Second Life unterwegs sein konnte und Trikots verteilen konnte.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pro verteiltem Trikot bekamen die Nutzer 10 Lindendollar – das sind etwa 3 Cent in Euro. Geld, mit dem sich Christina Dicke nicht ihre Wünsche in &quot;Second Life&quot; erfüllen kann: &quot;Also ich hoffe, dass irgendwann mal ein Stückchen Land kaufen kann – für meine Freunde und mich. Und wir uns dann regelmäßig treffen können, weil es im Moment schwierig ist, mit allen Leuten Kontakt zu halten, weil wir eben in der Welt verstreut sind und die Zeitverschiebung ist da manchmal ein bisschen schwierig. Das wäre schon schön, also ein Raum, in dem wir uns treffen können.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis dahin surft sie weiter durch die virtuelle Welt. Auf der Suche nach einer bezahlbaren Trauminsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>14.03.2007, 14:20</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5074.html</guid>
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		<item>
			<title>Kaspersky Lab – Die russischen Virenjäger</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5073.html</link>
			<description>Zu den Kunden von Kaspersky zählen u.a. die Kremlverwaltung, der Deutsche Bundestag, Airbus oder BBC. Ihre Datenbanken werden von Virenscannern &quot;Made in Russia&quot; geschützt. Darius Cierpialkowski geht mit dem Chef und Gründer Jewgenij Kaspersky durch sein Unternehmen und bekommt einen exklusiven Einblick in die Welt der russischen Virenjäger. Eigentlich ist Kaspersky Lab dafür bekannt, sich nach außen perfekt abzuschotten, um ja keine Firmengeheimnisse preiszugeben.</description>
			<pubDate>14.03.2007, 14:18</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5073.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast – Klaus Deutsch, Deutsche Bank Research</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5072.html</link>
			<description>DW-TV: Softwarefirmen, Computerfirmen – sie alle haben Grund zu Optimismus auf der diesjährigen CeBit. Klaus Deutsch von Deutsche Bank Research, schauen wir gleich an, wie es mit dem Optimismus auf den wichtigsten Märkten weltweit bestellt ist. Hier kommt der DBIX. Der Index wird jeden Monat neu für uns berechnet - von Deutsche Bank Research. Er bündelt die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan. Die deutschen Daten sammelt das renommierte Münchner Ifo-Institut. Es fragt jeden Monat die Stimmung bei Tausenden Unternehmern ab. In den USA werden 400 Einkaufsmanager nach ihren Erwartungen befragt. Und in Tokio sammelt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuelle DBIX ist nach einem Durchhänger jetzt doch wieder auf dem Weg nach oben. Frage an Klaus Deutsch: Welche Rolle spielt Deutschland dabei?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Deutschland ist derzeit das Land auf der Welt, wo der Optimismus am weitesten verbreitet ist, aber die Amerikaner schließen wieder ein wenig auf. Dort war das letzte Jahr nicht so richtig gut gelaufen, aber mittlerweile werden die Einkaufsmanager dort auch wieder etwas optimistischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Gucken wir nach Deutschland – wer genau ist optimistisch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Die Unternehmen haben drei Jahre mit sehr guten Gewinnen hinter sich, und sie investieren weiterhin sehr fleißig, weil die Weltwirtschaft insgesamt sich immer noch in einer robusten Entwicklung befindet und die deutschen Kostenstrukturen sehr gut sind, so dass sich dort sehr viel tut. Bisher ist noch nicht so viel bei den Verbrauchern angekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ja, die Bevölkerung, das ist die Frage: Wann gehen die Jubelschreie endlich auch bei den Verbrauchern los?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Na, das wird sicherlich noch einige Zeit dauern. Wir haben jetzt letztes Jahr einen Rückgang der Arbeitslosigkeit erlebt, und, wenn’s gut läuft, wird das dieses Jahr noch einmal geschehen. Und wenn man zwei, drei Jahre einer guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat und sich möglicherweise auch etwas an der Einkommenssituation tut, dann würden auch die Verbraucher langsam wieder optimistischer werden. Aber sie haben fünf, sechs schlechte Jahre hinter sich, und das muss erst einmal überwunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Steigt nicht die Stimmung auch wirklich erst dann, wenn ich selber mehr Geld im Portemonnaie habe, oder wenn mein Nachbar, jetzt im übertragenen Sinne, wieder einen Job hat - also wenn es greifbar wird, der Aufschwung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Das halte ich für sehr wichtig. Die Nachrichtenlage ist das eine, aber die Menschen müssen natürlich konkret erfahren, dass es für sie besser wird, und dürfen sich auch nicht mehr so viele Sorgen um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze machen, wie das in den letzten Jahren der Fall war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>14.03.2007, 14:16</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5072.html</guid>
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		<item>
			<title>Indonesien – Mikroversicherungen für wenige Cent im Monat</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5071.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
Die Allianz bietet in Kooperation mit der GTZ in einem Pilotprojekt Mikroversicherungen in Indonesien an. Für einen Beitrag von wenigen Cent im Monat können sich Arme gegen Lebensrisiken versichern. In Indonesien sind Versicherungen eher unbekannt. Die Allianz leistet hier Pionierarbeit, auch, um sich langfristig einen Zukunftsmarkt zu sichern. Danijel Visevic hat Mitarbeiter der Allianz in der Nähe von Djakarta begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>14.03.2007, 14:15</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5071.html</guid>
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		<item>
			<title>Kirsten Hirschmann – Die Wirtschaftsjuniorin</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5070.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
Die Tochter vom Chef – branchenfremd und unerfahren – leitete mit einem Mal den mittelständischen Laborgerätehersteller, der Glasgeräte in mehr als 100 Länder vertreibt. Viele der rund 110 Mitarbeiter begegneten ihr zunächst mit Skepsis. Doch die gelernte Bankkauffrau und ausgebildete Betriebswirtin setzte sich durch. Mit Erfolg: Umsatz und Mitarbeiterzahlen sind gestiegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit kurzem gibt es sogar eine kleine Tochtergesellschaft in den USA. Das verdankt die Firma dem Engagement und Führungsstil der 38-Jährigen und nicht zuletzt ihren guten Kontakten zu anderen jungen Führungskräften. Seit Anfang des Jahres ist Hirschmann Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren. Hinter ihr stehen 10.000 junge Führungskräfte aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Ein Porträt von Georg Matthes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>14.03.2007, 14:14</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5070.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast: Claudia Funke, Unternehmensberaterin</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5034.html</link>
			<description>&lt;br /&gt;
DW-TV: Frau Funke, die Chancen für Frauen im mittleren Management seien besser denn je, heißt es. Stimmt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Funke: In Zahlen zeigt sich das leider noch nicht ganz. Tatsache ist, dass der Anteil von Frauen in Managementpositionen noch nicht gestiegen ist. Wahr ist allerdings, dass immer mehr Unternehmen richtig in Frauen investieren und teilweise in familienfreundlichere Arbeitsplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Warum? Was haben die Chefs erkannt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Funke: Nun, gemischte Teams erzielen besserer Ergebnisse. Das gilt in der Beratung, wie auch - und das ist wissenschaftlich nachgewiesen - in anderen Bereichen auch. Und insofern wollen die Unternehmen nicht auf das Potenzial von solchen Teams verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Aber Sie sagen, im Management spiegelt sich der Trend von starken, erfolgreichen Frauen noch nicht - wo hängt's?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Funke: Das Problem in Deutschland ist wie folgt: die Kinderbetreuung, gerade von Kleinkindern ist eine ziemliche Katastrophe, wenn ich ehrlich bin. Es gibt nur 12 Krippenplätze für 100 Kinder im Bundesdurchschnitt, das ist ein Problem. Das zweite Problem ist, dass in vielen Familien noch ein sehr traditionelles Rollenmodell vorherrscht, d.h. der Mann arbeitet und die Frau ist zuhause bei den Kindern oder arbeitet nur wenige Stunden pro Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Aber dazu braucht es natürlich auch Frauen, die das mitmachen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Funke: Ja, in der Tat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Sind die Frauen auch zum Teil selbst schuld, dass es nicht weiter vorwärts geht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Funke: Wir Frauen haben natürlich auch einen massiven Anteil daran und ich kann immer nur sagen, Neugierde, Mut, Leidenschaft und eben das Gefühl, nicht in solche Rollenclichés passen zu wollen, helfen natürlich enorm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Mut ist ein gutes Stichwort. Eine Studie hat ergeben, dass Frauen sehr viel weniger risikobereit sind und das auch ein Hemmnis ist auf der Karriereleiter. Sehen Sie das auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Funke: Das stimmt. Das trifft nicht für alle Frauen zu, deshalb gibt es ja auch immer wieder positive Beispiele. Allerdings, in der Erziehung von Frauen wird schon vieles dahingehend eingestellt, dass sie später nicht ganz so stark ihre Punkte machen und das Risiko so sehr lieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  &lt;br /&gt;
DW-TV: Lassen Sie uns darüber sprechen, was Frauen verdienen. Wir haben das Durchschnittseinkommen von Frauen in Europa verglichen und es gibt tatsächlich erhebliche Unterschiede: In Italien verdienen Frauen 6 Prozent weniger als die Männer im Schnitt, in Polen und Frankreich sind es um die 10 Prozent und in Deutschland sogar 23 Prozent weniger! Wie kann das sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Funke: Tatsache ist, dass in der Altergruppe unter 30 wir Frauen mittlerweile sogar etwas mehr verdienen als die männlichen Kollegen. Danach tut sich aber die Schere gewaltig auf, dafür gibt es zwei Gründe: erstens, Frauen landen doch noch häufiger in den weniger bezahlten, sozialen Berufen und der zweite Grund ist, dass zwischen 30 und 40 die Karriere dann oftmals auch wegen Kinder stoppt und Frauen dann eine lange Pause machen und nachher den Vorsprung dann nicht mehr aufgeholt bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das sind wir dann wieder in der &quot;Kind als Karriere-Hemmnis-Falle&quot; - wie war das bei Ihnen, Sie sind ja auch in der Altergruppe zwischen 30 und 40?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Funke: Bei mir hat sich herausgestellt, dass es vor allem auf folgenden Dinge ankommt: ich würde sagen, große Neugierde, Angstfreiheit, auch sehr, sehr viel harte Arbeit und Glück. Nämlich das Glück im Leben auch auf die richtigen Menschen zu treffen, die letzten Endes diese Idee &quot;Follow your own passion - Folge deiner eigenen Leidenschaft&quot; immer sehr stark mitgefördert haben und auch gut fanden, so wie ich das jetzt auch versuche zu vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das kann man aber schlecht als Rat mitgeben an Frauen, die es vielleicht auf die Karriereleiter nach oben schaffen wollen. Wenn jemand ins Top-Management möchte, was muss er mitbringen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Claudia Funke: Genau diese Eigenschaften: also Talent natürlich, Wissen, Können, Superideen und in der Tat das nötige Selbstbewusstsein, seine Punkte auch vertreten zu können.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>07.03.2007, 17:19</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5034.html</guid>
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		<item>
			<title>Christina Herbst - Die Landwirtin</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5033.html</link>
			<description>Eigentlich sollten ihre beiden älteren Brüder den Hof übernehmen, doch die winkten ab. Nun tritt die gelernte Wirtschafterin des Landbaus in die Fußstapfen ihres Vaters und gehört damit, zu den ganz wenigen Frauen in Deutschland, denen ein landwirtschaftlicher Betrieb gehört. Christina Herbst ist Landwirtin und Unternehmerin zugleich. Sie kümmert sich um 650 Schweine und eine Schafherde, bewirtschaftet zusammen mit ihren Angestellten rund 130 Hektar Land. Dazu kommt noch die Büroarbeit. Noch ist Christina Herbst ohne Kind und Kegel. Doch eine Familie wünscht sie sich. Wie sie das alles unter einen Hut bringen kann, weiß sie noch nicht. Aber an Optimismus und Stehvermögen hat es ihr noch nie gefehlt, sonst hätte sie wohl auch nicht den Betrieb ihrer Eltern übernommen. Unsere Reporterin Bettina Thoma hat sie einen Tag lang begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>07.03.2007, 17:18</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5033.html</guid>
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		<item>
			<title>Roya Ulrich - Die IT-Spezialistin</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5032.html</link>
			<description>Hier leitet sie die Einführung der neuen RFID-Funkchip-Technolgie. Vorm Computer sitzt sie dabei eher selten. Sie hat mehr mit Menschen zu tun. Analysiert die Produktion, spricht mit Technikern und Arbeitern. Informatiker sind längst keine reinen Programmierer mehr. Und das macht den Beruf auch für immer mehr Frauen attraktiv. Je weiter die Computertechnik in allen Branchen vordringt, umso gefragter sind Spezialisten wie sie. In den Unternehmen herrscht Mangel an Informatikern. Die Studenten der TU Darmstadt - eine der IT-Kaderschmieden in Deutschland werden schon lange vor dem Abschluss heiß umworben. Das Studium ist kompliziert, über die Hälfte der Studenten schmeißt hin. Doch wer durchhält, und das sind auch immer mehr Frauen, hat einen Job mit Zukunft so gut wie sicher, hat unsere Reporterin Claudia Lasczcak erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>07.03.2007, 17:17</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5032.html</guid>
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		<item>
			<title>Heike Maria Kunstmann - Die Männerversteherin</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5031.html</link>
			<description>Es ist der - gemessen an Umsatz und Beschäftigtenzahl - wichtigste Branchenverband des Landes und eigentlich eine reine Männerveranstaltung, ältere Herren hauptsächlich, ebenso wie bei der Gewerkschaft IG Metall. In einem solchen Umfeld muss man verstehen, wie Männer ticken, besonders dann, wenn wie jetzt, eine neue Tarifrunde ins Haus steht. 6,5 Prozent mehr Lohn fordert die IG Metall und deshalb besucht Kunstmann gerade einige der knapp 6000 Mitgliedsfirmen von Gesamtmetall.&lt;br /&gt;
Unser Reporter Hagen Tober hat die 41-jährige begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>07.03.2007, 17:16</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5031.html</guid>
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		<item>
			<title>Karen Heumann - Eine wie Keine</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5030.html</link>
			<description>Karen Heumann hat es geschafft. Erst 41 Jahre alt und bereits seit 2004 Strategiechefin bei Jung von Matt (350 Millionen Euro Jahresumsatz, 560 Mitarbeiter). In ihren Strategien steckt jede Menge Fleißarbeit, 70 Stunden pro Woche. Selten verlässt sie ihr Büro vor 22 Uhr. Und sie ist so erfolgreich, dass kaum eine Frauen-, Wirtschafts- oder Fachzeitschrift ihr nicht das Etikett &quot;Powerfrau&quot; angeheftet hat. Unsere Reporterin Dorothea Topf hat sich einen Tag lang an die Fersen der Wirtschaftswissenschaftlerin in Hamburg geheftet.</description>
			<pubDate>07.03.2007, 17:16</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.5030.html</guid>
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		<item>
			<title>Die deutsche Schadstoffdebatte: Brumm-Brumm ade?</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4994.html</link>
			<description>Kaum hatte die EU-Kommission in Brüssel Anfang des Monats angekündigt, ab 2012 europaweit nur noch einen Schadstoffausstoß unter 130 Gramm pro Kilometer zuzulassen, schossen sich alle Kritiker auf die deutschen &quot;Luxusschlitten&quot; ein. Mercedes, BMW, Audi, Porsche - sie alle liegen weit über der Brüsseler Giftgrenze, während asiatische Hybrid-Modelle sauber dastehen. Aber übrigens auch nicht sauberer als Modelle von VW, Opel und Smart, der weltweite Primus, wenn's um Schadstoffausstoß geht. Dass Audi und VW das 3-Liter-Auto entwickelt haben, diese Modelle aber vom Markt nicht angenommen wurden, deutet auf ein weiteres Problem hin: Bisher war es vielen Autofahrern in Deutschland wichtiger, mit der Potenz seiner Edel-Karre (&quot;Viagra in Chrom&quot;) statt mit seinem Umweltbewusstsein anzugeben. Unser Reporter Hagen Tober befragt auf der &quot;Motorwelt Berlin&quot;, einer Automesse, Verbraucher und Hersteller.</description>
			<pubDate>28.02.2007, 17:01</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4994.html</guid>
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		<item>
			<title>Fraport Kairo - In Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4993.html</link>
			<description>Beispiel: Der internationale Flughafen von Kairo wird seit ca. 2 Jahren von Fraport gemanaged. Dabei hat Fraport erstmal kein Geld investiert sondern Personal: ein Team von 5 Managern soll den Flughafen der ägyptischen Hauptstadt in ein modernes und rentables Drehkreuz verwandeln. Manfred Baier ist damit der erste deutsche Flughafen-Chef im gesamten arabischen Raum. Eine Herausforderung.</description>
			<pubDate>28.02.2007, 17:00</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4993.html</guid>
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		<item>
			<title>Schüler als Chef - Ökonomische Bildung in Deutschland</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4992.html</link>
			<description>Die B.Braun Melsungen AG – einer der weltgrößten Hersteller für Medizintechnik – hat mit dieser und anderen Schulen der Region Partnerschaften geschlossen und den Schülern damit Türen geöffnet: Sie sind Chef ihrer eigenen Schülerfirma, sie durchlaufen Auslandspraktika in den globalen B.Braun-Niederlassungen und erhalten persönliche Karriereberatung und –Begleitung durch Mentoren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug rekrutiert der Konzern heute 60 Prozent seiner Auszubilden unter den Absolventen seiner Partnerschulen. Dank der immer zahlreicheren und immer engeren Kooperationen haben in den letzten zehn Jahren schon über 30.000 Schüler in Deutschland praktische Erfahrungen als Unternehmer gesammelt. Außerdem ist es an vielen Orten gelungen, Wirtschaft als Unterrichtsfach im Lehrplan zu verankern – als Investition in die Zukunft des Standortes Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Made in Germany-Reporter Patrick Benning hat am Homberger Gymnasium beobachtet, wie Schule durch Wirtschaft zum Erlebnis wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>28.02.2007, 16:58</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4992.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20070227_schuelerfirmen.mp4" length="23775484" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>Zimmer frei - Berlin, Stadt der leeren Betten</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4991.html</link>
			<description>22 Luxushotels machen sich gegenseitig Konkurrenz - und haben eigentlich nur die die Wahl zwischen eher schwacher Auslastung oder Dumping-Preisen. Die Hoteliers können nur träumen von einer finanzkräftigen Klientel, die in Paris, Tokio oder Los Angeles ohne mit der Wimper zu zucken 300 Dollar und mehr pro Nacht bezahlt. In Berlin trifft man sie nicht - oder noch nicht. Made in Germany-Reporter Christian Uhlig besucht die Luxushotels der Hauptstadt und fragt die Hotelmanager nach ihren Überlebensstrategien. Manche Hoteliers geben ihr Prestigedenken auf: zu Gunsten einer stimmigen Kalkulation. Da, wo einst David Bowie und Mick Jagger im legendären Szeneclub &quot;Dschungel&quot; die Nächte durchtanzten, stellt die Streletzki-Gruppe gerade ein Drei-Sterne-Plus-Hotel fertig. Konzipiert war es ursprünglich als Fünf Sterne-Hotel. Aber auch in der abgespeckten Version dürfen die Gäste mehr erwarten als Billigauslegeware und Plastikduschen. Das Ellington-Hotel soll im Art Deco-Stil der zwanziger Jahre erstrahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Schönen guten Morgen Herr Streletzki, 80.000 Hotelbetten haben wir in der Stadt und Sie bauen noch ein Hotel - sind sie des Wahnsinns?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Streletzki, Hotelunternehmer: &quot;Ich glaube nicht. Ich werde Sie überzeugen, dass ich nicht des Wahnsinns bin. Wir haben ein besonderes Produkt. Ich zeig es Ihnen...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März wird eröffnet - noch sieht es aber nach Baustelle aus. Das Hotel muss vom ersten Tag an Geld verdienen. Das ist Aufgabe der Hoteldirektorin Tina Palmowski.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tina Palmowski, Direktorin Hotel Ellington: &quot;Das ist jetzt eine unserer Suiten mit 30 qm und der freistehenden Badewanne. Die Suiten unterscheiden sich alle sehr: Wir haben zwei Suiten mit freistehender Badewanne, dann Suiten nur mit Dusche oder nur mit Badewanne...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte mehr vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Das war ursprünglich als 5-Sterne-Hotel geplant...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Streletzki, Hotelunternehmer: &quot;Richtig.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Was ist dazwischen gekommen?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Streletzki, Hotelunternehmer: &quot;Ja die Banken wollten zum damaligen Zeitpunkt einfach nicht weiter finanzieren. Das ist vielen Berliner Hoteliers und Bauträgern so gegangen und da mussten wir ein neues Konzept entwickeln. Da hieß es, dass abgespeckt werden muss, dass die zu finanzierende Summe sich zu reduzieren hat und dabei ist dann halt das Drei-Sterne-Hotel entstanden - ohne Neubau.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt setzt Streletzki auf junge Berlintouristen mit kleinem Geld. Die günstigsten Zimmer kosten weniger als 90 Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tina Palmowski, Direktorin Hotel Ellington: &quot;Das ist das kleinste Zimmer was wir haben, Standardzimmer mit16 qm. Der Platz ist super ausgenutzt, mit einer offenen Badezimmerlösung, die Toilette ist immer um die Ecke separat und man hat hier unten die Kofferablage, man hat einen Schrank, Minibar ist in diesem Schrank drin.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 90 Euro kommt man hier nicht weit. Willkommen im Hotel de Rome. Der letzte Neuzugang auf dem Berliner 5-Sternemarkt - eine der Topadressen der Stadt. Die Zimmer kosten im Hotel de Rome ab 400 Euro aufwärts, Suiten bis über 4000 Euro. Das Haus ist an diesem Tag nur zu 30 Prozent belegt. Deshalb können wir uns in dem umsehen, ohne die betuchte Klientel allzu sehr zu belästigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christina Jaksch, Hotel de Rome: &quot;Hier befinden sich die ehemaligen Direktorenzimmer...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Hier bringen sie Ihre liebsten Kunden unter, hinter dicken Ledertüren, man will es ja ruhig haben. Was kostet so eine Suite?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christina Jaksch, Hotel de Rome: &quot;So eine Suite liegt über 2000 Euro.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Und dafür hat man dann verschrammte Wände?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christina Jaksch, Hotel de Rome: &quot;Das sind Spuren aus dem 2. Weltkrieg, die hier noch sehr schön zu sehen sind: die Granatsplitter.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisches Ambiente und coole Designermöbel - damit will das Hotel de Rome sich unterscheiden. Keine Überraschung im Nasszellenbereich. Hier gibt es Bewährtes: Marmor bester Qualität, und wem die Badewanne zu klein ist, der kann sich im Wellnessbereich des Hotels austoben im 20 Meter langen Pool. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hotelkunde: &quot;Wir wollten mal etwas Neues ausprobieren und sind auch sehr begeistert. Luxusservice rundum, sowohl was die Zimmer angeht, was den Service angeht im Hotel, Frühstück war lecker und jetzt schwimmen wir noch ein bisschen und das ist der krönende Abschluss der Übernachtung.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zufriedene Gäste sind für den Direktor des Hotel de Rome der schönste Ansporn - Aber nicht um jeden Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies Sponholz, Direktor Hotel de Rome: &quot;Wir werden auf keinem Fall die Preise reduzieren, um dadurch die größtmögliche Belegung zu generieren. Sondern es ist eher die Philosophie, dann Begehrlichkeiten zu schaffen und auch zu sagen: Dann lehnen wir eher ein Geschäft ab, weil wir unser Preisniveau halten wollen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zum Drei-Sterne-Hotel Ellington, auf dem Weg in die Turmsuite. Julian Streletzki rechnet mit 80 Prozent Auslastung in seinem Hotel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Streletzki, Hotelunternehmer: &quot;Hier vorne: Was Sie genau sehen können an der Ampel ist der am stärksten frequentierteste Punkt in Deutschland.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich der ideale Ort, um sich mit einem Luxushotel zu verewigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reporter: &quot;Wenn Sie jetzt hier oben stehen, das ist ja ein echtes Highlight - als 5-Sterne-Tiger gesprungen, als Drei-Sterne-Kätzchen gelandet...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Streletzki, Hotelunternehmer: &quot;Nein, da habe ich kein schlechtes Gefühl, da habe ich wirklich kein schlechtes Gefühl. Ich glaube ganz einfach an das Produkt. Ich glaube....lieber erfolgreich sein mit dem Drei-Sterne-Produkt. Wobei wir uns nicht über die Anzahl der Sterne definieren wollen, weil wir glauben ganz einfach, dass ein gutes Gefühl mit einem Hotel nichts mit der Anzahl der Sterne zu tun hat. Ich glaube, dass man erfolgreich sein muss und da kann man viel Spaß haben, wenn man nicht unbedingt ein 5-Sterne-Hotel hat.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verzichtet auf Prestige, dafür schläft er vermutlich besser.</description>
			<pubDate>28.02.2007, 16:57</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4991.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast: Thomas Straubhaar, Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4990.html</link>
			<description>DW-TV: Professor Thomas Straubhaar vom Wirtschaftsforschungsinstitut HWWI. Sie unterrichten Wirtschaft an der Uni Hamburg. Bringen Ihre Schüler denn genügend Vorwissen mit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Das ist sehr unterschiedlich. Aber letztlich sind Schülerinnen und Schüler ja auch Menschen, die jeden Tag mit Wirtschaft zu tun haben. Das ist wie im Fußball: jeder glaubt dann, mitreden zu können, wer der beste Trainer ist und in diesem Sinne haben die schon ein sehr gutes Verständnis, was Wirtschaft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Und haben sie auch Interesse an dem Thema?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Sonst hätten sie es nicht gewählt. Ich denke, sie sind wirklich voll motiviert und spüren, dass das ein Thema ist, das sie lebenslang von A - Z mitbegleitet, dass sie das, was sie an der Uni lernen auch in der Praxis anwenden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Das sind ja nun schon die Studenten - aber wie würde man denn einem 15-Jährigen spannend vermitteln, was &quot;Konjunktur&quot; ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Ich denke, das muss ähnlich passieren, wie auch im Beispiel über die Alltagspraxis, dass man die jungen Menschen durch praktische Erfahrung an das Beispiel Konjunktur und Wachstum und Veränderungen von Wachstum heranführt. Dass man sie etwas herstellen lässt und guckt, ob sie es irgendwo in einem Basar an den Mann, an die Frau bringen können und dann spüren sie sofort, was Konjunktur bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wirtschaft ist in vielen Bundesländern kein eigenes Fach und die Frage ist: Reicht es, wenn man irgendwie in den anderen Fächern mal so ein bisschen die Wirtschaft streift. Was ist Ihre Meinung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Meine Meinung ist eindeutig, dass Wirtschaft ein Querschnittsfach ist, was nicht unbedingt gezielt einzeln vermittelt werden muss, sondern dass sich im Prinzip jedes Fach wunderbar dafür eignen würde, wirtschaftliche Zusammenhänge zu vertiefen. In Erdkunde könnte man das Thema &quot;Globalisierung&quot; behandeln, in Französisch kann man gleich das Thema &quot;Französische Wirtschaft&quot; nehmen - also es gibt in jedem Fach genug Gelegenheiten Ökonomie anzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die Frage ist, wird das auch genutzt? Eine aktuelle Studie besagt, die Schüler wollen mehr, sie wollen &quot;Wirtschaft&quot; mehr lernen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Wunderbar! Dann kann man ja problemlos die eine oder andere Projektwoche zu diesem Thema gestalten und mal vertieft ein Thema von verschiedenen Blickwinkeln näher betrachten. Ich denke, dass wäre eine ganz gute Sache, um gerade junge Menschen für dieses wichtige Thema zu fesseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Stößt diese Forderung auch bei Lehrern auf offene Ohren, mehr Wirtschaft zu bringen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Straubhaar: Das dürfte der Engpass sein. Ich denke, dass sich viele Lehrkräfte sehr schnell überfordert sehen, mit diesem komplexen Zusammenhängen, einfache Lehrinhalte zu vermitteln. Ich denke, wenn wir wirklich etwas verändern wollen, dann müssen wir bei den Lehrkräften ansetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig</description>
			<pubDate>28.02.2007, 16:53</pubDate>
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		<item>
			<title>RWE - Energiekonzern setzt immer noch auf Braunkohleverstromung</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4958.html</link>
			<description>Doch für die Braunkohleförderung muss RWE in der Nähe von Köln ganze Dörfer abreißen und hunderte Menschen umsiedeln; außerdem wird mit der Braunkohleverstromung enorm viel CO2 in die Luft geblasen. RWE baut gerade ein modernes CO2-armes Kraftwerk. Eine Anlage, nach der im Ausland bereits gefragt wird. Für manchen Umweltexperten geht das aber nicht weit genug, da die Entlastung von Bewohnern und Umwelt nur minimal sei. Sie fordern CO2-freie Kraftwerke von RWE. Eine Reportage aus dem rheinischen Revier von Manuel Özcerkes, anlässlich der Jahresbilanz von RWE am 23. Februar, auf der das Unternehmen sich zwar als &quot;gesund saniert &quot; präsentieren wird, aber, nach Kritikerstimmen, zu wenig in umweltfreundliche Technologien investiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landschaftsfresser, so nennen die Leute das Ungetüm. Der größte Bagger der Welt begräbt unter seinen Schaufeln ganze Dörfer. RWE, der deutsche Energieversorger, holt hier Braunkohle und macht daraus Strom. Ein Besuch beim Baggerfahrer. Er weiß, dass seine Maschine bei den Menschen nicht gerade beliebt ist. Es sei denn, sie arbeiten für RWE. &quot;Es gibt sehr viele Jobs, die hier entstehen&quot;, sagt er. So wie er, seien viele Menschen im Rheinland von der Braunkohle abhängig: Etwa 30.000, direkt oder indirekt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Dorf wird als nächstes verschwinden. Weil unter den Häusern massenweise Braunkohle lagert, mussten Hunderte Menschen weg ziehen. Im Herbst kommt der Bagger. RWE hat alle Häuser aufgekauft - die verfallen jetzt. Ein paar Kilometer weit weg hat der Konzern den Bewohnern ein neues Dorf gebaut. Auch Hartmut Schmitz musste umziehen. Er erzählt: &quot;Man kann einerseits nicht gegen Atomkraft sein und gleichzeitig auch gegen Braunkohle oder gegen Steinkohle. Irgendwo muss die Energie her kommen. Aus Luft und Wind alleine ist es ja zur Zeit nicht machbar, von daher muss man sich dann schon schweren Herzens dazu entscheiden, zu akzeptieren, dass solche Maßnahmen nötig sind, und wenn man das Pech hat, dass man auf der Braunkohle wohnt, muss man eben in den sauren Apfel beißen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viel Braunkohle hier lagert, will uns der RWE-Pressesprecher zeigen. Die Grube ist so groß wie 70 Fussballfelder. Braunkohle ist billiger als Gas und Öl. Und: Sie reicht wahrscheinlich noch 200 Jahre. Manfred Lang, der RWE-Pressesprecher sagt: &quot;Braunkohle hat jetzt in der letzten Zeit an Wichtigkeit zugenommen, weil wir erfahren mussten, dass wir Braunkohle in Deutschland selber fördern, das ist unser heimischer Energieträger, den wir hier auch nutzen können, und Braunkohle macht uns auch unabhängig von Energieimporten wie zum Beispiel Öl oder Gas.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinen Braunkohle-Kraftwerken kann RWE zehn Millionen Haushalte versorgen. Aber damit ist der Konzern der größte Luftverschmutzer in Europa. Er bläst hier Tonnenweise CO2 in die Luft. Ein RWE-Mitarbeiter erklärt uns, dass sich das bald ändern soll: Ein neues Kraftwerk wird gebaut. Wenn das fertig ist, so sagt er, verbrennt RWE ein Drittel weniger Kohle - und produziert trotzdem noch genauso viel Strom. &quot;Bei diesen neuen Prototypen der Wirbelschichttrockung haben wir den Vorteil, die Wirkungsgrade zu erhöhen, von unseren konventionellen Braunkohlekraftwerken. Diese Wirbelschichttrocknung, die Sie hier sehen, ist aber auch ein wesentlicher Bestandteil von unserem CO2-freien Kraftwerks. Da beabsichtigen wir ja mit Hilfe der Kohlevergasung, das heißt der Vergasung von Braunkohle und der Abtrennung von CO2 aus diesem Kohlegas, die CO2-Emission weitestgehend zu reduzieren auf Größenordnungen kleiner 10 Prozent. So dass wir für Braunkohle und vielleicht auch für Steinkohle eine Technik zur Verfügung haben, die auch Klimaverträglich ist&quot;, sagt der Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten: RWE will bald sogar ein Kraftwerk bauen, das überhaupt kein Co2 in die Luft bläst. Der Konzern versucht, das umweltschädliche Gas aufzufangen und im Erdboden zu lagern. Aber das ist Zukunftsmusik. Vielleicht erst 2020 geht das emissionsfreie Braunkohlekraftwerk ans Netz. Vielleicht. Auch vom neu gebauten Dorf aus sind die qualmenden Schlote gut zu sehen. Hier hat RWE manchen Umsiedlern ihr Traumhaus hingestellt. Auch Hartmut Schmitz Haus steht hier. Reinlassen will er uns lieber nicht. Aus Angst vor Neidern: &quot;Viele Schaulustige, die hier durch die Gegend fahren, sagen: Warum regen Sie sich überhaupt auf? Wenn Sie hier schöne neue Häuser und Straßen haben? Man muss das denen klar machen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl-Heinz Ehms ist der Bürgermeister des Dorfes. Er sagt: &quot;Ich bin neulich mit Leuten hier durch gefahren - und da hieß es: Oh schau mal, schön, neue Häuser, neue Straßen, warum kommt die Braunkohle nicht zu uns? Und wenn man denen erklärt, mit welchem menschlichen Leid das zusammenhängt, und dass menschliche und finanzielle Probleme auftreten, haben die gesagt: oh, da sind die doch nicht zu beneiden.&quot;Aber wenn Hartmut Schmitz sein neues Haus sieht und überlegt, dass RWE für die Umsiedlungen 600 Millionen Euro bezahlt, kommt er ins Grübeln: Vielleicht hätte er noch mehr rausschlagen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>20.02.2007, 21:56</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4958.html</guid>
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		<item>
			<title>Deutsche Börse im Umbau - Kosmetik oder Kurskorrektur?</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4957.html</link>
			<description>Das hat die Börse auch nötig, denn der Handelsplatz hat in den letzten Jahren einige Schlappen einstecken müssen. Zweimal war die Deutsche Börse mit ihren Annäherungsversuchen bei ihrem Londoner Pendant abgeblitzt, auch die europäische Mehrländerbörse Euronext verschmähte die Deutschen und schließt sich mit der New York Stock Exchange zusammen. Während andere Börsen fleißig fusionieren, steht die Deutsche Börse immer noch alleine da, obwohl sie wirtschaftlich gut dasteht. Investoren treibt die Frage um: Macht sich die Deutsche Börse hübsch für einen potentiellen neuen Partner? Oder versucht sie allein gegen die Konkurrenz zu bestehen? Eine Reportage von Ralf Lehnert.</description>
			<pubDate>20.02.2007, 21:54</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4957.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast - Jürgen Pfister, Bayerische Landesbank</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4956.html</link>
			<description>DW-TV: Jürgen Pfister, der DAX hat eine ordentliche Kletterpartie hingelegt: Seit einem Jahr von 5100 Punkten auf jetzt knapp 7000 Punkte. Läuft die Konjunktur in Deutschland wirklich so gut, wie der Index das nahe legt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Ja, wir haben eine sehr fulminante Entwicklung der Unternehmensgewinne gesehen, und von daher gesehen sind auch die heutigen Kurse noch keineswegs überhöht, sie spiegeln aber auch natürlich die konjunkturelle Erholung in Deutschland, die im letzten Jahr kräftig an Schwung gewonnen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Also der DAX tatsächlich ein Konjunkturbarometer, wo doch so viele Unternehmen auch ihre Umsätze im Ausland machen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Das spielt natürlich auch eine Rolle, die Großunternehmen im DAX haben sich alle längst europaweit aufgestellt oder sogar weltweit und haben sich insofern von der deutschen Wirtschaft abgekoppelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Eine große Schlagzeile, ganz aktuell in einer großen deutschen Boulevardzeitung: Bald unter 3 Millionen Arbeitslose, heißt es da, also eine Million weniger als derzeit. Viele Experten, viele Ihrer Kollegen sind sich da einig – sind Sie auch so optimistisch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Also, ich denke, dass wir eine gute Chance haben für einen langanhaltenden Aufschwung in Deutschland über das Jahr 2007 hinaus, und dann ist es eine Frage der Zeit, wann wir auch die 3-Milionen-Grenze erreichen oder durchstoßen werden, das ist sicherlich eine einigermaßen zuverlässige Aussage heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ist das in diesem Jahr schon zu schaffen – unter drei Millionen Arbeitslose?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: In einigen Monaten vielleicht aus saisonalen Gründen, aber insgesamt werden wir im Jahresdurchschnitt noch einmal viereinviertel Millionen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wie soll es denn gehen, langfristig, dass tatsächlich auf dem Arbeitsmarkt eine solche Entspannung eintritt? Was sind die auslösenden Faktoren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Nun, entscheidend ist, dass die Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich gestärkt haben, durch Steigerung der Produktivität, der Rentabilität, durch Kostensenkungen – und wenn dies bewahrt werden kann, sind wir auch zuversichtlich für die Beschäftigungschancen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Kann das bewahrt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Ja, wir sehen das natürlich mit einer gewissen Sorge: die Lohnforderungen im Jahr 2007, die bis sechs Prozent und darüber hinaus gehen – wenn es dazu käme, zu solchen Abschlüssen, dann würde der Prozess natürlich relativ schnell wieder enden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Woher wissen Sie das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Nun, das zeigt die Erfahrung der Vergangenheit, dass weitere Kostensteigerungen im Hochlohn-Land Deutschland natürlich weitere Arbeitsplätze gefährden, beziehungsweise ins Ausland verlagern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Aber erfahrungsgemäß liegt der Abschluss natürlich irgendwo in der Mitte. Wenn es also moderate Abschlüsse gibt in der Tarifrunde, kann dann auch Ostdeutschland vom anhaltenden Aufschwung profitieren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Ja, ganz sicher. Wir sehen, dass in Ostdeutschland mitgezogen wird, aber es bleibt natürlich ein relativ großer Abstand zum westdeutschen Arbeitsmarkt, der wird auch die nächsten Jahre wohl kaum kleiner werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>20.02.2007, 21:50</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4956.html</guid>
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		<item>
			<title>Portrait: Hermut Kormann - Vorstandsvorsitzender der Voith AG</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4955.html</link>
			<description>Und er muss es wissen, denn er ist Vorstandsvorsitzender der Voith AG, einem der größten Familienunternehmen Europas. Aus dem operativen Geschäft hält sich die Familie aber raus und so ist Kormanns Job, der seit 17 Jahren bei der Firma ist, auch mit einer großen Verantwortung verbunden. Denn schließlich soll Voith auch an die nächsten Generationen weiter gegeben werden. Der Umsatz des Anlagenbauers, der zum Beispiel Maschinen für die Papierindustrie und Wasserkraftwerke herstellt, hat sich in den letzten sechs Jahren verdoppelt. Ein Porträt des studierten Betriebswissenschaftlers von Mabel Gundlach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>20.02.2007, 21:48</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4955.html</guid>
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		<item>
			<title>Norsk Hydro - Der norwegische Energieriese und sein größtes Gas-Projekt</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4954.html</link>
			<description>Norwegen will so einen starken Gegenspieler für den russischen Konzern Gazprom schaffen. Aber Norsk Hydro ist nicht nur ein Schwergewicht im Ölsektor, sondern auch beim Gas drittgrößter Exporteur der Welt. Derzeit treibt das Unternehmen an der Küste der Barentssee (Nordpolarmeer) ein gigantisches Gasprojekt, mit Namen Ormenlange, voran. Dort ist eines der größten Gasfelder der Welt entdeckt worden. Die Förderung gilt als technisch sehr kompliziert. Mit der Anlage soll Gas verdichtet und in Pipelines gespeist werden, die die Gasversorgung Großbritanniens sichern. Gas, um 10 Millionen Briten mindestens 40 Jahre lang warm zu halten. Im Frühjahr wird die Anlage in Betrieb gehen. Auf der Baustelle arbeiten bis zu 10.000 Menschen aus über 50 Ländern. Eine Reportage von Karl Harenbrock</description>
			<pubDate>20.02.2007, 21:47</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4954.html</guid>
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		<item>
			<title>Bolschoi Theater – berühmteste Baustelle der Russlands</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4936.html</link>
			<description>Deutsche Firmen haben bei der Generalüberholung der berühmten Opernbühne Aufträge in Höhe von 195 Millionen Euro bekommen. In ihren Händen liegt die Bühnen-, Licht-, und Tontechnik. Außerdem leitet ein Deutsches Unternehmen die Planung der Bereiche: die Kunkel Consulting aus Bürstadt. Das baufällige Theater wird in eine der modernsten Bühnen der Welt verwandelt. Die Bauarbeiten laufen nur schleppend. Die Russen, treffen keine klaren Entscheidungen. Bis zum 1. März 2008 muss es fertig sein. Das hat Russlands Präsident Putin angeordnet. Doch wenn man die Baustelle heute sieht, kann man sich das nicht vorstellen. Horst Kunkel, Chef von Kunkel Consulting, führt MADE IN GERMANY über die Baustelle und zeigt uns, wie das Theater mal aussehen wird, anhand von Plänen und Animation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>13.02.2007, 21:10</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4936.html</guid>
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		<item>
			<title>Celebrity-Mode – günstige Kopien von Star-Kleidung und Modelabeln.</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4935.html</link>
			<description>Britische Modemacher gehören weltweit immer häufiger zu den Trendsettern. Richtig viel Geld verdienen allerdings nicht die Top-Designer, sondern Unternehmen, die die neusten Modetrends am schnellsten und billigsten auf den Markt bringen. &quot;Pile it high, sell it cheap&quot;, nennen die Briten das. Das Konzept: Firmen wie Topshop oder Asos kopieren Mode von Modelabeln oder Mode, die Hollywoodstars und andere Sternchen auf dem roten Teppich tragen, lässt die Outfits innerhalb weniger Tagen reproduzieren und verkauft sie spotbillig, übers Internet und in Boutiquen. Auf der London Fashion Week stellen sich dieses Jahr Topshop und Asos vor. Hier geht es um Straßenmode, Massentrends, ums Business, weniger um die Haute Couture. Eine Reportage über das Geschäft mit der Kopie in MADE IN GERMANY.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>13.02.2007, 21:08</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4935.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast – Klaus Deutsch, Deutsche Bank Research zum aktuellen DBIX</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4934.html</link>
			<description>DW-TV: Eine rheinische Frohnatur ist heute unser Gast: Klaus Deutsch, von Deutsche Bank Research, geboren in der Nähe von Bonn. Wie feiern Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Mittlerweile gar nicht mehr im Karneval.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Warum nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Die rheinischen Wurzeln sind hier in Berlin ein bisschen verloren gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die anderen feiern wie gesehen - der Karneval ein Wirtschafts- und ein Stimmungsfaktor. Schauen wir uns die wirtschaftliche Stimmung auf den wichtigsten Märkten weltweit an, hier kommt unser DBIX!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Index wird jeden Monat frisch berechnet - von Deutsche Bank Research. Er bündelt die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan. Die deutschen Daten sammelt das renommierte Münchner Ifo-Institut. Es fragt jeden Monat die Stimmung bei Tausenden Unternehmern ab. In den USA werden 400 Einkaufsmanager nach ihren Erwartungen befragt. Und in Tokio trägt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuelle DBIX ist von den Hochs Anfang vergangenen Jahres relativ weit entfernt. Es gab Zeiten, da saßen die Spielverderber vor allem in Deutschland. Wo sitzen sie denn jetzt, Herr Deutsch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Deutschland geht es derzeit sehr gut, aber die Amerikaner haben ein wenig Angst vor der Zukunft und dort stand die Wirtschaft im Herbst auf der Kippe, man wusste nicht recht, triftet sie ab in eine Rezession oder schafft sie einen sanften Schwung ins neue Jahr und nun sieht es so aus, als ob doch die Zahlen im Januar zunächst mal etwas mäßig für die Amerikaner aussehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wir haben hier vor einer Weile diskutiert, dass der Immobilienmarkt das auslösende Element ist, weil die Häuserpreise ohne Ende stiegen. Wie ist die Situation jetzt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  &lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Na die Preisentwicklung ist nicht mehr da. Die Amerikaner können nicht mehr ihre täglichen Konsumgüter kaufen, in der Erwartung, dass sie das alles bezahlen können aus steigenden Immobilienpreisen. Die Investitionen lassen auch nach, man baut keine neuen Häuser mehr, und ist etwas vorsichtig in dem Bereich, aber auf der anderen Seite hat sich der Export gut entwickelt und der Aktienmarkt läuft ganz rund und die Amerikaner sind wieder etwas zuversichtlicher geworden, aber die aktuellen Daten sind nicht so stark wie im letzten Jahr und deswegen schwächt sich die Wirtschaft in den USA etwas ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Also alles etwas auf der Kippe: es könnte noch hoch gehen, es könnte aber auch runter gehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Ja, die Situation ist noch nicht entschieden und die Notenbank muss auch schauen, wohin sich die Dinge entwickeln. Im Moment ist die Unsicherheit recht groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Hat die zermürbende Situation im Irak eigentlich Auswirkungen auf die US-Wirtschaft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Nur sehr indirekt, indem der amerikanische Staat sehr viel mehr Geld aufnehmen muss, um diese militärischen Maßnahmen zu finanzieren. Insofern vergrößert sich das Haushaltsdefizit. Aber für die amerikanischen Verbraucher hat sich bisher wenig gezeigt in den Daten, dort reagiert man nicht auf diese Situation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Obwohl ja immer mehr Menschen auch auf die Straße gehen und dagegen protestieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Ja, die politische Haltung ist eine andere als das, was die Leute in den Geschäften einkaufen. Dort gibt es klare Unterschiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>13.02.2007, 21:04</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4934.html</guid>
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		<item>
			<title>Varel – wie die Airbus-Krise ein Werk in Norddeutschland in Atem hält</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4933.html</link>
			<description>Die Managementfehler bei Airbus müssen nun die kleinen deutschen Werke ausbaden. Die Mitarbeiter in Varel sind sauer. Das Werk selbst hat volle Auftragsbücher. Wie passt das zusammen? Am 20. Februar erfahren die Arbeitnehmer mehr über &quot;Power 8&quot;. Mit diesem Programm will Airbus Milliarden Euro einsparen. Von Stellenabbau ist die Rede. Zudem gibt es Spekulationen über einen Verkauf z.B. des Werkes in Varel. Dort produziert Airbus Flugzeugkomponenten und Montagevorrichtungen. Die Airbus-Krise ist bitter für den Ort. Der Konzern ist hier der größte Arbeitgeber. Zahlreiche Arbeitsplätze bei mittelständischen Zuliefererbetrieben sind von Airbus abhängig. MADE IN GERMANY war in Varel und berichtet von der Stimmung im Werk.</description>
			<pubDate>13.02.2007, 21:03</pubDate>
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		<item>
			<title>Karneval – das Geschäft mit der Narretei</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4932.html</link>
			<description>Es ist wieder Jeckenzeit. Millionen Narren tummeln sich. Karneval macht aber nicht nur Spaß, Karneval ist auch eine Wirtschaftsmacht. Allein in Köln wird an den tollen Tagen 350 Millionen Euro Umsatz gemacht, zwischen 25 und 35 Millionen Steuern fließen in die Kassen des Fiskus. Ob bei den Taxifahrern, Caterern oder Hotels, die Veranstaltungen ausrichten, sie alle verdienen am Karneval. Rund um eine Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft Alt-Köllen von 1883 e.V. schauen wir uns das Geschäft mit der Narretei genauer an. Es ist ein Saisongeschäft, vom 11.11. bis zum Rosenmontag klingeln die Kassen. Das Maritim Hotel in Köln hat sich auf solche Veranstaltungen eingestellt. MADE IN GERMANY war einen Tag dabei.</description>
			<pubDate>13.02.2007, 21:01</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast: Felix Matthes, Energie-Experte Öko-Institut Berlin</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4916.html</link>
			<description>DW-TV: Felix Matthes ist unser Gast, Energieexperte vom Öko-Institut. Was steckt denn aus Ihrer Sicht dahinter, dass zwar seit langer, langer Zeit eine Baugenehmigung in Wilhelmshaven vorliegt, aber doch noch nichts passiert ist? Ein paar Gründe haben wir ja schon gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Ja ich glaube, es gibt noch drei zusätzliche Gründe. Die Technologie hat ungeheure Fortschritte gemacht, dass bei heutigen Öl- und Gaspreisen auch verflüssigtes Erdgas konkurrenzfähig ist. Der zweite Punkt ist, wir haben inzwischen liberalisierte Energiemärkte, das heißt nicht nur, der eine große Anbieter, der über reichlich Gas aus Russland verfügt, kommt auf den Markt, sondern es gibt zusätzliche Anbieter und die brauchen zusätzliche Versorgung und der dritte Punkt ist, dass das Problembewusstsein für die Frage der Verteilung der Lieferregion enorm gewachsen ist in Deutschland wie auch in der Europäischen Union. Und da sind zusätzliche Lieferungen natürlich auch ein hoher  Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wie wichtig ist eine solche Anlage für die Versorgung in Deutschland und Europa?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Sie wird nur ein Bruchteil der Versorgung von Deutschland und auch nur Bruchteile der Versorgung für Europa darstellen können, aber das Wichtige ist, dass es diese zusätzliche Versorgung gibt, die auf wettbewerbsorganisierten Märkten eine ganz wichtige Ausgleichsfunktion ist, auch zur Disziplinierung der traditionellen Lieferanten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ein Vorteil dieses verflüssigten Gases heißt es, ist die Möglichkeit jetzt immer da zu kaufen, wo es gerade billig ist. Stimmt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Das ist die eine Seite der Medaille. Man kann sich seine Kunden oder seine Lieferanten aussuchen, aber die andere Seite der Medaille ist natürlich, dass sich auch die Lieferanten Ihre Kunden aussuchen können. Das heißt, der Wettbewerb wird stärker auf der Kundenseite und auf der Anbieterseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Mit welchen Folgen für die Verbraucher?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felix Matthes: Wir werden es mit einer Globalisierung des Erdgasmarktes zu tun bekommen. Ein Tanker kann man auf dem Atlantik umlenken in die USA oder nach Europa. Das heißt, wahrscheinlich werden die Erdgaspreise volatiler, so wie wir das auf den Ölmärkten und Kohlemärkten schon gewöhnt sind. Der Erdgasmarkt globalisiert sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ganz herzlichen Dank für diese ersten Einblicke. Wir sprechen gleich noch zum Thema Kernenergie.&lt;br /&gt;
 </description>
			<pubDate>06.02.2007, 17:14</pubDate>
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		<item>
			<title>KKW in Finnland: Wie kann man einen Kernreaktor sicherer machen?</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4915.html</link>
			<description>Wie kann man einen Kernreaktor sicherer machen? Diese Frage stellten sich in den 90er Jahren Siemens und die französische Firma Framatome. Gemeinsam gründeten sie ein Unternehmen und entwickelten den ersten sogenannten „Europäischen Druckwasser Reaktor EDR“. Der EDR gilt als 100mal sicherer gegenüber Störfällen als vergleichbare Reaktoren. Den ersten Auftrag zum Bau haben sie vom finnischen Stromkonzern TVO erhalten. Finnland verfügt über keinerlei Erdgas-, Kohle- oder Erdölvorkommen. Auch deshalb gab es über die Notwendigkeit eines fünften Atomreaktors keine große Debatte. In Olkiluoto entsteht ein neues Kernkraftwerk, das Strom für 1,6 Millionen Menschen liefern wird. Neben dem eigentlichen Reaktor kommt fast das komplette Knowhow für das Kraftwerk aus Deutschland. Über die Atomkraftdiskussion in Deutschland und deutsche Firmen, deren Knowhow im Ausland gefragt ist. Reportage von Hagen Tober. </description>
			<pubDate>06.02.2007, 17:07</pubDate>
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		<item>
			<title>Portrait: Peter Eigen – Kämpft gegen Korruption im Rohstoffsektor</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4914.html</link>
			<description>Peter Eigen, der ehemalige Chef von International Transparency, engagiert sich derzeit vor allem in Sachen Rohstofflieferanten und Korruption. Seine Firma heißt EITI, Extractive Industries Transperency Initiative. Eigen fliegt nach Äthiopien. Auf einer Konferenz in Addis Abeba geht es um die vernünftige Vermarktung der Rohstoffvorkommen, dem Umgang mit der Natur und der Korruptionsbekämpfung im Umfeld von Bohr- und Schürfrechten. Mit dem erhöhten Energiebedarf von China und Indien werden die afrikanischen Länder als Rohstofflieferanten immer wichtiger. Konzerne aus China und Indien kaufen in Afrika in großem Stil ein und zwar dort, wo bereits die westlichen Öl-Multis sitzen. Der Kampf um die Rohstoffe wird immer heftiger. Schon jetzt werfen westliche Konzerne den chinesischen und indischen Unternehmen vor, dass sie mit unlauteren Methoden Vorkommen sichern. Prof. Peter Eigen – in heikler Mission unterwegs. Er muss in diesem Verteilerkampf neutral bleiben und will sich vor keinen Karren spannen lassen. Karl Harenbrock porträtiert Peter Eigen und begleitet ihn in die Hauptstadt von Äthiopien, nach Addis Abeba. </description>
			<pubDate>06.02.2007, 16:58</pubDate>
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			<title>Flüssiggas: Das Öl des 21.Jahrhunderts</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4913.html</link>
			<description>Gas gehört zu den wichtigsten fossilen Energieträgern. Doch die Erdgasfelder, die nahe den Verbrauchern liegen, erschöpfen sich. Immer mehr Länder setzten daher auf den Transport von verflüssigtem Gas. Flüssiggas hat zudem den Vorteil, dass Importländer wie Deutschland nicht mehr allein von den Lieferungen per Pipeline abhängig sind, sondern das Gas dort einkaufen können, wo es gerade am billigsten ist. Doch eine Verflüssigungsanlage ist teuer und erfordert viel technisches Knowhow. Eine Chance für die Firma Linde, die im norwegischen Hammerfest unter extrem schwierigen Bedingung eine Verflüssigungsanlage installiert hat. Auch im deutschen Wilhelmshaven könnte in den nächsten Jahren ein sogenannter Energiehafen entstehen. Noch hat verflüssigtes Erdgas nur einen Anteil von 7% am Gasmarkt. Doch mit Wachstumsraten von 7% jährlich könnte es nach Ansicht von Experten schnell zum Öl des 21.Jahrhunderts werden. Ein Bericht von Vanessa Fischer. </description>
			<pubDate>06.02.2007, 16:48</pubDate>
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		<item>
			<title>Ökodorf: Ein Dorf macht seinen Strom</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4912.html</link>
			<description>Der Stachel sitzt tief bei den Rettenbacher  Energieaktivisten. Im vergangenen Jahr hat es nur für Platz zwei in der Solarbundesliga gereicht. Doch spätestens in 2008 will sich die bayerische Gemeinde den Titel zurückholen. Das was lustig klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Rettenbach kämpft um seine Unabhängigkeit - von fossilen Brennstoffen und den großen Energiekonzernen. &lt;br /&gt;
Inzwischen gibt es auf fast jedem Süddach im Ort eine Fotovoltaik-Anlage, außer auf dem Kirchturm. Außerdem sind drei Biogasanlagen in Betrieb. Der Umsatz an Rapsöltankstelle steigt langsam aber stetig. Immer mehr Bewohner des Ortes machen mit - nicht aus puren Idealismus, sondern weil es sich schlicht rechnet. &lt;br /&gt;
Ute Walter über die energiebewussten Dorfbewohner. </description>
			<pubDate>06.02.2007, 16:37</pubDate>
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		<item>
			<title>Porträt: Alfred Ritter - In Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4896.html</link>
			<description>Die Ritters sind Schwaben, praktisch und sensibel in Finanzdingen. Alfred der Dritte setzt noch einen drauf: er ist sparsam mit öffentlichen Auftritten, gilt als medienscheu. Er hat den Vorsitz im Aufsichtsrat. Sein Herz hängt aber an einem Solarenergiebetrieb, den er selbst aufgebaut hat. Für Ritter-Sport beschäftigte er einen Geschäftsführer, den er aber entlassen hat, weil ihm dessen Geschäftsstrategien missfielen. Ein Porträt von Ute Schneider.</description>
			<pubDate>31.01.2007, 16:40</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast: Gustav Horn, Hans-Böckler-Stiftung</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4895.html</link>
			<description>DW-TV: Unser Gast heute ist Gustav Horn, Direktor am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Lassen Sie uns darüber reden, was Arbeit in Deutschland kosten darf. Die meisten Gewerkschaften gehen voraussichtlich mit Lohnforderungen von 5-6 Prozent jetzt in die nächste Runde. Ist das angemessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Horn: Als Forderung sicherlich! Als Ergebnis erwarte ich eher Abschlüsse in der Gegend von 3-4 Prozent. Das können wir uns auch leisten. 3,5 Prozent werden durchaus verkraftbar. Das entspricht dem Zuwachs an Leistungsfähigkeit in Deutschland und auch der Inflationsrate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Und das wird den Aufschwung nicht gefährden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Horn: Auf keinem Fall im Gegenteil es wird ihn stützen, denn unsere große Schwäche war bisher die Binnennachfrage insbesondere der schwache private Verbrauch und der würde durch die Lohnerhöhung gestärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Eine Schlüsselfrage ist dabei ja auch, hat die Lohnzurückhaltung bisher nicht auch Jobs in Deutschland gesichert? Jetzt mal völlig ab vom Aufschwung wir sehen hier gleich die Arbeitslosenquote die ja in den vergangenen 12 Monaten deutlich zurückgegangen ist von etwas über 11 Prozent auf klar unter 10 Prozent. Also, hat nicht die Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre hier Jobs gesichert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Horn: Wir haben seit über 10 Jahren Lohnzurückhaltung und wir haben jetzt ein Jahr, wo tatsächlich die Beschäftigung gestiegen ist. Das ist ein etwas loser Zusammenhang. Im Einzelfall mag dies sogar der Fall sein gesamtwirtschaftlich sicherlich nicht, denn höhere Löhne sind höheres Einkommen und das stärkt die Binnenwirtschaft und die war gerade in den vergangenen Jahren wegen der Lohnzurückhaltung sehr schwach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Trotzdem niedrigeres vergleichsweise niedrigeres Lohnniveau in Deutschland macht doch den Standort auch konkurrenzfähig gegenüber Billigstandorten in Asien oder in Osteuropa?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Horn: Man muss abwägen. Sicherlich stärken niedrigere Lohnabschlüsse die internationale Wettbewerbsfähigkeit, das ist geschehen. Das erklärt unseren Exportboom. Auf der anderen Seite schwächt es die Binnennachfrage und das erklärt unsere binnenwirtschaftliche Schwäche. Die Differenz aus beiden ist leider negativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ist es eigentlich ein deutsches Phänomen, dass wir jetzt viele, viele Jahre der Lohnzurückhaltung hatten und die Arbeiter und Angestellte sagen, wir wollen jetzt mal eine dicken Schluck aus der Pulle?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Horn: Nein, Deutschland ist ein Extremfall, aber tatsächlich finden wir die Lohnzurückhaltung auch in anderen Ländern: Österreich ist zu nennen, die Niederlande und auch Frankreich. Überall sind die Löhne nur sehr mäßig gestiegen und die Gewinne gleichzeitig deutlich explodiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Und wie geht man in den Ländern mit dem Thema um? Gibt es da jetzt höhere Abschlüsse?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Horn: Sehr unterschiedlich. In Österreich sehen wir das noch nicht, dort wird es auch vernachlässigt. In Frankreich greift der Staat ab und zu ein und fordert auch höhere Abschlüsse, damit auch die Steuereinnahmen stärker sprudeln und dort werden auch die Mindestlöhne erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig</description>
			<pubDate>31.01.2007, 16:36</pubDate>
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		<item>
			<title>Werkhaus: Behinderte Mitarbeiter gesucht</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4894.html</link>
			<description>Die Produkte sind auch in Tokio und Helsinki gefragt. Die Chefin Eva Danneberg will auch einen sozialen Beitrag leisten: indem sie möglichst viele Behinderte anstellt. Derzeit beschäftigt sie 20 Behinderte. Das ist ein Drittel des gesamten Mitarbeiterstamms - eine Quote, an die kaum ein deutsches Unternehmen heranreicht. Die Behinderten werden zum Teil eigens für die Firma ausgebildet. Werkhaus versucht beides zu erreichen: profitables und soziales Arbeiten. Eine Reportage von Grit Hofmann.</description>
			<pubDate>31.01.2007, 16:34</pubDate>
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		<item>
			<title>Burj Dubai: Für das wohl größte Gebäude der Welt - Fenster aus Bitterfeld</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4893.html</link>
			<description>Die Guardian Floatglas GmbH hat den lukrativen Auftrag an Land gezogen. Sie hat den High-Tech-Werkstoff &quot;Sungard Silver&quot; entwickelt, ein Sonnenschutzglas, das für den Einsatz in heißen Regionen ideal ist. Der Betrieb wurde 1996 vom US-Konzern Guardian Industries (Auburn Hill/Michigan) für 300 Mio. Euro errichtet. Heute arbeiten hier rund 400 Spezialisten. Täglich verlassen die Glasscheiben per Container das Werk, verschifft über Hamburg in die Vereinigten Arabischen Emirate. Hagen Tober berichtet.</description>
			<pubDate>31.01.2007, 16:31</pubDate>
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		<item>
			<title>Kinospaß: 3-D-Sound aus Deutschland soll weltweit Säle füllen</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4892.html</link>
			<description>Der Sound – ein 3-D-Sound, der auch leise Töne dem Zuschauer nahe bringen soll. Ein Hörgefühl also, als ob man als Zuschauer im Film mitspielt. Seitdem hat sich viel getan.  Die Forscher haben sich zu Geschäftsführern gewandelt, sie vermarkten nun ihre Erfindung. Kinobetreiber in Deutschland und im europäischen Ausland nutzen die Technik von IOSONO. Jetzt hat sogar Hollywood angebissen. Wenn der US-Deal klappt, dann haben sie den Durchbruch geschafft. Eine Reportage von Oliver Hoesch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier werden die Besucher nicht nur geschüttelt, sondern bekommen ordentlich auf die Ohren - gewissermaßen dreidimensional. Im Münchener Erlebniskino sorgen 432 Lautsprecher für das ganz besondere Klangerlebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Das war die perfekte Illusion, ganz tolles Erlebnis, war perfekt gemacht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Weil der Sound auch so von hinten kam und von der Seite und von überall her.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nico Rössler leitet die Bavaria Filmstadt. Immer auf der Suche nach Attraktionen für seine Gäste...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nico Rössler, Leiter Bavaria Filmstadt: &quot;Für uns ist das sehr wichtig, weil wir alle paar Jahre was neues bieten müssen, erst wurde wurde auf 3D-, 4D-Kino umgestellt, wir haben einen Motion-Simulator, einen Bewegungssimulator hier drin und jetzt haben wir eben Iosono als Tonhologramm draufgesetzt und einen entsprechenden Inhalt selbst produziert und das kommt sehr gut an bei den Gästen und ist für uns natürlich wichtig auch als Marketinginstrument&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fahren nach Ilmenau in Thüringen. Hier wurde die Technik für das Tonsystem entwickelt - im Fraunhofer Institut. Und von hier aus soll die Firma Iosono das System weltweit vermarkten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Sporer hat das Klangsystem mitentwickelt. Das Herzstück ist eine Software, die die Klänge an ganz bestimmte Stellen im Raum verteilen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Sporer von Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT und Gesellschafter bei Iosono: &quot;Um auf den Markt zu kommen ist ein wichtiger Punkt, dass man preiswerter wird, das heißt: billigere Lautsprecher, billigere Verstärkertechnik, auch die Vernetzung zu verbessern.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch das kostet Geld. Bisher ist es hauptsächlich Wagniskapital, mit dem das Unternehmen finanziert wird. Und Iosono muss weiter expandieren. In diesen Tagen steht ein Gespräch mit einem großen Investor auf dem Programm - der hat schon fast zugesagt, sagt Thomas Sporer. Und hofft, dass der Vertrag schnell in trockenen Tüchern ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Marketing jedenfalls läuft - und liegt in Händen von Romy Schnelle. Sie will vor allem den Kinomarkt aufmischen. Deshalb präsentiert sie das Soundsystem am liebsten dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soundbyte Präsentation: &quot;Der Geist kommt jetzt in den Raum rein, befindet sich jetzt im Kinosaale, bewegt sich vorn an der Leinwand entlang, jetzt von Reihe zu Reihe zur letzten Stuhlreihe vorzukommen, bewegt sich weiter im Raum und geht langsam wieder von hinten nach vorne von Stuhlreihe zu Stuhlreihe - über die Köpfe der Leute hinweg - wieder entschwindend aus der Leinwand heraus.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das große Geschäft wittert Iosono in den USA. Denn dort entstehen 80 Prozent der Filmproduktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romy Schnelle, Marketingleiterin bei Iosono erklärt: &quot;Wenn wir im Kinobereich erfolgreich sein wollen, und das ist unsere klare Strategie für die USA - müssen wir dort praktisch mit Major-Filmstudios an Filmproduktionen arbeiten. Dort sind wir am Ball, stellen uns vor, präsentieren unsere Technologie und sind in guter Position, in den nächsten ein bis zwei Jahren einen Blockbuster auf den Markt zu bringen, der in Iosono produziert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soundbyte: Ihr seid die ersten, die hier lebend wieder kommen...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iosono indes plant schon weiter: Klappt der Durchbruch in den USA, soll das Soundsystem in zehn Jahren auch im normalen Wohnzimmer für perfekten Kinoklang sorgen.</description>
			<pubDate>31.01.2007, 16:30</pubDate>
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		<item>
			<title>Bavaria - Bootsbau am laufenden Band</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4874.html</link>
			<description>Die Alpen sind Giebelstadt deutlich näher als das Meer - Nord- und Ostsee sind hunderte Kilometer weit entfernt. Und doch, was keiner vermuten würde: der kleine Ort in der Nähe von Würzburg ist ein Mekka für Wassersportler. Hier sitzt die Bavaria Yachtbau, eine Firma die im letzten Jahr insgesamt 2849 Segelyachten und fast 700 Motoryachten verkauft hat. Mit einem ganz eigenen Ansatz ist das Unternehmen in Unterfranken zum größten Yachtbauer Deutschlands geworden und hat die Traditionsbetriebe von der Küste auf die Plätze verwiesen. Das Erfolgsrezept: Serienfertigung am Fließband. Die Bavaria-Boote entstehen mit Hilfe modernster Maschinen und Roboter. Und weil die so zuverlässig sägen, schrauben und schleifen kann Werftchef Winfried Hermann mit wenig Personal produzieren und seine Yachten zu einem Preis verkaufen, der in der Branche als unschlagbar gilt. Und damit Menschen mit Yachten versorgen, die sich sonst möglicherweise gar nicht für einen deutschen Hersteller entscheiden würden.</description>
			<pubDate>23.01.2007, 20:58</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogespräch mit Hans-Olaf Henkel</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4877.html</link>
			<description>Interview mit Hans-Olaf Henkel, Prof. an der Universität Mannheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Hans-Olaf Henkel ist heute bei uns, Professor für Internationales Management an der Universität Mannheim. Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass Holtzbrinck die vielen Millionen schon wieder einspielt die bei StudiVZ investiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Olaf Henkel: Ganz gut, denn das Modell, was die Studenten da entwickelt haben, ist sehr überzeugend. Ich glaube auch, dass es klug von Holtzbrinck war, nicht in der ersten Internetwelle sozusagen auf diesem Zug aufzuspringen, sondern in der zweiten. Und ich glaub schon, dass diese Konkurrenz zu Yahoo oder Google erfolgreich sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Was halten Sie überzeugend an dem, was wir gerade gesehen haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Olaf Henkel: Naja, erstens die Tatsache, dass man ein großen Anteil der Studierenden in diesem Internetportal angedockt hat und das glaub ich ist entscheidend. Und das ist eine homogene Kundengruppe, die natürlich für Anzeigengruppen oder -kunden sehr interessant sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Aber eine Kundengruppe ohne Geld? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Olaf Henkel: Das stimmt nicht! Die jungen Leute haben viel mehr Geld als sie glauben und irgendwann verdienen die ja auch mal Geld. Also, auch die Kunden oder die Kundinnen der Industrie denken langfristig. Irgendwann werden das mal kaufkräftige Konsumenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Also Sie sagen, dass funktioniert und wird sich als bald auszahlen, buchstäblich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Olaf Henkel: Also ich würde mal sagen, die Chancen sind besser als noch vor einigen Jahren. Es gab ja ähnlich interessante Modelle, aber damals war Internet noch nicht so verbreitet wie heute. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Damals hat man ja aber auch sehr stark auf Werbung als Einnahmequelle gesetzt. Es hat nicht in dem Maße annähert funktioniert, wie die Unternehmen sich das vorgestellt haben. Warum soll es jetzt klappen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Olaf Henkel: Es gibt Unterschiede. Erstmals ist die Verbreitung des Internets heute viel weiter fortgeschritten als damals und zweitens hat sich der Konsument auch an die Internetwerbung gewöhnt. Man sieht ja auch als Konsument der Deutschen Welle, das man die Möglichkeit hat, jetzt die Deutsche Welle über Internet sich anzusehen. Sie haben ja selber vorhin erzählt, eine steigende Anzahl von Menschen, jungen Menschen, guckt sich die Deutsche Welle über Internet an und das erklärt, glaub ich, einiges.     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Man staunt trotzdem über die Preise die Verlage wie Holtzbrinck und auch andere für junge Onlinefirmen zahlen. Die Befürchtung steht im Raum, dass wir am Beginn einer neuen Dodcom-Blase stehen, das heißt überhöhte Preise, alles fällt irgendwann in sich zusammen. Sehen Sie das auch so?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Olaf Henkel: Nicht ganz so, weil wir diesen großen Zusammenbruch schon mal hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch einen bekommen, ist nicht mehr so groß und man darf auch nicht vergessen, so eine große Firma, ich habe selbst in meinem Leben in einem großen Unternehmen gearbeitet. Bei IBM, die kommen nicht so auf diese Ideen wie viele kleine andere Unternehmen. Man darf auch nicht vergessen, dass es ja auch andere kleine Unternehmen gibt, die es nicht geschafft haben. Also, hier haben wir mal ein erfolgreiches.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ganz herzlichen Dank für Ihren Besuch, Hans-Olaf Henkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>23.01.2007, 20:18</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4877.html</guid>
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		<item>
			<title>Social Entrepreneurs: Indien Devi Shetty</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4876.html</link>
			<description>Er ist Chirurg, Geschäftsmann und Wohltäter: Dr. Devi Shetty zählt zu Indiens berühmtesten Herzspezialisten. 2001 baute er mit Spendengeldern die größte private Herzklinik des Landes, und verfolgt damit eine ganz besondere Geschäftsidee: 450 Betten und 8 Operationssäle sind im Dauereinsatz, Shetty setzt auf eine &quot;Low-cost-Strategie&quot;, die kostspielige Herzoperationen auch für die ärmeren Bevölkerungsschichten zugänglich macht. Durch geschicktes Management und Mischfinanzierung hat Dr. Shetty die Kosten erheblich reduziert und operiert mehr als die Hälfte seiner Patienten unter den Selbstkosten oder sogar umsonst. Für dieses Engagement hat Shetty die Auszeichnung &quot;Social Entrepreneur of the Year 2005&quot; der Schwab Foundation gewonnen. </description>
			<pubDate>23.01.2007, 20:03</pubDate>
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		<item>
			<title>StudiVZ: das Internet macht wieder Millionäre</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4875.html</link>
			<description>Der traditionsreiche Holtzbrinck-Verlag hat jüngst 85 Mio. Euro für das Studentenportal StudiVZ bezahlt. Das gilt als das größte Studentenportal Europas. Holtzbrinck kaufte es, ohne zu wissen, ob die Investition das Geld jemals wieder einspielt werden. StudiVZ ist wie so viele andere Online-Portale völlig unrentabel, nicht einmal Umsatz wird gemacht: Die Nutzung ist kostenlos, es gibt nicht einmal Werbung. Ein lukratives Geschäftsmodell sieht anders aus. Doch der Schatz dieser Portale sind Kundenprofile und –daten. Der Internet-Kaufrausch scheint erst begonnen zu haben. Experten warnen bereits vor einer neuen Dotcom-Blase, die bald zerplatzen könnte. </description>
			<pubDate>23.01.2007, 20:01</pubDate>
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		<item>
			<title>Olivenöl</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4873.html</link>
			<description>Olivenöl ist auf der ganzen Welt so gefragt wie noch nie. Vor allem in Mitteleuropa steigt der Absatz seit Jahren um mehr als zehn Prozent. Die Käufer schätzen das grüne Gold wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften, so enthält Olivenöl viele ungesättigte Fettsäuren. Die Produktion hält mit der Nachfrage kaum Schritt. Der Preis für Olivenöl hat sich in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt - zur Freude der Produzenten. Spanien, Italien und Griechenland, die bedeutendsten Anbauländer von Oliven weltweit, erweitern derzeit in großem Stil ihre Anbauflächen. Experten kritisieren, dass trotz der großen Nachfrage Europas Olivenbauern rund eine Milliarde Euro an Subventionen erhalten. &quot;Made in Germany&quot; hat sich nach Kalamata aufgemacht, einem der wichtigsten Anbaugebiete für Oliven in Griechenland. Diese Oliven gehen sogar nach Italien und werden dort als italienisches Speiseöl verkauft. </description>
			<pubDate>23.01.2007, 15:53</pubDate>
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		<item>
			<title>Social Entrepreneurs – Nick Moon: Entwicklungs-Unternehmer aus Kenia</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4865.html</link>
			<description>Der Brite Nick Moon kam in den 80er Jahren als Entwicklungshelfer nach Kenia. Damals wurden Spendengelder an die Bevölkerung verteilt. Viele Projekte schliefen wieder ein, nachdem die Helfer gegangen waren. Eine nachhaltig Wirkung blieb aus. Deshalb gründete er das Unternehmen Kickstart, das Entwicklungshilfe nun nach marktwirtschaftlichen Aspekten betreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moon lässt in Nairobi Wasserpumpen und Ölpressen herstellen, Arbeitsplätze entstehen also im Land. Und die Maschinen werden dann an Landwirte in Kenia, Tansania und Mali verkauft und nicht verschenkt. Die Bauern erhalten sie nur, wenn sie sich zur Rückzahlung verpflichten. Und die Quote ist hoch. Mit Hilfe der Wasserpumpen können die Bauern nun ihren Lebensstandard deutlich verbessern, 3 - 4 Ernten im Jahr sind möglich. Kickstart selbst finanziert sich durch Spendengelder. Nach Moons Angaben konnten 40.000 Kleinunternehmen gegründet werden, viele Arbeitsplätze entstanden.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>17.01.2007, 15:51</pubDate>
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		<item>
			<title>Hartz vor Gericht – Aufstieg und Fall einer Lichtgestalt</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4864.html</link>
			<description>Im Sommer 2002 betrat eine neue &quot;Lichtgestalt&quot; die Bühne der Berliner Republik: Peter Hartz, Personalvorstand der Wolfsburger Volkswagen AG. Er war vom Bundeskanzler persönlich ausgewählt worden, Leiter und Namensgeber für eine Regierungs-Kommission zur Reform des deutschen Arbeitsmarktes zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals galt Peter Hartz als einer, der das Unmögliche schaffen sollte: Jobabbau ohne &quot;Schmerzen&quot;. Die &quot;Vier-Tage-Woche&quot; bei Volkswagen, das Modellprojekt &quot;5000 x 5000&quot; – alles Hartz-Ideen. Mittlerweile sind die &quot;Hartz&quot;-Reformen in der deutschen Öffentlichkeit weitgehend diskreditiert. &quot;Hartz IV&quot;, die umgangssprachliche Bezeichnung für das neue Gesetz zum Arbeitslosengeld, war sogar mal Anwärter für das Unwort des Jahres. Nun muss sich Peter Hartz vor Gericht verantworten, als eine Schlüsselfigur der Korruptionsaffäre bei VW. Mit Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe, so ermittelten Staatsanwälte, soll er sich das Wohlwollen der Betriebsräte erkauft haben. Patrick Benning und Kerstin Schweizer über Aufstieg und Fall des ehemaligen VW-Managers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschüttelt von mancher Krise war Europas Autobauer Nummer eins – die Wolfsburger Volkswagen AG. Und einer im Besonderen machte dabei von sich reden – als Freund der Arbeiter und Erfinder neuer Modelle für mehr Beschäftigung: VW-Personalvorstand Peter Hartz. Ideen, wie das Modell &quot;5000 mal 5000&quot;, die er – gemeinsam mit Betriebsrats-Chef Volkert – umsetzte, klangen nach vernünftiger Politik. Peter Hartz im Jahr 2001, damals Volkswagen-Personalvorstand: &quot;Wir reden über neue Beschäftigungsverhältnisse für überwiegend Arbeitslose aus Wolfsburg und strukturschwachen Regionen Deutschlands.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Problem hatte auch die Bundesregierung: Über vier Millionen Arbeitslose und die Last eines Versprechens. Bundeskanzler Gerhard Schröder im Jahr 1998: &quot;Entweder, es gelingt, die Arbeitslosigkeit zurückzuführen, oder diese Regierung hat es nicht verdient, auch nur ein einziges Mal wiedergewählt zu werden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kam es, dass aus dem Personalmanager Peter Hartz ein Kanzlerberater wurde – und schließlich auch der Chef einer Kommission zur Reform des deutschen Arbeitsmarktes. Und es gehört wohl zu seinem Wesen, dass Hartz überzeugt war, seine Vorschläge – die er im Sommer 2002 präsentierte – seien die Lösung des Problems: &quot;Heute ist ein schöner Tag für die Arbeitslosen in Deutschland. ... Herr Bundeskanzler, wir haben hier die Zukunft für zwei Millionen Arbeitslose konzipiert. Ich wünsche Ihnen und uns viel Erfolg, dies umzusetzen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald schon sollte Peter Hartz der Kanzlerberater erneut aufsteigen – diesmal zum Prediger und Visionär, der die Eliten des Landes einschwor auf seine &quot;Job-Revolution&quot;: &quot;Arbeitslosigkeit ist mein ... Dein ... unser Problem ...&quot; Und aus Politikern wurden Jünger – so wie Wolfgang Clement, Wirtschaftsminister 2002: &quot;Das ist die Hartz-Fibel. Mit der ziehen wir jetzt durch die Republik, von Region zu Region, von Stadt zu Stadt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch das Volk wollte die Botschaft nicht hören. Vor allem die Reform des Sozial- und Arbeitslosengeldes – im Volksmund &quot;Hartz IV&quot; – trieb die Menschen auf die Straße. Und obwohl nicht alles, was Hartz hieß auch von ihm stammte, musste er den Kopf hinhalten. Zu Unrecht – glaubt Handwerkspräsident Hanns-Eberhard Schleyer. Er hat mitdiskutiert in der Hartz-Kommission: &quot;Er hat sich – jedenfalls gerade auch in den Diskussionen mit der Kommission – als ein außerordentlich pragmatischer – das heißt auch ideologiefreier – Vorsitzender dieser nicht einfachen Aufgabe unterzogen. Und drittens würde ich sagen: Er war durchaus eine kreative Gestalt. Das hat er ja auch in seiner Eigenschaft als Personalvorstand von Volkswagen bewiesen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreativität des Peter Hartz gerade bei Volkswagen – auch sie geriet am Ende ins Zwielicht. Aus dem Erfolgsmodell Hartz wurde die VW-Krise. Hartz – so sein Geständnis – finanzierte seinem Betriebsrat Lustreisen und Prostitution. Was ihn bekannt gemacht hatte – die Job-Innovationen des VW-Mannes – gegründet auf Korruption. Allein 400.000 Euro bekam die Geliebte des Betriebsratschefs. Joachim Geyer, Staatsanwaltschaft Braunschweig: &quot;Zur Last gelegt werden ihm – laut Anklageschrift – insgesamt 44 Taten der Untreue in 23 Fällen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2005 trat Peter Hartz zurück. Seiner Automarke blieb er treu. In seiner saarländischen Heimat betreibt Peter Hartz mittlerweile eine kleine Unternehmensberatung. Doch so beredt der Mann mit dem klangvollen Namen früher war, so wortkarg ist er heute: &quot;Ich möchte mich zu den laufenden Verfahren nicht äußern.&quot; Kein Kommentar auch von der IG Metall, die Hartz einst als einen von ihnen gefeiert hat. Kein Kommentar von Volkswagen, dem früheren Arbeitgeber. Nur noch Schweigen zu dem Mann, der noch vor kurzem als Deutschlands Erlöser gefeiert wurde.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>17.01.2007, 15:50</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast – Jürgen Pfister zu Peter Hartz</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4863.html</link>
			<description>Jürgen Pfister ist der Chefvolkswirt der Bayerische Landesbank in München. Mit ihm sprachen wir über Aufstieg und Fall des Peter Hartz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Das die Hartzaffäre so hohe Wellen schlägt, das lässt sich nur begreifen vor dem Hintergrund der sehr speziellen Situation in deutschen Konzernen. Jürgen Pfister Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank lassen Sie uns das noch mal aufdröseln. Was ist das Einzigartige am deutschen System der Mitbestimmung?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Das deutsche Modell der Mitbestimmung sieht vor, dass die Aufsichtsräte von Kapitalgesellschaften zur Hälfte mit Vertretern von Arbeitnehmern besetzt sind und zwar nicht nur mit den Beschäftigten aus den betreffenden Unternehmen sondern durchaus auch mit Gewerkschaftsfunktionären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Und die gilt es auf die Seite des Vorstands zu bringen, wenn man beispielsweise Ideen durchsetzen will. Da findet ein Streit statt, ein Widerstreit?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Also, viele wichtige Fragen wie zum Beispiel Restrukturierungen werden im Aufsichtsrat genehmigt und insofern ist auch die Zustimmung der Arbeitnehmervertreter wichtig, weil Sie die Hälfte dieses Gremiums stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Und wenn man die mit Argumenten nicht überzeugen kann, dann meinte Peter Hartz offenbar, er müsse da noch nachhelfen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Ja, dass ist sicherlich eine Entgleisung, die man nicht dem Modell der Mitbestimmung anlasten darf, sondern hier wurden eindeutig die Regeln des Zulässigen, des rechtlich Erlaubten, überschritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Kann Peter Hartz die Vorwürfe damit entkräften, dass er sagt, er habe nur das Beste für Volkswagen gewollt und am Ende hat es ja sich auch in mehr Jobs und flexiblen Arbeitszeitenmodellen ausgezahlt?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Unabhängig jetzt von den gerichtlichen Entscheidungen glaube ich,dass es sehr schwierig ist - man versucht denn die Leistung auf der einen Seite mit Verfehlung auf der anderen Seite aufzurechnen. Das entspricht nicht unserem Rechtsdenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Das heißt, er kann da nicht für sich reklamieren, das Geld, das ich investiert habe in den Betriebsrat, haben wir an anderer Stelle wiedereingenommen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Ich denke, das viele Unternehmen gezeigt haben, die ähnliche Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt haben, dass dies auch durchaus im Rahmen der Legalität möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Es wird ja in der Tat zum ersten Mal nun solch ein Fall vor Gericht verhandelt, indem sich der Vorstand das Wohlwollen des Betriebsrats erkauft hat. Glauben Sie, dass ist ein Einzelfall?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Wir können das nur hoffen, weil das natürlich die Unternehmenskulturen und die Marktwirtschaft in ihren Grundfesten erschüttert und beschädigt, im Ansehen der Öffentlichkeit. Die Zustimmung zu diesem System leidet darunter und insofern können wir nur hoffen, das in anderen Unternehmen Recht und Gesetz geachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Das System der Mitbestimmung ist ja dadurch in der Tat erst ins Gerede gekommen. Ist das überhaupt noch zeitgemäß?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Es ist ein Modell, was inzwischen nicht mehr ganz zeitgemäß ist, weil wir ein Europa - taugliches System brauchen. Und andere Länder Europas oder insbesondere Investoren von Nordamerika oder aus Großbritannien oder Japan kennen dieses Modell nicht, akzeptieren es auch nicht, so dass bei grenzüberschreitenden Fusionen dann oftmals der Konzernsitz nicht mehr in Deutschland gewählt wird, um die Mitbestimmung zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Was wäre denn eine neue Form von Mitbestimmung oder ein neues Modell in den Konzernen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Pfister: Also, wir haben ein vielfältiges Mitbeteiligungsrechte der Arbeitnehmer die auch richtig und vernünftig sind im Rahmen des Betriebsrates oder des Personalrates. Die Frage ist, ob diese Arbeitnehmer auch im Aufsichtsrat in dieser Form auch vertreten sein müssen. Das ist vermutlich heute nicht mehr zeitgemäß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Interview: Katrin Prüfig&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>17.01.2007, 15:47</pubDate>
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		<item>
			<title>Pferdezucht – Das lukratives Geschäft mit den Vierbeinern</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4862.html</link>
			<description>Deutschland ist das Land mit der größten und erfolgreichsten Sportpferdezucht der Welt. Ein Spitzenpferd, das schon auf internationalen Turnieren erfolgreich war, kann bis zu zwei Millionen Euro bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 wurden allein auf Auktionen in Deutschland rund 40 Millionen Euro umgesetzt. Geld, das meist aus dem Ausland stammt. Pferdeliebhaber aus aller Welt kommen zu Turnieren und Auktionen oder beauftragen Pferdehändler, einen Warmblüter &quot;Made in Germany&quot; zu erwerben: Holsteiner, Hannoveraner, Münsterländer. Heinz Heckmann ist solch ein Pferdehändler. Pferdehandel, sagt er, ist ein sensibles Geschäft. Ein Händler muss ein sehr gutes Gespür nicht nur für Pferde haben, sondern auch dafür, welches Tier zu welchem Kunden passt. Anne Hoffmann über den Wirtschaftsfaktor Pferd.&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>17.01.2007, 15:43</pubDate>
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		<item>
			<title>Porträt – Rupert Stadler, der neue Audi-Chef in Detroit -  In Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4856.html</link>
			<description>Der bisherige Finanzvorstand Rupert Stadler hat gleich nach seiner Benennung ehrgeizige Ziele verkündet: Bis 2011 sollen 11,8 Milliarden Euro in Neuentwicklungen fließen, die Modellpalette soll von 22 auf 40 Typen erweitert werden. Auf der Automesse in Detroit stellt er sich erstmals einer größeren Öffentlichkeit vor und MIG-Reporter Stephan Bachenheimer begleitet ihn.</description>
			<pubDate>09.01.2007, 20:30</pubDate>
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		<item>
			<title>Social Entrepreneurs – Marcela Benitez: gegen Landflucht in Argentinien</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4855.html</link>
			<description>In 800 Dörfern hat sie zahlreiche Bildungs- und Infrastruktur-Projekte gestartet. Finanziert werden diese Projekte durch Spenden von Unternehmen sowie gemeinnützigen und staatlichen Institutionen. Manuela Kasper-Claridge hat Marcela Benitez in ein Dorf in der argentinischen Pampa begleitet. In Irazusta lebten die Menschen vollkommen ohne Perspektive, seitdem die Eisenbahnlinie geschlossen wurde. Die nächste asphaltierte Straße endet 13 Kilometer vor Irazusta – für viele Bewohner war das der Grund, wegzuziehen und ihr Glück in einer der argentinischen Großstädte zu suchen. Die &quot;Responde&quot;- Chefin hat den verbleibenden Bewohnern gezeigt, was sie aus ihrem Dorf machen können.</description>
			<pubDate>09.01.2007, 20:30</pubDate>
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		<item>
			<title>Helgoland – eine Insel ohne Mehrwertsteuer</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4854.html</link>
			<description>Denn die Nordseeinsel gehört nicht zum deutschen Steuergebiet und auch nicht zum Zollgebiet der Europäischen Union. Die Folge: Viele Tagestouristen kommen hierher, um billiger als auf dem Festland einzukaufen. Zwar hat dieser Einkaufstourismus in den letzten Jahren nachgelassen, aber, so hoffen die Einzelhändler auf der Insel, die erhöhte Mehrwertsteuer könnte wieder mehr Touristen auf die Insel bringen. Und der Bürgermeister hofft sogar auf Investoren, die die Mehrwertsteuer sparen wollen. Mabel Gundlach berichtet.</description>
			<pubDate>09.01.2007, 20:30</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4854.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast: Klaus Deutsch von Deutsche Bank Research</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4853.html</link>
			<description>DW-TV: Da kann man nur staunen, dass sich der etablierte Einzelhandel mit den richtigen Läden immer noch so gut hält. Die Frage ist, und zwar an Klaus Deutsch von Deutsche Bank Research: Wie lange noch, wenn das Internet tatsächlich so rasant wächst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Na, man muss sicherlich unterscheiden: Es gibt Produkte, die sich sehr gut eignen für den Online-Handel, und die werden auch in Zukunft mit sehr starken Wachstumsraten immer mehr übers Internet gekauft und verkauft werden, und dann gibt es andere Bereiche, die sind gar nicht betroffen, wie zum Beispiel die Backstube um die Ecke, wo Sie Ihre Brötchen kaufen werden. Aber die großen Firmen müssen sich sicherlich Gedanken machen, ob sie nicht auch selbst ins Online-Geschäft stark einsteigen wollen, statt es Dritten zu überlassen, so dass sie sich dann auch im Haus selbst Konkurrenz machen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Sie sagen: Brötchen und Brot kommen nicht in Frage – was kommt denn in Frage von den etablierten Angeboten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Reisen, Elektronik, langlebige Haushaltsgüter, vielleicht zukünftig Autos und Häuser – vielleicht können Sie sich selbst Ihre Häuser zusammenbasteln im Internet und dann den Vertragsabschluss woanders machen. Aber es gibt viele Möglichkeiten, die Produktpalette da zu erweitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Vieles wird auch davon abhängen, wie die Konjunktur läuft, denn nur wenn die Menschen mehr Geld im Portemonnaie haben, geben sie es auch aus. Gucken wir also auf die wirtschaftliche Stimmung auf den wichtigsten Märkten weltweit, hier kommt DBIX!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Index wird exklusiv von Deutsche Bank Research berechnet - für Made in Germany. Er bündelt die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan. Die deutschen Daten sammelt das renommierte Münchner Ifo-Institut. Es fragt jeden Monat die Stimmung bei Tausenden Unternehmern ab. In den USA werden 400 Einkaufsmanager nach ihren Erwartungen befragt. Und in Tokio trägt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten zusammen. Und hier sehen wir aktuell den DBIX nach einer leichten Herbst-/Winterdepression wieder ein bisschen stärker. Klaus Deutsch: Wo sitzen denn die Optimisten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Sie sitzen vor allen Dingen in Deutschland – die deutschen Unternehmen sehen die Zukunft und die Gegenwart so gut wie seit fast zwanzig Jahren nicht mehr, und das ist ein bisschen schwer zu verstehen, weil die Amerikaner in der letzten Zeit doch Zeichen der Abkühlung von sich gegeben haben, und die amerikanischen Verbraucher sehr zurückhaltend geworden sind, dort sind die Unternehmen zwar auch noch recht optimistisch, aber dort ist die Entwicklung ganz anders, man geht in den Keller. Bei uns geht man in die Höhen, ins obere Treppenhaus und knallt mit den Sektkorken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ja, das ist ja ganz erstaunlich. Sehen Sie es so wie andere Experten, dass Deutschland jetzt am Beginn einer sehr langen, mehrjährigen Aufschwungphase steht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Die wirtschaftliche Erholung ist sicherlich noch nicht vorbei, aber dieses Jahr wird ein ganz schwieriges werden, weil wir durch die Mehrwertsteuererhöhung doch einen erheblichen Schock bekommen, den die deutsche Wirtschaft erstmal verkraften muss. Und es ist auch eine Illusion, zu glauben, dass wir unbeschadet davon kämen, Amerika und der Rest Europas ein wenig langsamer wächst – das ist da nicht der Fall, also die deutschen Unternehmen werden sich schon langsam wieder nach unten anpassen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Also jetzt nicht zwei, drei richtig fette Jahre für die deutsche Wirtschaft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Deutsch: Das sehe ich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig</description>
			<pubDate>09.01.2007, 20:30</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4853.html</guid>
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		<item>
			<title>Online-Handel – eine boomende Branche</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4852.html</link>
			<description>Bis 2009, schätzt Axel Garbers vom Branchenverband Bitkom, könnte sich das Geschäft auf 114 Mrd. Euro sogar mehr als verdreifachen. Auch die Familie Bröske wollte etwas von diesem Kuchen abhaben und entschloss sich im Frühjahr 06, eine eigene Plattform ins Netz zu stellen: www.der-gepflegte-mann-de. Das Geschäft lief derartig gut an, dass die Familie bereits jetzt an eine Erweiterung des Betriebs denkt. Aber auch große, bereits lange eingeführte Händler, wie der Elektronik-Spezialist Conrad, freuen sich über hohe Zuwachsraten. Unser Reporter Hagen Tober hat beide Unternehmen besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-----------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem einfachen Einfamilienhaus in Nordhessen steckt ein Online-Shop. Vor einem dreiviertel Jahr hatte Michael Bröske eine Marktlücke entdeckt und daraus ein florierendes Geschäft gemacht: &quot;Hier haben wir Ware aus den USA. Die habe ich gerade aus dem Zoll geholt und die wird jetzt gleich weiter geschickt. Die Kundschaft wartet drauf.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &quot;Der gepflegte Mann.de&quot; verkauft er per Internet exklusive Kosmetik nur für Männer. Und obwohl er noch nicht lange auf dem Markt ist, hat er schon weltweit Kundschaft: &quot;Wow, das kommt von weit her. Feldpost für Afghanistan. Das ist unser weitester Kunde, wie es aussieht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Bröske die Bestellungen ausgedruckt hat, geht's an's Einpacken. Seine Frau hilft ihm, denn allein kann er das Pensum nicht mehr bewältigen. Und dabei wollte er eigentlich nur seiner Haut etwas Gutes tun: &quot;Das kam eigentlich aus persönlichen Bedürfnissen. Ich habe nach Alternativen gesucht zu herkömmlichen Pflegemitteln und habe festegstellt, daß in den USA ein großer Markt ist für Pflegeprodukte speziell für den Mann. Und nach ein paar Recherchen im Internet habe ich festgestellt, dass die Pfelegprodutke hier in Deutschland nicht erhältlich sind und so hat sich die Idee eigentlich entwickelt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit jagen beim größten Elektronik-Versandhaus Europas die Laderoboter durchs Hochregal. Conrad.de hat im vergangenen Jahr um 31% zugelegt. Geschäftsführer Bernd Kratz zieht bei den Zahlen gern Bilanz: &quot;Wir haben täglich so um die 33.000 - 34.000 Pakete verschickt ins In- und Ausland; haben unsere Filialen versorgt, ja das waren so etwa 400 Paletten jeden Tag. Das sind dann 15 bis 16 LKW, die raus gingen täglich an unsere Filialen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Conrad.de hat vergangenes Jahr 100 Millionen Pakete verschickt. 75.000 Artikel warten allein in dieser Abteilung auf den Versand. Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Geschäftsführer Bernd Kratz: &quot;Ja, durchblicken tun eigentlich nur noch die Computer. Die gesamte Anlage, Sie haben es ja beim Durchgehen gesehen, überall stehen Computer, Terminals, PC's rum, ohne diese Elektronik sind wir völlig aufgeschmissen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitarbeiter müssen dem Computer gehorchen, sonst bricht hier das Chaos aus. 20 Online-Shops betreibt Conrad inzwischen, und die liefern weltweit. Bernd Kratz: &quot;Ein Kunde, der beispielsweise in Timbuktu sitzt und braucht Widerstände, kommt übers Internet auf Conrad, und ich weiß nicht genau wo Timbuktu in Afrika liegt, aber auch da liefern wir hin.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit wird beim &quot;gepflegten Mann&quot; die Bestellung für Afghanistan gepackt. Für Bröske ist sein Online-Shop noch ein Hobby. Doch sein Keller platzt inzwischen aus allen Nähten. Er muss expandieren: &quot;Wir müssen aussourcen und überlegen, die ganze Sache einem Logistiker zu übergeben. Um die Lagerhaltung hier abzugeben, weil einfach der Platz nicht mehr ausreicht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ist hier alles Handarbeit. Aber schon bald könnten Bröskes Waren wie bei Conrad über Fließbänder laufen. Dabei geht die Kundschaft nicht mehr nur auf Schnäppchenjagd. Die Verbraucher setzen vor allem auf den Zeitvorteil sagt Conrad-Geschäftsführer Kratz: &quot;Auf allen möglichen Kanälen finden Sie mittlerweile Internet als Priorität Nummer 1. Und ich glaube, wir haben jetzt das Internetzeitalter nicht nur erst begonnen, also es liegt nicht mehr vor uns, wir haben es bereits begonnen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waren im Wert von über 2,2 Mrd. Euro haben die deutschen Verbraucher in den vergangenen zwei Monaten online geordert. Der Boom soll anhalten. Einkaufen per Internet – ein Trend, der nicht mehr zu stoppen ist.</description>
			<pubDate>09.01.2007, 20:30</pubDate>
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		<item>
			<title>Nürnberger Bratwurst - Die EU-Wurst</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4843.html</link>
			<description>Die Nürnberger haben ihre Nürnberger Bratwurst (NB), die sie auch die &quot;Kaiserin unter den Bratwürsten&quot; nennen, schützen lassen, um die Qualität zu erhalten, sagen sie. Nebeneffekt: auch die heimischen Produzenten profitieren davon. Denn die NB darf nach der EU-Vorschrift ggA nur in Nürnberg herstellt werden. Das führte schon dazu, dass Firmen ihre Produktion in die Stadt verlegt haben. Nachteile gibt es demnach für all jene, die im Umland ihre Produktion haben. Verstößt jemand gegen den Schutz, wird er vom &quot;Schutzverband Nürnberger Bratwürste&quot; ermahnt und schließlich verklagt. Eine Reportage von Ute Schneider über den Sinn und Unsinn von EU-Vorschriften am Beispiel der Nürnberger Bratwurst.</description>
			<pubDate>02.01.2007, 20:30</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast: Wolfgang Gerke, Präsident Bayerisches Finanz Zentrum</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4841.html</link>
			<description>DW-TV: Professor Wolfgang Gerke, ist Dänemark wirklich jetzt das neue gelobte Land für deutsche Handwerker?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Ja, es ist nichts faul im Staate Dänemark. Aber man muss sich das auch noch ein bisschen genauer anschauen, es wurde ja auch schon in dem Beitrag gesagt, dass die Mehrwertsteuer dort bei 25 Prozent liegt. Und das dann auf alle Güter, also auch auf die täglichen Nahrungsgüter, die man braucht, und dann bleibt in der Kasse doch nicht ganz so viel, wie man manchmal meint, wenn man erstmal auf den Lohn schaut. Und dann ist noch eines: In Dänemark verliert ein Drittel der Bevölkerung jedes Jahr wieder seine Stelle, also es ist eine ganz hohe Fluktuation im Arbeitsmarkt, Außerdem gibt es keinen Kündigungsschutz wie bei uns. Es gibt also Dinge, die man nachmachen kann - mehr Flexibilität im Arbeitsmarkt zum Beispiel, da kann man viel daraus lernen in Deutschland - aber es gibt auch ein paar Dinge, die müssen wir nicht unbedingt übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Trotzdem ist Auswandern, um einen neuen Job zu finden, um mehr Geld zu verdienen, durchaus ein Trend in Deutschland, und zwar quer durch ganz viele Berufe: Handwerker, aber auch Akademiker - woher kommt dieser Trend, gibt’s da vielleicht auch Frust über Deutschland?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Ich glaub schon, dass da Frust ist, und das ist sogar ganz gefährlich. Zwei Trends: Erstens ist aus Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit natürlich ein Abwanderungsprozess da, und dann auch mit hohen Erwartungen, zum Teil, ins Ausland hinein. Was ich auch mit großer Sorge beobachte, insbesondere in einer Langfristbeobachtung, ist, dass diejenigen Menschen, die wir mit viel Geld kostenlos ausgebildet haben, wenn sie dann ihre Ausbildung fertig haben, zum Teil für immer ins Ausland gehen. Und dann hervorragende Arbeitskräfte in den USA, in Kanada oder in Australien darstellen, die dort sehr willkommen geheißen werden. Umgekehrt altert bei uns die Bevölkerung und diejenigen, die dann mal die Rente bezahlen wollen, rennen weg, um sich diesen Lasten zu entziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Dabei sind ja die Aussichten in Deutschland gar nicht so schlecht. Gucken wir auf‘s Wirtschaftswachstum: Auch für 2007, da sehen wir immerhin die Wirtschaftsinstitute, deren aktuelle Prognose: 1,4 Prozent Wirtschaftswachstum, die Wirtschaftsweisen: 1,8 Prozent, und die ganz großen Optimisten sehen sogar 2 Prozent Plus beim Wirtschaftswachstum. Das müsste doch für neue Jobs und auch gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt reichen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Gerke: Ja, die Prognosen werden auch immer schöner, trotz der Mehrwertsteuer – da kriegen wir erstmal eine Delle, da bin ich ziemlich sicher. Dennoch: alles steht auf Wachstum, leider: die Arbeitsplätze werden wir nicht bekommen, vielleicht sogar 300.000 zusätzlich, das wäre schon ein gutes Datum. Aber wir haben eine strukturelle Arbeitslosigkeit, die bleibt auch bestehen, die Robotik vernichtet Arbeitsplätze, das muss man ganz eindeutig sehen, und dieses Problem ist ein gesellschaftliches Problem der Zukunft, das wir noch in den Griff bekommen müssen. Wir haben das auch mit höherem Wachstum leider nicht im Griff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig</description>
			<pubDate>02.01.2007, 20:30</pubDate>
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		<item>
			<title>Und Tschüß! Immer mehr Deutsche arbeiten im Ausland</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4840.html</link>
			<description>Fast 200.000 Deutsche packen jährlich ihre Koffer um, zumindest vorübergehend, im Ausland einen Job anzunehmen. Und es sind keinesfalls nur die gut ausgebildeten Fachkräfte, die gehen. So arbeiten zum Beispiel allein in Dänemark 15.000 Handwerker. Die Dänen schätzen ihre deutschen Gastarbeiter wegen des hohen fachlichen Niveaus und der geringen Sprach- und Mentalitätsunterschiede. Unterdessen klagen die deutschen Handwerkskammern: &quot;Nicht die Arbeitslosen gehen, sondern die Spezialisten, die wir in Deutschland brauchen&quot;. Und die boomende dänische Wirtschaft sucht weitere 100.000 Facharbeiter. Unser Reporter Guido Vogt begleitet einen deutschen Maurer in Kopenhagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland war er Hartz IV-Empfänger. In Dänemark ist er ein gefragter Fachmann. Karten Schlaps ist Mauerer. Er stammt aus Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern, dem Bundesland mit der höchsten Arbeitslosigkeit in Deutschland. Für den 43jährigen war der Weg nach Dänemark die Chance, wieder in Lohn und Brot zu kommen. &quot;Ich fühle mich besser als in Deutschland. Hier kann ich mein Portemonnaie aufmachen. In Deutschland konnte ich das nicht - einfach weil nichts drin war. Das ist schon ein anderes Gefühl, wenn man Geld in der Tasche hat.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dänemark verdient er mehr als doppelt soviel wie in seinem letzten Job: Statt zwölf Euro pro Stunde - jetzt fünfundzwanzig. Außerdem gefällt ihm die Arbeitsumgebung. Auch das Betriebsklima stimmt: Das &quot;Du&quot; ist in dänischen Firmen praktisch Pflicht. Und selbst wenn er kaum Dänisch kann: Man versteht sich. &quot;Man meckert nicht rum. Man ist untereinander hilfsbereit, was auch sehr wichtig ist&quot;, so Schlaps. Deutsche und Dänen haben so ziemlich die gleiche Mentalität, meint er. Ein Problem sei nur das Arbeitstempo: Schlaps muss immer einen Gang zurückschalten, sonst macht er &quot;die Norm kaputt&quot; - wie er sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutschen sind beliebt wegen ihrer guten Ausbildung und ihrem Fleiß. Deutsche Arbeiter haben in Dänemark beste Chancen, sagt der Chef der Deutsch-Dänischen Handelskammer. Und Arbeit gibt´s genug, so Glaser: &quot;Es stehen hier rund 100 000 Arbeitsplätze zur Verfügung und von diesen Hunderttausend besetzen wir schon 20 000 - also 20%. Das heißt 80% stehen immer noch offen&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dänemark boomt. Seit sechs Jahren herrscht quasi Vollbeschäftigung im Land der Meerjungfrau. Dringend gesucht: Ärzte, Ingenieure - und vor allem eben Handwerker. Das ist ein Problem für das Grenzgebiet - und zwar auf der deutschen Seite: Weil in Deutschland die Löhne viel niedriger sind, wandern immer mehr Facharbeiter ab. Schon verzögern sich Bau-Projekte, weil Bauschlosser, Klempner oder Elektriker fehlen. Der Elektromeister Jan Obernauer sucht schon seit Monaten zusätzliche Elektriker für seinen Betrieb. Immer wieder hat er Anzeigen geschaltet. Doch gemeldet hat sich bisher niemand. &quot;Ich habe Arbeit ohne Ende. Ich könnte noch zwei Leute mehr beschäftigen als ich sowieso schon habe und ich kriege keine. Die sind alle, was man so hört, nach Dänemark. Und wenn man fragt bei anderen Firmen, ob man Leute ausleihen kann: die sind selber bis über beide Ohren ausgelastet mit Arbeit - selbst da kann man dann keine leihen. Und wir müssen unsere Kunden vertrösten und sagen: ihr müsst warten - oder versucht jemand andern zu finden - nur viel Erfolg werdet ihr da auch nicht haben&quot;, sagt Obernauer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück nach Dänemark. Karsten Schlaps wohnt in einer kleinen Stadt an der Küste. Seine Freundin und seine Kinder sind in Deutschland geblieben. Alle drei Wochen fährt er zurück. Und packt sich dann das Auto voll mit deutschen Lebensmitteln. Denn das Leben in änemark ist teuer, sagt er. Die Mehrwertsteuer liegt bei 25%. Hier kauft er sich höchstens mal Bier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Wohnung - ein Ferienhaus - teilt er sich mit zwei deutschen Kollegen. Zurück nach Deutschland will er vorerst nicht: &quot;Solange wie ich hier Arbeit habe und gutes Geld verdiene, brauche ich nicht nach Deutschland hin - Was soll das? Für die paar Mücken soll ich da noch arbeiten gehen in Deutschland - die ganzen Steuern bezahlen, da? Dass die den Rachen noch voller kriegen als sie ihn schon haben? Dafür gehe ich doch nicht arbeiten, in Deutschland&quot;, meint Schlaps. In Dänemark kommt er brutto auf 4000 Euro im Monat. Davon zahlt er 38% Steuern, wie in Deutschland. Aber in Dänemark verdient er das Doppelte. Ganz Umziehen will er trotzdem nicht. Deutschland, sagt er, bleibt seine Heimat.</description>
			<pubDate>02.01.2007, 20:30</pubDate>
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		<item>
			<title>Rumänien - Willkommen in der EU</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4844.html</link>
			<description>MIG-Reporter Karl Harenbrock war in Temeswar. Dort hat er den ehemals staatlichen Maschinenbaubetrieb UMT besucht, der früher 10.000 Mitarbeiter, heute noch knapp 1000 Arbeiter beschäftigt. Der Betrieb schreibt schwarze Zahlen, verdient sein Geld mit Kränen und Baumaschinen. Doch bis hierher war es ein langer Weg. Heute herrscht in Temeswar fast Vollbeschäftigung. Alte Fabrikhallen wurden abgerissen, Grundstücke an Continental und die Firma Linde verkauft.</description>
			<pubDate>02.01.2007, 20:30</pubDate>
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		<item>
			<title>Bauern-Power - Landwirte trotzen den großen Stromkonzernen</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4842.html</link>
			<description>Dort wird viel Strom verbraucht, etwa bei Melkmaschinen oder Fütterungsautomaten. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind die Landwirte auf günstige Stromtarife angewiesen. Möglichkeiten, die Stromkosten zu senken, bekommen die Bauern jetzt von dem Unternehmen &quot;LandEnergie&quot;. LandEnergie hat mehr als 50.000 landwirtschaftliche Betriebe unter Vertrag und kann dadurch als Großabnehmer bei den Energieversorgern günstigere Preise herausschlagen. Streitpunkt zwischen LandEnergie und den Stromunternehmen sind die Durchleitungskosten für den Strom. Die Netzkosten machen etwa 30 - 40 Prozent des vom Landwirt zu zahlenden Strompreises aus. LandEnregie verlangt eine drastische Senkung dieser Durchleitungsgebühr, erst dann kann ein echter Wettbewerb am Strommarkt entstehen. Karl Harenbrock berichtet.</description>
			<pubDate>02.01.2007, 20:30</pubDate>
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		<item>
			<title>Social Entrepreneurs – Björn Czinczoll: Kindergarten-Gründer aus Deutschland</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4834.html</link>
			<description>Er ist der Traum jeder berufstätigen Mutter: Björn Czinczoll – der deutsche Social Entrepreneur des Jahres 2006 . Czinczoll schafft moderne Kindergärten, die 12 Stunden am Tag geöffnet sind – auch Samstags.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er wählt dafür Standorte aus, die arbeitsplatznah liegen, in der Nähe von Firmen, Kliniken, und Gewerbeparks. Czinczoll versteht sich als Dienstleister, der eng mit den Unternehmen zusammenarbeitet. Diese kosten die Kinderplätze nichts - Sachspenden wie mietfreie Räume oder Möbel werden aber gern genommen. Die Eltern zahlen stundenweise- je länger das Kind bleibt, desto geringer der Stundensatz. Durch die langen Öffnungszeiten ist die Auslastung der Kindergärten hoch. Und auch das ist Czinczoll wichtig. Der Mittdreissiger, selbst ausgebildeter Jurist, ist davon überzeugt: &quot;Auch bei Kindertagesstätten muss am Kopf ein wirtschaftlicher denkender Mensch stehen.&quot; Der Erfolg gibt ihm recht. Zu den bislang 6 Kindereinrichtungen kommen im nächsten Jahr mindestens 11 neue hinzu. Die Nachfrage bei Unternehmen und Eltern ist riesig.</description>
			<pubDate>28.12.2006, 13:48</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast – Hans Fleisch, Bundesverband Deutscher Stiftungen</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4833.html</link>
			<description>Hans Fleisch ist Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen. Wir sprachen mit ihm über Stftungen und Stifter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Ich begrüße im Studio Hans Fleisch, den Generalsekretär im Bundesverband deutscher Stiftungen. Sie haben ja viele Stifter in der Gründungsphase beraten – wie vielen Menschen ist es wirklich eine Herzensangelegenheit, so wie wir das eben bei Klaus Michaletz gesehen haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Fleisch: Dem überwiegenden Teil der Stifter ist es eine Herzensangelegenheit, die sie zum Stiften bringt. Wir haben dazu eine Untersuchung vorliegen, die klar macht, dass ein persönliches Anliegen meistens das Hauptmotiv ist. Und dann kommen andere Motive vielleicht noch hinzu, aber in der Regel ist es etwas, das ihnen am Herzen liegt, und wo sie sich dann in der Lage sehen, in einer Lebensphase, das zu verwirklichen. Und wenn sie dann eine Stiftung wählen, dann weil sie dadurch eine nachhaltige Lösung ihrer Problematik wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Gibt es einen Fall, an den Sie sich besonders erinnern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Fleisch: Ich erinnere mich an eine Frau, die Wissenschaft fördern wollte, die ich beraten habe, wo ich mich gefragt habe: Warum Wissenschaft? Sie hat doch mit Wissenschaft nichts zu tun? Am Ende kam heraus: Sie ist sexuell missbraucht worden als Mädchen und wollte etwas tun für die Erforschung von Therapien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die Stiftungsbereitschaft in Deutschland hat über die vergangenen Jahrzehnte eine sehr interessante Entwicklung genommen. Wir sehen in unserer Grafik, dass speziell nach dem Fall der Mauer die Zahl der Stiftungen doch deutlich gestiegen ist, auf mehr als 3600, und auch jetzt, in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends noch mal ein ganz deutlicher Sprung – wie kommt das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Fleisch: Es gibt eine kontinuierliche Entwicklung, seit der Wohlstand wieder wächst, nach dem zweiten Weltkrieg, und insofern Deutschland wieder aufholt, was schon vor den beiden Weltkriegen der Fall war. Die lange Friedenszeit, der Aufbau von Vermögen und das Bewusstsein, dass der Staat nicht alles machen kann – das kommt zusammen und findet zunehmend seinen Ausdruck in der Zunahme von Stiftungsgründungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Sind das dann eher Einzelpersonen, wie der Fall, den Sie auch geschildert haben, oder doch finanzstarke Konzerne?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Fleisch: Es waren in der Vergangenheit überwiegend Einzelpersonen, Konzerne und Unternehmen nehmen zu als Stifter, auch Verbände oder fundraisende Organisationen, also Institutionen werden immer häufiger Stifter, aber die Mehrzahl sind privat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Bei den Institutionen kann man dann ja nicht annehmen, dass das eine Herzensangelegenheit ist. Was sind die Motive?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Fleisch: Bei einem Unternehmen ist das eine Organisationsform für das soziale Engagement, immer mehr Unternehmen engagieren sich im Rahmen ihres Programmes Corporate Social Responsibility. Bei anderen Institutionen, wie zum Beispiel Entwicklungshilfeorganisationen, ist es die Möglichkeit, ein Kapital aufzubauen und damit von Spendensammlungserfolgen nicht mehr so abhängig zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wie steht’s denn mit Steuern sparen, Image pflegen, sich profilieren – das spielt doch auch sicher da rein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Fleisch: Steuern sparen ist kein Motiv, denn man gibt auf jeden Fall mehr weg – es ist immer ein Minusgeschäft. Wenn Sie 100 Euro verschenken, und dann sparen Sie 25 Euro Steuern, dann haben Sie unterm Strich auf jeden Fall etwas vergeben. Die steuerlichen Rahmenbedingungen prägen vielleicht die Gestaltung im Einzelfall, sind aber nicht das Motiv. Aber sicher ist, natürlich, dass Menschen ein Bedürfnis haben nach Transzendenz, nach ewigem Leben, das sie vielleicht auch gerne selbst gestalten wollen, das können sie in einer Stiftung besonders gut, und bei Unternehmen, wie gesagt, ist es eine sehr nachhaltige Form, ihr gemeinnütziges Engagement zu organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Gibt es Trends bei Stiftungen, also Themen, die zur Zeit besonders &quot;in&quot; sind?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Fleisch: Ich glaube, das ganze Thema Demographie ist enorm im Kommen, alles, was damit zusammenhängt - sei es die Alterung, sei es Migration, sei es Familienfreundlichkeit. Wir haben auch Umweltstiftungen noch gar nicht so lange. Der Trend ist insgesamt, dass Themen, die aktuell sind, immer zeitnäher von Stiftungen aufgegriffen werden. Gesellschaftliche Herausforderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig</description>
			<pubDate>28.12.2006, 13:47</pubDate>
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		<item>
			<title>Volkswagenstiftung – Robbenhaare als Wegweiser</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4832.html</link>
			<description>Die Volkswagenstiftung ist der finanzkräftigste private Förderer für wissenschaftliche Projekte in Deutschland. Anders als bei anderen Gesellschaften müssen die Forscher keine zusätzlichen Mittel einwerben oder eine wirtschaftliche Anwendung versprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch kann die reine Grundlagenforschung eines Tages zu neuen Produkten führen. Etwa die Forschung an den Barthaaren von Robben. In diesem Vorzeigeprojekt der Volkswagenstiftung hat Prof. Dehnhardt herausgefunden, dass die Robben damit feinste Strömungen im Wasser aufspüren. Künstliche Robbenhaare könnten in Zukunft bessere Navigationssysteme oder sensiblere Sensoren an Flugzeugflügeln ermöglichen. Made in Germany besucht den Forscher bei seiner Arbeit mit den Robben im Kölner Zoo.</description>
			<pubDate>28.12.2006, 13:46</pubDate>
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		<item>
			<title>Claus Michaletz – ein privater Stifter hilft russischen Bibliotheken</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4831.html</link>
			<description>Der ehemalige Chef des Wissenschaftsverlags Springer spendiert über eine Million Euro für eine Stiftung, die sich um den Erhalt historischer Bücher kümmert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt dabei: die Schätze in russischen Bibliotheken. Betreut wird Claus Michaletz dabei seit Jahren von einer Abteilung der Deutschen Bank, die unter dem Begriff &quot;Philantrophical Wealth&quot; ihren wohlhabenden Kunden einen speziellen Stiftungs-Service anbietet: die Bank kümmert sich um die steuerliche Ausgestaltung der Stiftungs-Initiative, erstellt die Stiftungssatzung und organisiert die laufende Verwaltung der Stiftung. Damit sich der Gönner ausschließlich dem widmen kann, was ihm am Herzen liegt: Bücher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kälte in Sankt Petersburg kann ihn nicht schrecken. Claus Michaletz war in den 70er Jahren zum ersten Mal in Russland, als Verleger des wissenschaftlichen Springerverlags. Danach kam er immer wieder. Spätestens für den 300. Geburtstag im Jahr 2003 wurde Sankt Petersburg rausgeputzt: Denkmäler und Häuser strahlen jetzt frisch renoviert. Doch von den schmucken Fassaden der Nationalbibliothek lässt sich der 73jährige nicht blenden. Er weiß, dass es dahinter viel zu tun gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Buch ist mehr als 500 Jahre alt. Gedruckt noch zu Gutenbergs Zeiten. Es muss dringend restauriert werden. Der Stifter Claus Michaletz: &quot;Dafür braucht man viel Geld. Weil es sehr unique ist. Etwa, den Einband, den kann man nicht maschinell machen. Der wird immer manuell restauriert. Das muss auch so bleiben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige tausend dieser wertvollen Bücher lagern in der russischen Nationalbibliothek – teilweise in erbärmlichen Zustand. Sie drohen zu verfallen, weil schlicht das Geld für ihren Erhalt oder ihre Restaurierung fehlt. Claus Michaletz will diese Bücher retten. Auch mit seinem Privatvermögen: Vor sieben Jahren gründete er eigens eine Stiftung. Und seit Mai diesen Jahres finanziert er zusätzlich ein Restaurationszentrum in der Petersburger Bibliothek. Gemeinsam mit Leiterin Swetlana Dobusina will er möglichst viele der Schätze erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch dauert die Restaurierung eines Buchs bis zu fünf Jahre. Viel zu tun für Claus Michaletz und seine Stiftung. Es muss schnell geholfen werden, sonst sind die Bücher unrettbar verloren. Das Stiftungsvermögen beträgt mehr als eine Million Euro. Viel Geld! Und dennoch viel zu wenig. Regelmäßig trifft sich Claus Michaletz in Berlin mit Beratern der Deutschen Bank. Er braucht professionellen Rat. Die Bank half bei der Stiftungsgründung und begleitet den Stifter seither: sie organisiert die gesamte Verwaltung, sorgt für die steuerliche Abwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist Claus Michaletz kein Einzelfall. Die Zahl der Stifter hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Die Deutsche Bank hat reagiert: sie gründete im Jahr 2003 den Bereich &quot;philantropical wealth&quot;, der inzwischen fast 700 Stiftungen betreut: mit einem Gesamtvermögen von mehreren Milliarden Euro. Cordula Haase leitet die Abteilung: &quot;Steuerliche Gründe sind in gar keinem Fall der entscheidende Faktor. Das macht einfach keinen Sinn, weil Sie maximal die Hälfte des Geldes, das Sie in die Stiftung gegeben haben von der Steuer zurückbekommen werden. Das heißt es ist in jedem Fall immer das Geben, das im Vordergrund steht. Unsere Stifter sind sehr stark gemeinnützig, philantropisch engagiert. Und ihnen geht es um den guten Zweck.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie Claus Michaletz. Er ist schon wieder unterwegs – diesmal in Moskau. Bibliothek für ausländische Literatur. Hier wird der Stifter wie ein alter Freund empfangen. Gemeinsam mit der Direktorin bespricht er die Lage der Bibliothek. Auch hier erschwert der chronische Geldmangel alle Versuche, das kulturelle Erbe zwischen Tausenden von Buchdeckeln zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sankt Petersburg und Moskau – allein kann Claus Michaletz die Bibliotheken nicht retten, das weiß er. Er sucht weitere Stifter und Sponsoren, um die alten Bücher auch für Wissenschaftler zugänglich zu machen. Schwierig für ihn: denn Bücher seien für viele Menschen einfach nicht spektakulär genug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend kurze Entspannung beim Restaurantbesuch. Sein Geld einfach nur genießen, ist für Michaletz keine Option: &quot;Wenn ich damit einen Beitrag leisten kann – und zwar für die nächste Generation, nicht für mich allein – da bin ich gern bereit, einen Teil meines Vermögens in eine solche Aufgabe hineinzutun. Das macht mir Spaß und Freude. Und wenn ich sehe, wie sich das Vermögen hier bewährt und ich mit diesem Vermögen etwas tun kann – natürlich mit Hilfe von anderen, das kann ich nicht allein – dann bin ich froh, und dann macht es mir Spaß, für den Rest meines Lebens einer solchen Aufgabe nachzugehen.&quot;</description>
			<pubDate>27.12.2006, 14:51</pubDate>
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		<item>
			<title>Argillon – bayrische Umwelttechnik für China</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4824.html</link>
			<description>Jede zweite Woche geht in der Volksrepublik ein neues Kohlekraftwerk ans Netz - mit konventioneller Technik. Meistens sind es kleine Kraftwerke in ländlichen Provinzen, die Kreisstädte oder industrielle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklungszonen mit Strom versorgen. Nun entdecken die Chinesen Umwelttechnologie made in Germany. Der Argillon GmbH, dem deutschen Weltmarktführer für Kraftwerkkatalysatoren, beschert das neue Kundschaft: 750 Mitarbeiter bauen im oberfränkischen Redwitz innovative Filteranlagen - zum Beispiel Mega-Katalysatoren. MIG-Reporterin Dorothea Topf hat eine Delegation chinesischer Investoren nach Redwitz begleitet.</description>
			<pubDate>20.12.2006, 15:59</pubDate>
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		<item>
			<title>Social Entrepreneur – Laila Iskandar: Unternehmensberaterin aus Ägypten</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4823.html</link>
			<description>Es ist ein Leben im Dreck. Doch in Sachen Effektivität schlagen die &quot;Müllmenschen&quot; jede High-Tech-Sortieranlage. Seit über zwanzig Jahren versucht die Unternehmensberaterin Laila Iskandar, solche Geschichten in Businesspläne zu verwandeln. Im Fall der Zabbalin hat das geklappt: Früher füllten die Müllsammler gelegentlich leere Shampooflaschen mit Seifenlauge, um sie auf dem Basar zu verkaufen ... Heute finanziert der US-Konzern Procter &amp; Gamble den Kindern der Müllmenschen den Schulunterricht, damit das Plastik tatsächlich entsorgt wird. &quot;Niemand&quot;, sagt Iskandar, &quot;ist völlig bankrott. Jeder kann etwas einbringen...!&quot; MiG-Reporter Patrick Benning hat die weitsichtige Preisträgerin begleitet.</description>
			<pubDate>20.12.2006, 15:58</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4823.html</guid>
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		<item>
			<title>Deutsche See – nachhaltige Fischerei</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4822.html</link>
			<description>1998 stand die damalige Unilever-Tochter vor dem Aus. Doch der ehemalige Unternehmensberater Peter Dill übernahm das Geschäft mit seinem Partner Egbert Miebach, investierte und macht heute mit der Deutschen See über 350 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das Unternehmen will nicht zu der drohenden Überfischung der Meere beitragen. Diese Strategie hat allerdings auch ihren Preis. Aber die Geschäftsführer sind überzeugt, dass die Deutschen auch in Zukunft für guten Fisch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Unsere Reporterin Alexa Meyer hat sich in der Fisch-Manufaktur umgesehen</description>
			<pubDate>20.12.2006, 15:56</pubDate>
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		<item>
			<title>Studiogast – Bernhard Jünemann, Börsenexperte</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4821.html</link>
			<description>DW-TV: Die Baubranche boomt, andere Bereiche der Wirtschaft auch, sogar der Einzelhandel hat wohl das beste Weihnachtsgeschäft seit zehn Jahren gemacht. Bernhard Jünemann, stellvertretender Chefredakteur von Börse Online – es gibt also im Moment nicht viel zu meckern, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: In der Tat, also man hat keinen Grund zu meckern, die Frage ist nur: wie nachhaltig ist dieser Aufschwung, gelingt es, den nachhaltig umzumünzen? Dazu sind weitere strukturelle Verbesserungen nötig, da dürfen die Anstrengungen nicht nachlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Die Anleger sind jedenfalls der Meinung, es geht noch ein Weilchen so weiter, denn der DAX zieht ordentlich mit, im Aufschwung. In diesem Jahr ein Anstieg von 5500 Punkten auf - na gut, es gab einen kleinen Knick – aber letztlich mehr als 6500 Punkte. Kann man den Optimismus der Anleger so deuten, dass der Aufschwung im nächsten Jahr noch weiter geht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Erstmal noch bis ins Frühjahr hinein, denn das Fundamentale ist sehr in Ordnung, wir haben eine relativ günstige Bewertung, wir haben robustes weltwirtschaftliches Wachstum, trotz Abschwächungstendenzen in den USA, und das ist eine gute Untermauerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Und wo sind denn die Haken an der Sache?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Das ist natürlich das amerikanische Wachstum, das könnte deutlich schwächer werden als erwartet, es könnte aber eben auch stärker werden als erwartet, dann gibt es eben nicht die erhofften Zinssenkungen, das wäre auch nicht gut für die Börse. Das größte Risiko ist vielleicht, dass alle so optimistisch und zuversichtlich sind, denn es gilt an der Börse: Wenn alle Konsens haben, dann kommt es meistens anders - also, wenn alle gleich denken, dann denken sie möglicherweise alle falsch, und dann gibt es negative Überraschungen, und die muss man auch immer im Kalkül haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Wie kann man denn Überraschungen im Kalkül haben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Mann muss dann so vorbereitet sein, wenn sie dann kommen - man weiß es ja nicht vorher, sonst wären es keine Überraschungen – dass man dann eben nicht aus dem Spiel geworfen wird. Also beispielsweise Risikokontrolle betreiben, wenn man, vor allen Dingen, Aktien gekauft hat: breit streuen, sich vielleicht mit Verkaufskursen vorher genau festlegen, wann man wieder aussteigt – dann ist man also in der Lage, eben auch die, manchmal auch sehr heftigen, Schwankungen einigermaßen zu überstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DW-TV: Kurz noch zum Schluss: Glauben Sie denn, dass private Anleger auch allmählich an die Börse zurückkehren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard Jünemann: Das ist schwer, weil vielen noch die Baisse von 2000 bis 2003 in den Knochen steckt, aber je länger die Kurse steigen, ohne allzu große Schwankungen, je mehr werden auch an den Aktienmarkt zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interview: Katrin Prüfig</description>
			<pubDate>20.12.2006, 15:55</pubDate>
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		<item>
			<title>Erschwinglich – mit mehr Eigenleistung zum preiswerten Haus</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4819.html</link>
			<description>Die Firma Design-Bau glaubt, dass man mit diesen Familien trotzdem Geld verdienen kann. Design-Bau hat sich das Ziel gesetzt, sich als &quot;Aldi des Hausbaus&quot; zu etablieren. Die Firma kauft Bauland, teilt es in kleine Grundstücke auf und bietet die samt Ausbauhaus zum Tiefstpreis an. Beim Bau der Häuser ist straffe Kostenkontrolle angesagt. Außerdem hat die Firma ein Finanzierungsmodell aufgestellt, das den Kunden ermöglicht, auch dann zu bauen, wenn sie über wenig oder kein eigenes Startkapital verfügen. Sie unterstützt die Häuslebauer mit einem Zuschuss und animiert sie außerdem, selbst mit anzupacken - durch Eigenleistung wird es billiger: das heißt selbst Fliesen legen oder tapezieren. So soll der Hausbau für alle erschwinglich werden. Unser Reporter Ralf Lehnert hat eine Design-Bau-Siedlung besucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Olaf Binek kommt grade ganz schön ins Schwitzen – er baut ein Haus. Eigentlich baut die Design Bau AG das Haus für ihn – aber damit es günstiger wird, muss er selbst mit Hand anlegen – nach Spaß sieht das nicht gerade aus: &quot;Nein, naja – eigentlich ja, weil man wird fertig. Und das ist halt ganz schön eng jetzt im Unterschlag, aber man macht es ja auch nicht jeden Tag und ich hoffe, dass die Kabel und Lampen so lange halten, dass ich's nie wieder machen muss.&quot; Die Familie ist nicht die einzige die hier baut – Design Bau kauft große Gelände und baut viele Häuser auf einmal – das drückt den Preis. 200.000 Euro kostet ein Massivhaus mit Grundstück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andreas Geyer ist der Chefverkäufer hier. Auf dem Weg zur Arbeit sieht er, was er in der letzten Zeit geschafft hat: &quot;Vor zwei Jahren war hier ein Feld, eine Wildnis, Sträucher, Büsche, es war hier gar nix.&quot; Auch Sonntags schließt Andreas Geyer den Verkaufscontainer auf, denn da kommen die meisten Kunden. Oft sind es Familien, die nicht viel Geld haben – die Firma hat sich auf Kleinverdiener spezialisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Finanzierung ist darum immer Hauptthema. An ihr entscheidet sich: Haus oder kein Haus. Das war auch bei den Bauherren so, die Andreas Geyer heute mit Interessenten besucht. Denn für eine Hausfinanzierung wollen die Banken Eigenkapital sehen. Kunden, die das nicht haben, hilft die Design Bau AG darum mit einem Zuschuss. Elke und Uwe Kummer sind neue Hausbesitzer: &quot;Wir haben jetzt sag ich mal gar nix mitgebracht. Wir haben gar nichts mitgebracht.&quot; – &quot;Und dann hieß es, gut, wenn sie mit uns bauen, dann kriegen sie 15.000 Euro als Geschenk, das man nehmen kann als Eigenkapital – da haben wir erst gestaunt, was sowas gibt es, nee, wollten wir erst nicht glauben. Und da sagt sie doch, jeder der mit uns baut, kriegt 15.000 Euro als Eigenkapital.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld aus Rabatten, die Designbau bekommt, weil die Firma viele Häuser auf einmal baut. 50 Häuser hat Chefverkäufer Andreas Geyer hier in den letzten 18 Monaten verkauft. Auch wenn seine Firma auf Menschen mit niedrigerem Einkommen abzielt – ein Einkommen müssen sie haben – denn auch die Design Bau AG will auf ihre Kosten kommen sagt uns Andreas Geyer: &quot;Viele Bauherren kommen ja mit Ideen zu uns. Darauf gehen wir ein, auf diese Finanzierungsideen. Und im Endeffekt lässt eine Bank das Projekt werden oder nicht werden. Das heißt, der Kunde muss erst mal die Hosen runterlassen – wenigstens, spätestens bei der Bank.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Bineks war die Bank zufrieden. Beide haben einen festen Job. Allerdings dafür im Moment kaum noch Zeit für die Familie. 30 Jahre lang werden sie ihr Haus abbezahlen erklärt uns Antje Binek: &quot;Das ist schon anstrengend. Grade weil man ja nebenbei noch arbeiten geht, also nebenbei in Anführungszeichen und dann abends noch hier im Haus stundenlang rumwerkelt. Das ist schon ne harte Doppelbelastung aber hat ja hoffentlich auch bald ein Ende.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des Jahres wollen Sie in ihr neues Haus einziehen, die alte Wohnung ist schon gekündigt. Davor wird hier aber noch einiges an Schweiß fließen.</description>
			<pubDate>20.12.2006, 14:50</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4819.html</guid>
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		<item>
			<title>Social Entrepreneur – Eugenio Scannavino Neto: Arzt aus Brasilien</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4814.html</link>
			<description>Er behandelt immer wieder die selben Krankheiten. Durchfallepidemien, wegen des verschmutzten Wassers aus dem Fluss. Die Kinder, ohnehin unterernährt, überleben das oft nicht. Das ist über 15 Jahre her. Heute arbeitet Eugenio kaum noch als Arzt. Er treibt sein Projekt &quot;Saude e Alegria&quot; - &quot;Gesundheit Und Freude&quot; voran - rastlos. Damit hat er allein in der Region um Santarem am Fluss Tabajos das Leben von über 150 Gemeinden grundlegend verändert. Angefangen beim Zugang zu sauberem Wasser, über Bildungsprogramme bis hin zu Neuen Verdienstmöglichkeiten für die Bewohner. Geld auftreiben für die Projekte – das ist heute Eugenios Hauptjob. Ständig unterwegs, viel im Ausland - Klinken putzen. Wir begleiten den 47-Jährigen in das Herzstück seiner Arbeit, wollen herausfinden, was ihn zu dieser Arbeit treibt. Am Fluss Tabajos wird in diesen Tagen das mobile Krankenhaus in Betrieb gehen. Dafür hat Eugenio fünf Jahre lang mit Geldgebern in Holland verhandelt. - Drei Tage lang sind wir mit dem Team von &quot;Saude e Alegria&quot; im Amazonas unterwegs.</description>
			<pubDate>14.12.2006, 15:47</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4814.html</guid>
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		<item>
			<title>Ungerecht – Von saftigen Gewinnen und sinkenden Löhnen</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4813.html</link>
			<description>Politiker und selbst einige Wirtschaftsführer haben dafür Verständnis: Die Löhne, vor allem in boomenden Branchen wie der Metallindustrie, sollen kräftig steigen. Michael Wetzel hat einen Arbeiter des Maschinenbaukonzern Atlas Copco in Essen begleitet: An seinem Arbeitsplatz in dem äußerst erfolgreichen Unternehmen, dessen Börsenwert sich in den letzten Jahren vervierfacht hat – und in seiner Freizeit, wo er mit seiner Familie mit steigenden Kosten bei stagnierendem Reallohn kämpft.</description>
			<pubDate>14.12.2006, 15:45</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4813.html</guid>
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		<item>
			<title>Studiogast – Norbert Walter zum G8-Gipfel und zu sinkenden Löhnen</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4812.html</link>
			<description>&lt;i&gt;DW-TV: Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, zu Gast bei DW-TV – so haben wir uns das gewünscht, herzlich willkommen! Wie ist das – profitiert so ein Ort wie Heiligendamm möglicherweise auch nach dem Großereignis davon, dass die Politiker so zahlreich da waren?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Walter: Naja, die Deutschen haben zugeschaut und wissen jetzt, wo Heiligendamm liegt, und dass es schön ist, und dann ist natürlich klar, dass das ein Anreiz wird. Ich hoffe, dass dann das Sommerwetter mitgespielt hat, und man gleich in großer Zahl nach Heiligendamm stürmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Gucken wir uns nächstes Jahr an. Von den großen acht jetzt zu den großen drei – die Volkswirtschaften USA, Japan und Deutschland. Schauen wir, wie sich die Wirtschaft dort entwickelt. Hier kommt unser DBIX.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der DBIX wird exklusiv von Deutsche Bank Research für DW-TV berechnet. Er fasst die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan zusammen. Die deutschen Daten stammen vom Münchner Ifo-Institut, das jeden Monat die Stimmung bei den Unternehmern abfragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA kommen die Werte aus einer Umfrage unter 400 Einkaufsmanagern. Und in Tokio trägt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Frühjahr geh‘ts stetig bergab im DBIX- die Frage an Norbert Walter: in welchem Land sitzen denn die Spielverderber?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Walter: Das ist ganz eindeutig: die USA haben damit angefangen, dort war aber der Aufschwung auch so lange und so stark unterwegs, dass es dort Alterserscheinungen geben musste, und die hohen Zinsen haben das jetzt bewirkt. Und Japan wackelt in diesem Sommer auch, nur Deutschland sieht gut aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Deutschland sieht gut aus – auch noch im nächsten Jahr?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Walter: Das wird wahrscheinlich dann auch nicht mehr der Fall sein, obwohl die vorauslaufenden Indikatoren für Deutschland noch immer vergleichsweise viel Zuversicht geben – die Erwartungsindikatoren zeigen allerdings auch schon gewisse Schwächeerscheinungen, so dass für das nächste Jahr sicherlich keine so hohe Zuwachsrate mehr erwartet werden kann, wie sie für das Jahr 2006 da war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
---------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Wann, wenn nicht jetzt, sollen die Löhne steigen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Walter: Sie sollen dann und dort steigen, wo es am Markt verkraftbar ist, und das geht sicherlich jetzt in den Unternehmen, die in Deutschland für die internationale Nachfrage produzieren: Großanlagenbauer, Maschinenbauer, aber es gibt halt eben einen anderen Teil der deutschen Wirtschaft, dem geht es nach wie vor schlecht, und dort brauchen wir Lohnzurückhaltung, weil wir ansonsten dort, wo ohnehin Arbeitsplätze gefährdet sind, weitere Arbeitsplätze gefährden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Das heißt: weitere Bescheidenheit bei den Tarifrunden?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Walter: Differenziert weiter Bescheidenheit und große durchschnittliche Lohnerhöhungen damit also wohl nicht, aber natürlich können die Arbeitnehmer, die knapp sind, deren Qualifikation dringend gesucht wird, auch an diesem Aufschwung partizipieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Das Geld ist aber ja anscheinend da, nur offenbar nicht für jeden. In jeden vergangenen fünf Jahren haben die Arbeitnehmer insgesamt Einkommenszuwächse von 2,7 Prozent gehabt, Unternehmer und Kapitalanleger dagegen mehr als das Zehnfache: 28,6 Prozent – da muss es doch was zu verteilen geben?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Walter: Ja, da gibt es was zu verteilen, für diejenigen auf diesem Globus, die viel preiswerter als Europäer, als Deutsche, anbieten. Wir haben jetzt zwei Milliarden Inder und Chinesen zusätzlich im Wettbewerb, und wer das nicht beachtet, der kommt natürlich zu falschen Schlüssen. Also, es ist vernünftig, dass dort weiter Zurückhaltung geübt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Wir haben die Inder im Wettbewerb, aber wir haben die Gewinne ja trotzdem, in Deutschland?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Walter: Ja, wenn die Gewinne, die hier in Deutschland sind, an die deutschen Arbeitnehmer verteilt würden, dann besteht die Gefahr, dass die Kosten hier steigen und die Waren gekauft werden, die von den preiswert anbietenden und preiswert arbeitenden Indern und Chinesen produziert werden, und davon hat dann das Unternehmen hier nichts und der Arbeitnehmer in den Unternehmen, die hier Güter herstellen sollen, auch nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;DW-TV: Letzte Frage, Stichwort Mehrwertsteuer-Erhöhung: Muss man das nicht zumindest ausgleichen, auch über höhere Löhne?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Norbert Walter: Das Geld hat nicht der Unternehmer bekommen, die höhere Mehrwertsteuer, sondern Herr Steinbrück. Und deshalb kann man das Geld nicht noch einmal an die Arbeitnehmer verteilen. Wenn man das täte, wenn man das ausgleichen würde, würde nur die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen gefährdet und damit nach einer Weile auch wieder Arbeitsplätze für deutsche Arbeitnehmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Interview: Katrin Prüfig&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
			<pubDate>14.12.2006, 15:31</pubDate>
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		<item>
			<title>Visionär – ein Großinvestor an der Ostsee</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4811.html</link>
			<description>Finanziert wird der Ausbau der Luxusobjekte über die Gelder privater Anleger, die in die Fonds der Fundus Gruppe investieren. Die Anleger müssen dabei manchmal einen langen Atem haben. Jagdfeld ist aber auch ein Mann mit Visionen: Als er Anfang der 90-iger Jahre an die deutsche Ostsee nach Mecklenburg-Vorpommern fuhr, sah er das alte Seebad Heiligendamm in neuem Glanz wieder auferstehen. Das Bad in dem schon der russischer Zar oder der deutsche Kaiser ihre Sommerfrische verbrachten. Die letzten Jahre hat Jagdfeld mit dem Wiederaufbau von Heiligendamm verbracht, dem Ort, den er für den schönsten Deutschlands hält. Und jetzt wird seine Arbeit belohnt. Denn der nächste Weltwirtschaftsgipfel, Gastgeber sind die Deutschen, wird in Heiligendamm stattfinden. In den Villen, die Jagdfeld mit seiner Fundus Gruppe liebevoll restauriert hat. Ein Mann und seine Vision – Manuela Kasper-Claridge hat Anno August Jagdfeld in Heiligendamm getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--------------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage ist erstklassig. Direkt an der Ostsee erstrecken sich die Villen von Heiligendamm. Über 200 Millionen Euro wurden bereits in die &quot;weiße Stadt am Meer&quot; investiert und es wird weiter gebaut. Heiligendamm soll wieder eines der exklusivsten Seebäder Europas werden. Anno August Jagdfeld will nicht eher Ruhe geben bis das geschafft ist: &quot;Hier entsteht Deutschlands spektakulärster Golfplatz, 27 Loch, und der einzige Platz, wo sie von jedem Abschlag aus die Ostsee sehen können. So ein Golfplatz kostet 7 bis 9 Millionen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob der Immobilien-Investor mit solchen Kosten gerechnet hat? &quot;Wir wussten immer, dass wir einen Golfplatz hierzu bräuchten wie vergleichbare Häuser. Denken Sie nur an die beiden Häuser in denen die letzten G8 Gipfel waren, Sea-Island und Glenneagles in Schottland, die haben auch alle einen Golfplatz. Ich habe zwar gehört, dass die Präsidenten diesmal arbeiten und nicht Golf spielen wollen aber ein Golfplatz gehört schon zum G8 Gipfel dazu.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damit der rechtzeitig fertig ist, wird auch im Winter gebaut. Anno August Jagdfeld ist mindestens einmal die Woche hier, um nach dem Rechten zu schauen. Das 5 Sterne Hotel wurde bereits 2003 eröffnet – und ist bisher nur zur Hälfte ausgelastet. Nach dem Weltwirtschaftsgipfel hoffen die Investoren auf zusätzliche Gäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beiratssitzung: Jagdfeld hat mit seinen Immobilienfonds Gelder für Heiligendamm eingesammelt. Vertreter der Anleger wollen wissen wie es läuft. Schnelle Gewinne wird es nicht geben, sagt ihnen Jagdfeld. Die Hälfte der Gebäude sind bereits fertig – alles mit den Denkmalschützern abgesprochen. Aber Jagdfeld will noch mehr Geld investieren: &quot;Um ein Konferenzzentrum zu bauen und ein Thalassozentrum. Das Thalassozentrum wäre eine besondere Attraktion, denn das Monopol auf Thalasso hat bisher die französische Nord-Atlantikküste aber diese Gäste wollen wir wieder hier haben, wo sie auch hingehören, weil die Thalassotherapie ist 1793 in Heiligendamm erfunden worden und die Gäste müssen wieder nach Deutschland kommen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon jetzt gibt es einen attraktiven Wellness-Bereich doch das soll erst der Anfang sein. Der 59-jährige kann sich richtig freuen, wenn er durch die Hotelräume geht. Über viele Details hat er mit entschieden und so ist sein Traum wahr geworden. Einmal im Jahr lädt er die Anleger zu einem festlichen Weihnachtsempfang nach Heiligendamm ein. In der Küche kocht ein Sterne Koch mit seiner Mannschaft. Auch beim Essen darf es nur das Beste sein. Die Anleger sollen die Exklusivität genießen. Alles ist bis ins kleinste Detail durchgeplant. Aus der näheren Umgebung kommt extra ein Kinderchor. Und Jagdfeld, selbst Vater von 5 Kindern, lässt sich das Mitsingen nicht nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wiederaufbau des Seebades ist für ihn eine Lebensaufgabe geworden – manchmal denkt er an die Anfänge zurück: &quot;Da war das Foto vom Meer von Heiligendamm. Die Gebäude standen ja da, und ich dachte das ist so schön, das kann gar nicht wirklich sein. Wahrscheinlich hat irgend so ein Hollywood Regisseur einen Film gemacht und die Kulissen dafür stehen lassen, dann bin ich hierher gekommen und war so begeistert, dass ich dachte, irgendeiner muss es anpacken! Ich habe es nicht bereut, ich finde es eine wunderbare Aufgabe aber eine schwere und mühsame Aufgabe, wo man zur Geduld und Ausdauer erzogen wird.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Vieles ist er schon jetzt stolz aber Anno August Jagdfeld will nicht aufhören ehe das Seebad wirklich fertig ist. Im Juni kommen erst einmal die Staatschefs zum Weltwirtschaftsgipfel. Das ist auch sein Erfolg. Die Welt zu Gast in Heiligendamm – so hat er es sich das erträumt.</description>
			<pubDate>14.12.2006, 15:21</pubDate>
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		<item>
			<title>Porsche – Ingenieure gesucht</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4797.html</link>
			<description>In Deutschland fehlen zur Zeit rund 15.000 Ingenieure. Fatal, denn immer wieder beschwören Wirtschaftsexperten, dass sich Deutschland angesichts der globalen Konkurrenz auf seine Innovationskraft konzentrieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb versuchen Unternehmen wie zum Beispiel der deutsche Sportwagenhersteller Porsche, junge Menschen wieder für den Beruf des Ingenieurs zu begeistern. Das soll auch über einen Imagewechsel funktionieren. Ingenieure, das sollen nicht länger die einsamen Tüftler sein, sondern Allrounder, die in der Lage sind, gesamte Projekte selbständig zu entwickeln, die Auslandserfahrungen haben und mehrere Sprachen sprechen. Porsche geht noch einen Schritt weiter: speziell Frauen sollen für den Beruf des Ingenieurs begeistert werden. 35 angehende Ingenieurinnen auf Tuchfühlung mit Porsche - zwischen Motorenöl und Zylinderkopfdichtungen. Nachwuchs für die Ideenschmiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-----------------------------------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Off-Road-Fahren auf dem Porsche-Gelände in Leipzig. Das dürfen eigentlich nur gute Kunden. Doch in diesen Autos sitzen Praktikanten! Es geht steil bergab, aber der Porsche-Fahrer hat Hochgefühle: &quot;Mein eigenes Fahrzeug wär jetzt vorne total beschädigt. Mein Motor wär halb rausgerissen – aber bis jetzt ging's gut.Ich find's Klasse!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Ralf Keller ist 23 und studiert im 8. Semester Maschinenbau. Als Praktikant bei Porsche hat er eine besonders gute Figur gemacht. Jetzt versucht die Firma ihn zu binden: &quot;Man merkt, dass die Firma etwas für einen tut. Man fühlt sich irgendwie richtig aufgehoben. Und es gibt halt nen Riesen-Motivationsschub so auch das Richtige zu tun, sei es vom Studium her, oder im Praktikum oder als Werksstudent, je nachdem was wer macht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bisschen wie in der Zigarettenwerbung: Abenteuer. Und scheinbar wirkt es. Zwei andere Studenten jedenfalls hat's erwischt. Ein möglicher Sieg für Porsche, beim Kampf um Ingenieure.  Martin Meyer, Leiter Personalmarketing Porsche: &quot;Die Lage wird auf jeden Fall schlimm werden. Das zeigen die Zahlen jetzt schon. Vor allem so ab 2012 wird es deutlich weniger Studenten und dann auch irgendwann Absolventen geben, ja. Der VDI spricht heute schon von 15 bis 18.000 in Deutschland, die fehlen und das wird sich sicherlich noch dramatischer gestalten in ein paar Jahren.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Im Stammwerk Zuffenhausen versucht Porsche deshalb auch verstärkt junge Frauen für schnelle Autos zu begeistern. Für einige Studentinnen ist das Neuland: &quot;Ich bin noch nicht so ganz autofanatisch, aber ich lass mich gerne anstecken von der Faszination, ich würde gern mal mit einem Porsche fahren, vielleicht springt das ja über.&quot; Sie sind alle Anfang 20 und studieren technische Berufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Porsche ist Teil eines Netzwerkes, das gezielt Frauen fördert. Als Ingenieure sind sie in Deutschland immer noch unterrepräsentiert. Martin Meyer's Job ist es, den Nachwuchs für's Unternehmen zu sichern. Frauen sind für ihn erste Wahl: &quot;Also ich denke, Frauen sehen viele Dinge aus anderen Blickrichtungen. Man muss auch sagen, wir haben auch einen steigenden Anteil von Kundinnen und ich denke dann kann es uns auch nur gut tun, wenn auch Frauen in der Entwicklung und der Produktion mitarbeiten.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Wer stellt welche Fragen, wer ist ganz bei der Sache. Auch wenn es nicht immer so wirkt. Martin Meyer und seine Mitarbeiter beobachten die Studentinnen ganz genau: &quot;Wir schauen, wer sich besonders für unser Unternehmen begeistert, fürs Thema Auto begeistert. man sieht so ein bisschen in den Augen, wer vielleicht darüber nachdenkt bei uns mal anzufangen, ein Praktikum zu machen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Selbst einen Porsche fahren, daraus wird heute wohl noch nichts. Mal Gas geben, das ist ja auch schon was. Auch die Praktikanten in Leipzig müssen jetzt auf den Beifahrersitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Aus gutem Grund. Auf der Rennstrecke sollen sie mal richtig ins Schleudern kommen. Ihr Entschluss steht längst fest. Nach dem Studium geht die Bewerbung an Porsche. Wenn dann die passende Stelle frei ist. Ihnen stehen viele Türen offen, solange in Deutschland Ingenieure Mangelware sind.</description>
			<pubDate>05.12.2006, 15:45</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4797.html</guid>
			<enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/vlogs/md20061205_porsche.mp4" length="22539505" type="video/quicktime"/>		</item>		
		<item>
			<title>McZahn – nie wieder Zuzahlung</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4800.html</link>
			<description>Mc Donald's, Mc Paper und nun auch... Mc Zahn. Franchising hat die Gesundheitsbranche erreicht. Und Deutschland hat seine erste Zahnarzt-Kette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dentaldiscounter, der mit der Zauberformel &quot;Zahnersatz zum Nulltarif&quot; wirbt. Das Prinzip ist einfach: Kronen und Brücken werden in China hergestellt und dann in die deutschen Münder gepflanzt. Die Kosten dafür sind so gering, dass die Krankenkassen sie übernehmen. Zuzahlung des Patienten: 0 Euro. Das kommt an: Die erste Mc-Zahn-Praxis in Krefeld schleust die Patienten inzwischen im Minuten-Takt durch das Behandlungszimmer. Und sie ist ausgebucht bis April 2007. Nun wächst die Kette, und das Franchise-Prinzip nimmt Formen an. Am 01. Dezember hat im westfälischen Bünden die zweite komplett ausgestattete Mc-Zahn-Praxis eröffnet. Damit ist der Gründer der Kette, Werner Brandenbusch, seinem Ziel einen Schritt näher gekommen: ein Netz von 400 Filialen bis 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Einheitspraxis und chinesische Zahnprodukte kommen nicht überall gut an. Werner Brandenbusch hat sogar schon Morddrohungen erhalten. Und auch im kleinen Bünden sorgen sich Zahnärzte um ihre Zukunft.</description>
			<pubDate>05.12.2006, 15:40</pubDate>
			<guid>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4800.html</guid>
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			<title>Social Entrepreneur – Kyle Zimmer: First Book-Präsidentin</title>
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			<description>Seit inzwischen 14 Jahren setzt sich Kyle Zimmer dafür ein, dass Kinder aus den ärmsten Schichten gratis an druckfrische Kinder- und Jugendbücher kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher eine erfolgreiche Juristin und Politikberaterin, arbeitete Kyle Zimmer eine Zeitlang als ehrenamtliche Helferin in einem Washingtoner Kinderzentrum: &quot;Das hat mir die Augen geöffnet&quot; sagt sie. Die Kinder hatten keine altersgemäßen Bücher, keine Lesekompetenz, keine Chance auf Bildung. In den USA gilt das für 27 Millionen Kinder. Deshalb hat Kyle Zimmer First Book gegründet: Sie sucht unter den zahlreichen Kinder- und Jugendzentren in den USA die Partner aus, über die sie die bedürftigsten Kinder am besten erreicht. Sie wirbt Spenden ein, und sie hat die Verlage mit ins Boot geholt. Die geben ihr die vom Buchhandel zurückgeschickten Exemplare kostenfrei ab. Und neuerdings lässt Kyle Zimmer auch selber drucken: Nachdrucke von Kinderbuchklassikern, die sie zum Tiefstpreis en gros von den Verlagen abnimmt und kostengünstig über das Internet vertreibt. First Book stellt im Jahr 7 Millionen Bücher zur Verfügung, die an 3000 Gemeinden und 16.000 Kindereinrichtungen gehen. First Book ist so erfolgreich, dass das Konzept jetzt auch in Kanada und Indien eingeführt werden soll. Christian Uhlig hat die unermüdlich für ihre Mission arbeitende Kyle Zimmer in Washington getroffen.</description>
			<pubDate>05.12.2006, 15:39</pubDate>
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			<title>Flughafen Halle-Leipzig – Streit um Subventionen</title>
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			<description>Bisher galt Sachsen immer als Musterland, wenn es um die Ansiedlung von Unternehmen geht. Porsche, BMW, AMD, Amazon: Alles Erfolgsgeschichten. Das aktuelle Großprojekt heißt Flughafen Leipzig-Halle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regionalflughafen soll zu einem der weltgrößten Umschlagplätze für Güter werden. Dafür hat der Flughafen, der zum großen Teil dem Land Sachsen gehört, 300 Millionen Euro in eine zusätzliche Landebahn investiert und das Nachtflugverbot aufgehoben. Der Coup scheint gelungen, denn der Logistikriese DHL verlegt seinen europäischen Umschlagplatz nach Leipzig und baut ebenfalls für 300 Millionen Euro Infrastruktur auf. Doch nun kommt die EU dem Flughafen in die Quere: Sie wirft dem Land illegale Subventionen vor: Die neue Landebahn sei exklusiv für DHL gebaut worden, eine verdeckte Subvention. Erlebt der Musterknabe seinen ersten Sündenfall? Oder wird hier clevere Ansiedlungspolitik durch EU-Bürokratie torpediert? Kerstin Schweizer und Frank Hofmann versuchen, Licht ins Dunkle zu bringen.</description>
			<pubDate>05.12.2006, 15:39</pubDate>
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			<title>Made in Germany</title>
			<link>http://blogs.dw-world.de/madeingermany/1.4804.html</link>
			<description>Made in Germany lässt Wirtschaft hautnah erleben. Packende Wirtschaftsreportagen aus der Mitte Europas. Die Made in Germany - Reporter melden sich von den Märkten der Welt, sie begleiten die Manager und Macher und sind immer nah dran an den Trends. Hochkarätige Experten kommentieren jede Woche das aktuelle Wirtschaftsgeschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das halbstündige Magazin &quot;Made in Germany&quot; bringt jede Woche vier aktuelle Wirtschaftsreportagen. Das sind zum einen spannende Portraits: Der Zuschauer ist dabei, wenn Porsche Chef Ferdinand Wiedeking den neuen 911er Probe fährt oder Virginie Taittinger über neue Marketingstrategien für ihr weltbekanntes Champagnerhaus brütet. Unser Motto: &quot;Wer bewegt die Wirtschaft in Europa?&quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dazu kommen Reportagen über deutsche und europäische Unternehmen. Die Reporter zeigen, wie um Märkte und Arbeitsplätze gerungen wird, wie Entscheidungen fallen über Investitionen und Standorte. Ein besonderer Schwerpunkt bei Made in Germany: Das wirtschaftliche Zusammenwachsen von neuen und alten EU-Staaten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Außerdem – die Globalisierung und ihre Folgen. Wie wirkt sich das rasante Wachstum von China auf die Wirtschaft der etablierten Industrieländer aus? Made in Germany beobachtet auch die Wirtschaftsbeziehungen zum arabischen und islamischen Raum – in Ägypten, in den Ölstaaten und im Irak und Afghanistan.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein weiteres Highlight der Sendung - Innovation und High Tech. Hier liegt die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Made in Germany berichtet kontinuierlich über die neuesten Trends – ob Automotive, Biotech oder Chiptechnik.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&quot;Made in Germany&quot; läuft auf Deutsch und Englisch. Die Sendung richtet sich an Entscheider, Geschäftsreisende und an alle Interessierte, die das Wirtschaftsgeschehen hautnah verfolgen wollen, in Deutschland, Europa – weltweit.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Moderatorinnen, Christiane Gronau in der deutschen und Monika Jones in der englischen Sendung, haben Kompetenz und Biss.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zur spannenden Reportage kommt die fundierte Analyse: Jede Woche gibt es einen renommierten Interviewgast. Spitzenmanager wie Heinrich von Pierer berichten von ihren Erfahrungen auf den Märkten der Welt. Insider wie Deutsche Bank-Chefökonom Norbert Walter kommentieren die Konjunktur in der Eurozone.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Made in Germany hat starke Partner: Die 120 deutschen Auslandshandelskammern liefern der Redaktion weltweit kompetente Information aus erster Hand. Jede Woche bringt Made in Germany ein Thema in Kooperation mit dem Handelsblatt, Deutschlands führender Wirtschaftszeitung. Und einmal im Monat erstellt die Deutsche Bank exklusiv für Made in Germany den DIX. Der &quot;Deutsche Internationale Index&quot; zeigt für die Weltwirtschaft den Trend an.</description>
			<pubDate>04.12.2006, 12:12</pubDate>
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